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Wir blicken für Sie hinter die Kulissen… vom Kombibad Die Lakai
 
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Gruppenfoto der fleißigen Schwimmbadcrew,
die vor und hinter den Kulissen des Kombibades arbeitet.
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Gerne streut der Sauna-Meister ­vorab Menthol-Kristalle auf die heißen Steine der Finnischen Sauna.
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Techniker Uwe Pontius zeigt die Filter
der Luftfilteranlage unter dem Dach.
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Die Sauna vom Dach des Kombibades
aus betrachtet
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Intern werden anstehende Arbeiten
auf einer Tafel im Keller vermerkt.
Für viele Neunkircher ist „Die Lakai“ mit ihrem Frei- und Hallenbad, sowie dem Sauna-Bereich ein beliebtes Freizeitziel. Auch von Schulen und Vereinen wird das Bad fleißig genutzt. Doch Vieles, was den Besuchern einen angenehmen Aufenthalt beschert, findet im Verborgenen statt. Kaum einer ist sich bewusst, wie viel Technik, Organisation und Arbeitsaufwand hinter dem Kombibad steckt. Um Ihnen einen kleinen Eindruck davon zu gewähren, blickten wir für Sie hinter die Kulissen.

Zu Beginn kurz ein paar Zahlen: 132.706 Gäste besuchten 2011 das Hallenbad und 22.020 die Sauna. Im Vergleich zum Vorjahr war zumindest für Hallenbad und Sauna die Tendenz steigend. Neben fast allen Grund- und weiterführenden Schulen im Landkreis nutzen der Schwimmverein, der Tauchclub, die Behinderten Sportgruppe, die Rheuma-Liga, die DLRG Neunkirchen und Wiebelskirchen das Bad. Somit wird die Kapazität praktisch voll genutzt, erklärt der Hauptverantwortliche für „Die Lakai“, das Freibad Wiebelskirchen und Heinitz, Bäderleiter Stefan Moog. „Ironischer Weise ist durch die Verkleinerung der Fläche, im Vergleich zum ehemaligen Hallenbad, ein größerer Reinigungsaufwand notwendig geworden, so dass unser Reinigungspersonal ständig im Einsatz ist“, verrät er. Das flexible Kassensystem der Lakai habe sich bewährt und ermögliche einen sicheren und bequemen bargeldlosen Aufenthalt in Bad und Sauna, erfahren wir.
Früh morgens um 5.45 Uhr: Für die beiden Techniker des Neunkircher Kombibades, Uwe Pontius und Michael Naßhahn, hat der Arbeitstag bereits begonnen, denn lange bevor die ersten Bade- und Sauna-Gäste ankommen, muss alles perfekt funktionieren. Sie sind zwei der 24 Mitarbeiter, die hier alles am Laufen halten. In der Sommersaison sind es sogar 31, die sich um Kasse, Reinigung, Sauna, Verwaltung und so weiter kümmern.
Von der beeindruckenden, hoch modernen Technik bekommt der Besucher praktisch nichts mit. Sie füllt den gesamten Kellerbereich, das Obergeschoss und auch das Dach und wird von nur zwei Angestellten komplett geregelt. Neben den täglichen, wöchentlichen, monatlichen und jährlichen Wartungen, fallen für Uwe Pontius und Michael Naßhahn regelmäßig viele Arbeiten, wie zum Beispiel die Wasserkontrolle, Reparaturen, Nachfüllen der Chemikalien, Messung­en und vieles mehr an. Intern werden anstehende Arbeiten auf einer Tafel im Keller vermerkt. Im Wechsel befinden sich die Techniker nach Feierabend und an den Wochenenden in Rufbereitschaft. Über den Zentral-Computer erhalten sie direkt Meldung über Störungen im System, die umgehend beseitigt werden müssen. „Das ist an manchen Tagen schon bis zu vier mal pro Nacht vorgekommen“, verrät Uwe Pontius. Was machen eigentlich die Waschmaschine und der Wäschetrockner im Keller zwischen den ganzen technischen Anlagen, wundere ich mich und bekomme prompt eine Antwort: Hier werden die ganzen Fundsachen gewaschen (und das sind eine ganze Menge, denn sie füllen eine eigene Kammer kurz vor dem Ausgang). „Vieles wird gar nicht mehr abgeholt“, wundert sich Stefan Moog. Doch es muss aufbewahrt werden, falls die Besitzer es wieder haben möchten.
Das Neunkircher Kombibad ist in vielerlei Hinsicht ein umweltfreundliches Bad. Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, also eine Solar-Stromanlage, in der mittels Solarzellen ein Teil der Sonnenstrahlung in elektrische Energie umgewandelt wird, leistet 29,8 Kilowattstunden. In der Solar-Therme kann die nicht verbrauchte Energie dann gespeichert werden. Zusätzlich wird durch die Absorber-Anlage, das sind schwarze Schläuche mit geringem Durchmesser, die über einen Grossteil der Dachfläche verlaufen, Wasser erwärmt, beziehungsweise kann man hier schon von Erhitzen sprechen. Damit wird im Sommer das Freibad direkt beheizt. Ebenfalls umweltfreundlich und somit auch Kosten sparend ist die Tatsache, dass hier die Toiletten statt mit trinkbarem, mit Brauchwasser gespült werden.
In der Sauna hat heute Patrick Pfleger Dienst und bereitet den ersten Aufguss vor. Die Wahl fällt auf Eisminze. Die ätherischen Öle sind in konzentrierter Form vorhanden und müssen vom Sauna-Meister vor der Verwendung entsprechend verdünnt werden. „Welchen Aufguss ich verwende, entscheide ich nach Wetter, Publikum und Gemütslage“, sagt Patrick Pfleger. Etwas mehr Aufwand macht der so genannte Wenik-Aufguss. Dazu müssen Birkenzweige zuvor zwei Stunden lang eingeweicht werden, erklärt Pfleger. Bevor die Besucher die Sauna betreten, hat er aber noch ein paar weitere Handgriffe zu erledigen. Da wären der kleine Eimer mit Eiswürfeln an den Außenduschen, der nicht fehlen darf und das Öffnen der Saunatür zum gründlichen Durchlüften. Gerne streut der Sauna-Meister vorab Menthol-Kristalle auf die heißen Steine der Finnischen Sauna, die sich in kurzer Zeit durch die hohe Hitze auflösen und eine angenehme Frische verbreiten. Auch das Handtuch, das zum Umwirbeln der heißen Luft benutzt wird, will präpariert sein. Patrick Pfleger befeuchtet es dafür an den Kanten an und knautscht es ordentlich durch. Das soll für eine bessere Handhabung sorgen. Das war unser kleiner Einblick hinter die Kulissen der Lakai, der lange noch nicht alles beschreiben konnte. Für das Foto posierten: Reimund Moses, Claudia Legrom, Susanne Halbig, Patrick Pfleger, Cornelia Zimmer, Uwe Pontius und Stefan Moog.

Weitere interessante Informationen über Preise und Öffnungszeiten der Schwimm­bäder „Die Lakai“ und die Freibäder Wiebelskirchen und Heinitz erfahren Sie auch im Internet unter www.dielakai.neunkirchen.de.
 
ug

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