Das Saarpark-Center Neunkirchen Teil 3 und Ende

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Beweggründe des ECE zum Bau eines Einkaufcenters  
 
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Grundsteinlegung
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Zeit für „Malerwettbewerbe“ an Bauzäunen
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Flächendeckend. Allmählich wächst Neunkirchens

neues Herzstück

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Der Rohbau steht vor den Hochöfen
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Bäume werden auf dem Stummplatz
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Ein Augusttag im Jahre 1989: Hochöfen sind erloschen und abgerissen. Die Menschen aber schöpfen neue Hoffnung, anstelle des Eisenwerkes ist ein großes Einkaufszentrum getreten, eine neue Stadt entsteht
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Die neue Innenstadt zeitigt neue Formen
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So war es:
Arbeiten und Wohnen bildeten in Neun­kirchen

eine fast unzertrennliche Gemeinschaft

 
Als nächstes Highlight war am 18. Dezember 1987 der Zusammenschluss der alten Lindenallee mit der neuen Lindenallee auf der Tagesordnung. Zum Jahresschluss kündigte Günter Weiß den längsten von Schulkindern, verschiedenen Vereinen, Verbänden und sonstigen Gruppierungen bemalten Bauzaun an. Im Bauzaun waren Gucklöcher eingebaut. Viele Neugierige „spitzten“ immer mal und konnten so den Baufortschritt verfolgen. Das Jahr 1987 ging zu Ende und mit ihm die Zeit des Abbruches, Neunkirchens Aufbruch hatte begonnen.

1988 wurde das Jahr der Bauarbeiten. Viele kamen um zu sehen und zu staunen. Selbst Bundespräsident Richard von Weizsäcker und Ministerpräsident Oskar Lafontaine statteten Ende März der Stadt einen Besuch ab. Die Centerbaustelle nahm gigantische Ausmaße an. Auch das Ausmaß der parallel laufenden Industrieansiedlung in Neunkirchen konnte sich sehen lassen. Die Bauarbeiten am Center gingen rasch voran, die Gewerke waren gut in der Zeit, so dass man bereits am 7. Oktober 1988 das Richtfest feiern konnte. Umweltminister Jo Leinen war extra angereist. In seiner Ansprache stellte Peter Neuber fest: „Wir werden alles zu einem guten Ende bringen…“ und er bat Petrus um einen milden Winter. Dr. Heinrich Kraft war ebenfalls angereist und feierte mit. 8000 Portionen „Bohnesupp und Quetschekuche“ verschlangen die vielen Gäste.
Der Winter war mild, der Baufortschritt war nicht aufzuhalten. Noch vor Jahreswechsel konnte die Stadt die Verlängerung der Westspange, die Gustav-Regler-Straße bis Höhe der Wellesweilerstraße freigeben. Ein weiterer wichtiger Schritt im Stadtumbau. Das Jahr 1989 war geprägt von einem enormen Baufortschritt. Im Hause ECE freute man sich über frühzeitige Fertigstellung des „Saarpark-Centers“. Es musste umbenannt werden, weil jemandem in Saarbrücken der landesweite Anspruch des „Saarland-Centers“ nicht gefiel.

ECE ließ es sich nicht nehmen, Ende August 1989 mit einem großen Fest die Eröffnung des Centers zu feiern. Dazu waren auch Werner Otto und seine Söhne gekommen. So wollten sie sich selbst vom gelungenen Center, verbunden mit dem gelungenen Umbau der Innenstadt, überzeugen. Ministerpräsident Oskar Lafontaine durchschnitt das rote Band und betrat als einer der ersten die Mall. Zu guter Letzt übergab Oberbürgermeister Neuber Anfang November den Stummplatz, auf dem auch sein Namensgeber Platz gefunden hat, der Öffentlichkeit.
Ein Jahr des Erfolges für ECE und die Stadt ginge zu Ende! Von nun an nahmen Kauflustige und Neugierige das Saarpark-Center und die Innenstadt in Beschlag.
Johannes Schnermann schrieb abschließend dazu: „Die gesamte Entwicklung des Projektes….stand unter sehr günstigen Vorzeichen. Im Nachgang betrachtet passte alles richtig zueinander. Die Stadt wollte die Vergangenheit bewältigen und ein in die Zukunft weisendes Pilotprojekt realisieren. Der Investor fand nach anfänglicher Zurückhaltung Geschmack an der Sache. Der Einzelhandel war aufgrund der guten Konjunktur investitionsbereit.
Zinsen und Baupreise waren niedrig.
Die Zusammenarbeit zwischen ECE und der Stadt Neunkirchen war sehr gut. Ein Beispiel für eine gute Partnerschaft mit menschlichen Begegnungen, an die sich alle Beteiligten auch heute noch gern erinnern“.

Zusammenfassend kann man feststellen:
Die Entscheidung von ECE, in Neunkirchen ein Einkaufs-Center zu bauen wurde von mehreren Faktoren beeinflusst:
1. Zunächst war da der Anruf von OB Peter Neuber bei Herrn Schnermann und dessen außerordentliches Engagement,
2. darüber hinaus der hervorragende Standort in der City, das günstig zugeschnittene Grundstück sowie die von der Stadt geschaffene passende Infrastruktur mit direkter Anbindung an die Autobahn und die B41.
3. Die zügige Abwicklung der planungsrechtlichen Verfahren durch die Stadt und damit die schnelle Schaffung des notwendigen Planungsrechtes.
4. Die engagierte Stadtentwicklungspolitik der Verwaltung spielte ebenso eine bedeutende Rolle wie das Verhalten der Stadt als „Unternehmer“.
5 Die günstigen Wirtschafts- und Konjunkturprognosen.
6. Und schließlich die günstigen Konditionen auf dem Geldmarkt.

Die Realisierung des Saarpark-Centers in der Innenstadt hat sich für die Stadt und für ECE als Erfolg erwiesen. Neunkirchen hat damit die Wende von der Industriestadt zur Dienstleistungsstadt eingeleitet.

Ich danke Herrn Armin Schlicker für die Überlassung von Herrn Schnermann’s Abhandlung „Projektentwicklung von Einkaufszentren am Beispiel des Saarpark-Centers in Neunkirchen“ und Herrn Günter Haab für die Bereitstellung von Bildern und Zeitungsausschnitten.
Auch habe ich darüber hinaus das Buch „NK=NE, Auflösung einer Gleichung“ sowie die Homepage von ECE herangezogen und eigene Kenntnis aus meiner beruflichen Tätigkeit sowie das unerschöpfliche Gedächtnis vom damaligen Bauamtsleiter und späteren OB Decker benutzt.
 
Michael Hoyer

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