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Wir blicken für Sie hinter die Kulissen… Kinderhospizdienst Saar
 
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Janine Büchy-Noll kommt zum Spielen zu Melina Hellriegel.
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In der Musiktherapie öffnen sich
ungeahnte Wege für die Kinder.
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Sahra Lautermann (links) hat Besuch
von Beate Leonhard-Kaul.
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Die Betreuer des Kinderhospizdienstes
arbeiten ehrenamtlich.
In unserer Serie möchten wir Ihnen einmal die Möglichkeit bieten, hinter die Kulissen von verschiedenen Institutionen in Neunkirchen und Umgebung zu schauen, interessante Dinge zu erfahren und vielleicht das eine oder andere auch mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Für diese Ausgabe besuchten wir den Kinderhospizdienst Saar, eine wichtige Institution für das gesamte Saarland.

Ein sensibles Thema, die Arbeit des Kinderhospizdienstes und auch ein sehr wichtiges Thema, denn was hier von haupt- und ehrenamtlichen Helfern in den Familien mit schwerkranken Kindern an Unterstützung geleistet wird, ist eine gute Sache, vor der man einfach den Hut ziehen muss. Der Kinderhospizdienst entstand durch den Bedarf von betroffenen Familien und wurde in Kooperation mit den drei Erwachsenenhospiz St. Jakobus Saarbrücken, St. Michael Völklingen und St. Josef Neunkirchen gegründet und besteht nun schon seit dem 1. April 2006. Es wurde ein Konzept entwickelt und bei der Aktion Herzenssache eingereicht, die dem Projekt eine Anschubfinanzierung gewährleistete. Die Arbeit des Hospizdienstes wird überwiegend durch Spendengelder ­finanziert, die von Vereinen, Institutionen, Firmen und Privatpersonen fließen. Selbst Kinder und Schulklassen spenden für diese gute Sache. Hat der Kinderhospizdienst einst mit fünf zu betreuenden Kindern angefangen, stehen heute die zwei hauptamtlichen Koordinatorinnen und rund 80 ehrenamtlichen Helfer 120 Kindern und ihren Familien in ihrer schweren Zeit bei. Die Hilfe des Hospizdienstes drückt sich in vielfältiger Art und Weise aus, je nach Bedarf der Betroffenen. Wichtige Pfeiler der Versorgung ist die psychosoziale und palliativpflegerische Beratung, sowie Hilfe bei Anträgen und der Hilfsmittelversorgung. Eine Spielstunde mit dem kranken Kind kann die Eltern entlasten, eine Betreuung der Geschwisterkinder oder einfach auch nur einmal jemanden zum reden haben, den Alltag etwas erleichtern. Und auch die Trauerarbeit gehört zum Aufgabenbereich des Dienstes dazu, hier wird den Familien wertvolle Hilfestellung geleistet. Das alles sind nur einzelne Dinge, die zum Aufgabenbereich des Dienstes gehören. Die Helfer sind für alle Belange der betroffenen Familien da. Es wird auch nicht einfach so jemand zu den Familien geschickt, alle Helfer werden in Kursen gut geschult und auf ihre Aufgaben vorbereitet in 80 Stunden Theorie und 20 Stunden Praxis. Regelmäßig trifft man sich zu Supervisionen und Fallbesprechung mit den Koordinatorinnen Beate Leonhard-Kaul und Maria Eckert, die auch der Ansprechpartner für die Betroffenen ist. Eng verbunden mit dem Kinderhospizdienst ist das Kinder-Palliativteam mit der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV). Was das ist? „Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung dient dem Ziel, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen zu erhalten, zu verbessern und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod zu ermöglichen.“ (Aus dem Flyer der SAPV) Wenn die Versorgung zu Haus nicht gewährleistet ist, stehen in der Marienhausklinik Kohlhof drei Betten in der Kriseninterventionseinheit für den Kinderhospizdienst zur Verfügung und auch mit der Schmerz- und Palliativambulanz der Uniklinik Homburg arbeitet das Team um Beate Leonhard-Kaul eng zusammen. „Denn wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir etwas bewegen!“, so die Hospizfachkraft. In der Marienhausklinik findet auch wöchentlich eine Teamsitzung mit Fallbesprechung statt, um den Patienten die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. „Hier prägt uns eine sehr gute und kollegiale Zusammenarbeit!“
Patienten von Geburt an bis zum Alter von 27 Jahren sind je nach Entwicklungsstufe beim Hospizdienst versorgt. Die unterschiedlichsten Krankheitsbilder wie Muskelerkrankungen, Tumore, Stoffwechselerkrankungen oder Gendefekte und viele mehr sind hier vertreten. Doch nicht nur die Betreuung zu Hause ist ein Teil der Hospizarbeit, auch gemeinsame Aktivitäten stehen immer wieder an, wie das Sommerfest, die Weihnachtsfeier und vieles mehr. Wir durften einmal die kleine Melina Hellriegel zu Hause besuchen, die sich immer freut, wenn „ihre“ Freundin vom Kinderhospizdienst sie besucht, um mit ihr zu spielen. Eine wirkliche Freude den beiden zuzusehen und eine große Erleichterung, wie uns Manuela Hellriegel, die Mutter von Melina, erzählte. Der Kinder-Hospizdienst ist eine gute Sache, für den es sich lohnt Einsatz zu zeigen, in Form von Spenden oder vielleicht auch im Einsatz als ehrenamtlicher Helfer, die immer wieder gesucht werden.

Vielfältig sind die Aufgaben des Kinder-Hospizdienstes, nähere Informationen finden Sie unter www.kinderhospizdienst-saar.de. Gerne können Sie auch telefonisch Kontakt aufnehmen unter der Nummer 06821-9998900, oder senden Sie ein Fax 06821-99989029. Auch per E-Mail ist der Dienst zu erreichen, senden Sie ihre Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.   
 
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