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NABU Saarland betont am Tag des Waldes die Wichtigkeit von alten Bäumen und Totholz für den Lebensraum Wald!

 

170320 totholzTotholz Foto: NABUDen Tag des Waldes am 21. März nutzt der NABU Saarland, um auf die Bedeutung von alten Bäumen und Totholz in unserem wichtigsten Ökosystem, dem Buchenwald, hinzuweisen.

„Alte Bäume und totes Holz sind die entscheidende Lebensgrundlage für Tausende von Waldbewohnern“, erklärt Helmut Harth, Leiter des Projektes „Wertvoller Wald“ und Waldreferent beim NABU Saarland. „Eichen und Buchen, die älter als 160 Jahre sind, stellen wahre Schatzkammern der biologischen Vielfalt in unseren Wäldern dar.

 

Denn erst ab einer gewissen Reife bilden sich dort sogenannte Alt- und Totholzlebensgemeinschaften aus Tieren, Pflanzen und Pilzen.“ In der Regel erreichen im Wirtschaftswald die Bäume dieses Alter jedoch nicht, da sie vorher geerntet werden. Umso entscheidender ist aus Sicht des Naturschutzbundes, neben der Ausweisung von Schutzgebieten und einer Selbstverpflichtung im Rahmen der saarländischen Biodiversitätsstrategie im Staatswald, die Entwicklung von alternativen Finanzierungsmodellen für den privaten und kommunalen Waldbesitzer. Der Waldkauz, der vom NABU im Jahr 2017 zum Vogel des Jahres gekürt wurde, weiß nämlich nicht, ob sich der auserkorene Höhlenbaum für seinen Nachwuchs im Eigentum des Landes oder einer Kommune befindet.

„Der Waldkauz, aber auch sehr viele andere, teilweise stark bedrohte Tiere und Pflanzen sind auf Laubmischwälder mit vielfältigen Habitatstrukturen in Form von alten Bäumen sowie liegendem und stehendem Totholz angwiesen“, so Harth weiter. „Intensive Forstwirtschaft und Nadelholzmonokulturen sind in Zeiten von Klimaerwärmung und Artensterben der falsche Weg, um unser wichtigstes Ökosystem auch noch für unsere Kinder und Kindeskinder zu bewahren.“ Aus diesem Grund hat der NABU Saarland im Jahr 2014 das „Baumerhalterprojekt“ ins Leben gerufen, bei dem Baumpaten durch eine Spende den Erhalt alter Bäume unterstützen können. Diese Baumpatenschaften ermöglichen es dem NABU den Waldeigentümer für den Nutzungsverzicht des Baumes in Höhe des Brennholzwertes zu entschädigen. „Uns ist es wichtig, alternative und realisierbare Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen, um es Firmen und Privatpersonen zu ermöglichen einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu leisten“, so Harth.

Der NABU Saarland verpflichtet sich im Rahmen der Baumpatenschaft 40 Jahre lang die Erhaltung der Bäume zu kontrollieren und zu dokumentieren, wozu auch die Pflege einer Datenbank mit den GPS-Daten der Habitatbäume zählt. Jeder Baum erhält außerdem eine entsprechend nummerierte Plakette mit dem Namen des Spenders. „Wir machen uns für den Einzelbaumschutz im bewirtschafteten Wald stark und die positive Resonanz in der Bevölkerung, aber vor allem auch bei Waldbesitzern und –bewirtschaftern zeigt uns, dass dieser Ansatz auch dort gut aufgenommen wird“, berichtet Harth. „Unser langfristiges Ziel ist es einen Habitatbaum-Verbund im ganzen Saarland zu schaffen, damit die biologische Vielfalt in unserem Verantwortungslebensraum Rotbuchenwald nicht weiter zurückgeht und Waldkauz und Co. auch künftig in der Natur vor unserer Haustür anzutreffen sind.“

Eine Informationsbroschüre, einen Flyer sowie ein Erklärvideo zum Thema finden Sie auf www.wertvoller-wald.de


 

V.i.S.d.P. Naturschutzbund Deutschland (NABU) Landesverband Saarland e.V.






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