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Wir blicken für Sie hinter die Kulissen… der Gasversorgung KEW
 
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Das Gaswerk in Neunkirchen mit dem Erdgaskugelbehälter ist weithin sichtbar. Foto: KEW
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Im Neunkircher Gaswerk
wird der Druck des Gases verringert.
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Thomas Jakob zeigt uns, wo der Geruchsstoff
dem Gas beigemischt wird.
In unserer Serie haben wir Ihnen schon die Stromversorgung und die Wasserversorgung der KEW vorgestellt, nun waren wir in Sachen Gas unterwegs. Hinter die Kulissen schauen wir bei den verschiedenen Institutionen und Firmen für unsere Leser.

Nicht nur Strom und Wasser liefert uns unser Energieversorger, die KEW in Neunkirchen, auch die Gasöfen und Heizungen werden mit Erdgas versorgt. Deutschland verfügt über eigenes Erdgas, welches etwa 15 Prozent des deutschen Verbrauchs deckt. Der Rest des Erdgases kommt beispielsweise aus Norwegen, Niederlande oder Russland über Pipelines nach Deutschland. Direkt an der deutsch-tschechischen Grenze in Waidhaus wird russisches Gas in die mitteleuropäische Gasleitung (MEGAL) eingespeist. Durch diese Leitung kommt das Gas in die Pfalz, wo die Firma Creos es im Untertagespeicher in Frankenthal für kalte Tage zwischenspeichert und über Hochdruckleitungen ins Saarland zu den acht Übernahmestationen der KEW AG fördert. In diesen Stationen wird der Druck des Erdgases von 28-40 bar auf 1 bar für das Mitteldrucknetz oder 50 mbar (das entspricht 0,05 bar) für das Niederdrucknetz reduziert. Über das 60 Kilometer lange Mitteldrucknetz wird das Erdgas im Netz der KEW weiter verteilt und die großen Industriekunden versorgt. Über die 390 Kilometer Niederdruckleitungen sind die „normalen“ Haushalte versorgt. Im Versorgungsgebiet der KEW AG Neunkirchen gibt es 20.000 Gas-Hausanschlüsse mit 30.000 Zählern. Die technischen Mitarbeiter der KEW kümmern sich um 450 Kilometer Gasleitungen und Hausanschlüsse.
Wie sich die KEW darum kümmert? Die Mitarbeiter unseres Energieversorgers kontrollieren alle vier Jahre sämtliche Gasleitungen mit Gasspürgeräten auf undichte Stellen und die Häuser mit Gasanschluss werden alle zwölf Jahre im Haus bis zur Absperrarmatur überprüft. Danach ist der Kunde zuständig. Dem normalerweise geruchslosen Erdgas wird ein Geruchsstoff beigemischt, so dass man austretendes Gas sofort riecht. Fällt ­Ihnen irgendwo Gasgeruch auf, sollten Sie sofort die Netzleitstelle der KEW unter der Nummer 06821-200100 anrufen, innerhalb kürzester Zeit werden die Mitarbeiter dann vor Ort sein, um der Sache auf den Grund zu gehen.
In der Netzleitstelle werden auch das Erdgasnetz und die Übergabestationen elektronisch überwacht und gesteuert. Bei regelmäßigen Lehrgängen werden die KEW-Mitarbeiter im sicheren Umgang mit Gas geschult. Jetzt im Winter schnellt der Verbrauch von Gas besonders morgens in die Höhe, die Leistung beträgt dann bis zu 300 Megawatt, zum Vergleich liegt der Stromverbrauch in Spitzenzeiten bei etwa 100 Megawatt. In Schiffweiler und Neunkirchen in den Gaskugeln hat die KEW die Möglichkeit das Gas, das in der Nacht nicht gebraucht wird, zu speichern und dann zu den Spitzenzeiten abzugeben. Dann gibt es auch noch Flüssiggastanks mit Butangas, das bei Bedarf in der Übergabestation verdampft und dem Erdgas beigemischt wird. In Neunkirchen fassen die Tanks 270 Kubikmeter und in Schiffweiler 147 Kubikmeter Flüssiggas, ist es verdampft ergibt das die 250-fache Menge Gas. Heute wird Erdgas verwendet, das nicht giftig ist, ganz im Gegensatz zu dem Kokereigas, das früher verwendet wurde. Im Jahr 2014 feiert die Gasversorgung in Neunkirchen ihren 150. Geburtstag, 1863 hat Maurermeister Anton Kreschel die erste Gaskonzession beantragt und 1864 das erste Gaswerk gebaut. Seit 1930 ist die Gasversorgung in kommunaler Hand.

Informationen über unseren Energieversorger, die KEW, erhalten Sie im Internet unter www.kew.de. Bei Störungen und Notfällen erreichen Sie die KEW bei Tag und Nacht unter der ­Störungsnummer 06821-2000. Ansonsten sind die Mitarbeiter in der Händelstraße 5 in Neunkirchen oder unter der Telefonnummer 06821-2000 für Sie da von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 7.30 bis 16.00 Uhr und freitags von 7.30 bis 13.00 Uhr.
 
ot

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