Kohlhof früher und heute Teil 1

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Zur Geschichte der beiden Kohlhof-Orte
 
 
Kohlbruchsenke (alt Weiherlein)
Sauerbreyhaus am Torhausweg (Glützelholzer Tor)

Quellenangabe:

  • 1564 Tilemann Stella Karte
  • 1170 bis 1879 Stadtarchiv Neunkirchen –
    38 Urkunden zu Forbach und Kohlhof
  • 1856 Berthold: Bannkarte der Gemeinde Kohlhof
  • 1859 Friedrich Schröter, Sb.: „Über die römischen Niederlassungen und Römerstraßen“
  • 1934 Bernhard Krajewski: „Kohlhof, seine Geschichte und Entwicklung“
  • 1980 Ev. Kirchengemeinde Limbach:
    „Abriss der Geschichte von Limbach“
  • 1980 Kohlhofer Arbeitsgemeinschaft:
    „Über den Kohlhof“
  • 2004 Günther Gensheimer:
    „Kohlhof und seine fast vergessene Geschichte“
  • 2006 Werner Fried: „Kohlhof und Furpach u. ihre verwobene Geschichte“
 
Zur Zeit der Grafen von Saarwerden, später der Grafen von Nassau-Saarbrücken, waren die riesigen Forbacher (Furpacher) Wälder seit der Rodungsperiode (n. B. Krajewski 800 bis 1.200 n. Christus) ein ursprüngliches Reservoir zur Ackerlandgewinnung, für Brennholz und Rohstoff zur Holzkohlegewinnung.
Die dortigen Flurbezeichnungen, Kohlrod – Kohlbruch – Kohlweiher – Kohlkopf... – weisen deutlich auf den damals häufigen Beruf des Köhlers hin. Die älteste Urkunde (1430) benennt wohl den Ursprungsort des Kohlhof so: „Graf Johann von Mörse, Graf zu Saarwenden und Herr zu Lare schenkt dem Abt und Konvent des Klosters Wörschweiler ein alt Weiherlein und Hofstatt, die er hier liegen hat im Banne zu Forbach zwischen Limbach und Forbach...“
Das „Kellers Wägelein“ (s. Tilemann Stella – Karte v. 1564), ein ehemaliger Fischweiher am Übergang des Grenzfeldwegs zur heutigen Michelstraße an der Nassau-Saarbrücker/ Kurzpfalz Zweibrücker Grenze dürfte der in der Urkunde genannte Ort sein. 1726 nennt das ev. Kirchenregister Neunkirchen anlässlich der „Taufe seines Söhnleins den Schweizer Johann Theobald Stutzmann auf dem hiesigen Kohlhof“ und 1743 den „Hirt Johann Peter Holzapfel zur Schafzucht“ auf dem Vorwerk Lützelholzer Hof des Hofgutes Forbach, 1763 schließt Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken einen Pachtvertrag über 1.000 Gulden mit den Brüdern Daniel und Jakob Moser über den „neu angelegten Kohlhof“, sonst auch „Lützelholzer Schäferei“ genannt.
Besonders im Waldbereich um diesen Kohlhof fanden immer wieder Grenzstreitigkeiten um Wegenutzung, Weiderechte und Holznutzung (älteste Urkunde 1543) statt. Erst der Gebietstausch von 1755 zwischen dem Fürstentum Nassau-Saarbrücken und dem Herzogtum Kurpfalz Zweibrücken führte zu mehr nachbarschaftlicher Ruhe und zur Verpachtung der „Einöde“ zwischen Speckenbruch / Moosbach / Goldene Bremme an die Gemeinde Limbach, sowie zur Anbindung Limbach an die „Alte Rohrbacher Straße“. Der mit hohen Buntsandsteinen 1756 dort ausgemarkte Grenzweg sollte mit seinem Wildzaun den Wildwechsel aus den nassauischen Wäldern nach Kurzpfalz Zweibrücken verhindern.
Torhäuser für die Falterknechte (Falltorknechte) entstanden beim Neunkircher und beim Kirkeler Weg. 1753 wurde Johann ­Nikolaus Mensch bereits im Torhaus Faulenberg (heute Menschenhaus), an der Grenze nach Niederbexbach 1764 beim Lützelholzer Torhaus der „Faltersknecht und Scherer“ Philipp Jakob Sauerbrey eingesetzt. Mit Ackerland und Wiesen im Kohlbruch / Täufergarten erstreckte sich dessen Land unter dem Sohn Philipp Peter Sauerbrey (verheiratet mit Maria Mensch, Faulenberg) bis zum Bereich des Torhauses Raths-Hütte an der „Goldenen Bremme“ 1757 mit den Falltorknechten Leonhard Kerth und danach Mathias Ehmann 1790 hat dann Daniel Böhler/ Biehler diese Raths-Hütte erworben.
Ende des 1. Teiles, Fortsetzung folgt
G. Gensheimer

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