Rauchsäule über Sinnerthal

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180507 brand sinnerthal

Foto: Kai Hegi (Feuerwehr Neunkirchen)

Grünschnittdeponie steht in Flammen

Eine dunkle Rauchsäule wies der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen am Sonntagabend, 6. Mai schon aus großer Distanz den Weg zu einem lichterloh in Flammen stehenden Berg aus Grünschnitt neben der Bildstocker Straße in Sinnerthal. Fast vier Stunden lang kämpften die Neunkircher Brandschützer, unterstützt durch das THW, gegen den Brand auf dem Gelände der ehemaligen Motocross-Strecke.

Das Feuer brachte mit seiner enormen Rauchentwicklung den Verkehr auf der Bildstocker Straße, aufgrund der Sperrung des Plättchesdohle ein Nadelöhr in Neunkirchen, über Stunden komplett zum Erliegen.

„Auf Sicht anfahren“, wie es im Feuerwehrjargon heißt, konnten die Löschfahrzeuge des gegen 17:40 Uhr alarmierten Löschbezirks Neunkirchen-Innenstadt, als sie zu dem Brand in der Bildstocker Straße ausrückten. Schon von weitem konnten die Feuerwehrleute die dunkle Rauchwolke über Sinnerthal aufsteigen sehen. Auf dem Gelände der ehemaligen Motocross-Strecke war auf einer Fläche von etwa 250 bis 300 m² abgeladener Grünschnitt in Brand geraten. Schon kurz nach dem Eintreffen der ersten Löschfahrzeuge in der Bildstocker Straße zeichnete sich ab, dass für die Bekämpfung des Brandes Verstärkung hinzugezogen werden muss. Die Versorgung mit Löschwasser gestaltet sich an der auf einer Anhöhe gelegenen Einsatzstelle sehr schwierig. „Die nächsten Hydranten befanden sich jeweils mehrere hundert Meter links und rechts die Bildstocker Straße hinab an den Einmündungen der Straßen Beim alten Hof sowie Zum Schotterwerk“, berichtet Feuerwehrsprecher Christopher Benkert. Deswegen muss mit dem in den Tanks der Löschfahrzeuge mitgebrachten Löschwasser anfangs sparsam gehaushaltet werden. Auch ist die Brandbekämpfung selbst nicht einfach, denn das Löschwasser hat Schwierigkeiten in den dicht aufgestapelten brennenden Grünschnitt einzudringen. Unterstützung bekommen die Kräfte des Löschbezirks Neunkirchen-Innenstadt schnell durch die Löschbezirke Furpach und Wiebelskirchen, die mit mehreren zusätzlichen Löschfahrzeugen ausrücken. Aus Spiesen-Elversberg wird das Technische Hilfswerk mit seinem schweren Räumgerät angefordert, um das Brandgut zum Ablöschen auseinanderzuziehen. Um das Großaufgebot an Kräften vor Ort koordinieren zu können rückt auch der Einsatzleitwagen aus dem Löschbezirk Wellesweiler aus.

Dem Löschwasserproblem schaffen die Feuerwehrleute zügig durch zwei Schlauchleitungen Abhilfe. Mehrere hundert Meter Schlauch verlegen sie bergab zu zwei Hydranten an den Straßen Beim alten Hof sowie Zum Schotterwerk und pumpen das Wasser mit starken Pumpen hoch auf die Anhöhe zum Brandherd. „Wegen des Druckverlusts durch die Steigung musste an einer Stelle der Schlauchleitung sogar eine tragbare Pumpe als Verstärkung eingesetzt werden“, so Feuerwehrsprecher Benkert. Dort kann nun viel großzügiger gelöscht werden als in der Anfangsphase des Brandes, als die Feuerwehrleute nur auf das Wasser in den Tanks ihrer Löschfahrzeuge zurückgreifen kann. Mit mehreren Strahlrohren und zeitweise auch einem Wasserwerfer beharken die Feuerwehrleute den Brand.

Um die Brandnester im Inneren des Grünschnittberges erreichen und ablöschen zu können rückt das THW aus Spiesen-Elversberg mit einem Radlader und einem Bagger an. Mit den beiden schweren Maschinen wird der brennende Grünschnittberg Stück für Stück abgetragen und auseinandergezogen. Nach und nach können die Feuerwehrangehörigen so das Feuer löschen. Erst als gegen 21 Uhr der komplette Berg aus Grünschnitt einmal mit den THW-Maschinen umgegraben wurde und auch das letzte Glutnest gelöscht ist können die Hilfskräfte ihren Einsatz beenden.

Für die Dauer des kompletten Einsatzes muss die Bildstocker Straße im Bereich des Brandes für den Verkehr gesperrt werden. Erst nach Abbau aller Schlauchleitungen auf der Straße kann sie nach 21 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden. In der Spitze befanden sich 60 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen, des THW Ortsverbandes Spiesen-Elversberg sowie von der Polizei und auch von ASB und DRK im Einsatz.