Zugriffe: 1669
1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Bewertungen 0.00 (0 Abstimmungen)
Wir blicken für Sie hinter die Kulissen… Saarforst Landesbetrieb
 
wieso_01  
Mit gezielten Baumfällungen wird der Wald
ökologisch bewirtschaftet.
wieso_02

Thomas Schlick markiert

die Bäume im Staatsforst.

wieso_03
Nach dem Fällen entfernt Christian Göttel
die Äste mit der Motorsäge.
wieso_04

Leider gehört auch die Entsorgung

illegalen Mülls zu den Aufgaben.

wieso_05
Auch Bäume, die vom Borkenkäfer befallen waren,
müssen gefällt werden.
Wir alle sind froh, dass wir hier im Landkreis Neunkirchen durch unsere schönen Mischwälder wandern können. Was gibt es schöneres als durch Wald und Flur zu streifen und die Ruhe zu genießen. Durch die diversen Fernsehsendungen hat der Beruf des Försters einen romantischen Anstrich bekommen und insgeheim stellt man sich einen grün gekleideten Herrn mit Gewehr auf dem Rücken und den Schweißhund an der Leine vor. Doch die Arbeit des Forstwirtes beinhaltet viele andere Dinge zur Hege und Pflege des Waldes. Wir waren für Sie mit Revierleiter Thomas Brill im Wald unterwegs.

Unser Bundesland ist eines der waldreichsten Bundesländer mit rund 38 Prozent Waldflächenanteil und damit dieser Wald auch ökologisch gepflegt wird, sind die Forstarbeiter bei Wind und Wetter draußen vor Ort unterwegs. Die Verbesserung des Zustandes unserer Wälder gehört zu den Hauptaufgaben der naturnahen Waldwirtschaft. Selbstverständlich müssen da auch Bäume gefällt werden, natürlich nicht im Kahlschlag, sondern nach ökologischen Gesichtspunkten. Bei einem Kahlschlag würde man großflächig Bäume fällen, bevor sich ein junger Wald unter den Blättern bilden konnte, dies wird hier vermieden. Bäume werden im Staatsforst nur gezielt gefällt und vorher von Revierleiter Thomas Brill gekennzeichnet, wobei hier auch immer darauf geachtet wird, dass sich keine Nester oder Baumhöhlen darin befinden. Der Schutz der Tierwelt ist nämlich auch ein Bereich der Forstarbeit. Durch die gezielte Fällung der Bäume kann sich der Baumbestand auf natürliche Weise verjüngen, da die jungen Pflanzen dann mehr Licht und Platz haben um zu wachsen und zu gedeihen. Die Jungwaldpflege ist eine sehr wichtige Arbeit für die Wälder unserer Zukunft. Auch die Blühpflanzen wie Ginster, wilde Kirschen und ähnliches brauchen Licht und Sonne um sich im Wald entfalten zu können. Sie sind wichtige Lebensräume für viele Insekten und Schmetterlinge.
Ganz wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt ist es, dass nicht alle Flächen des Waldes bearbeitet werden. So werden die Baumkronen nicht verkauft und eine ausreichende Anzahl alter Bäume nicht „entsorgt“, sondern dürfen auf natürliche Art verrotten. Sie werden als Biotopholz belassen um den natürlichen Lauf des Waldes zu unterstützen und Lebensraum für Insekten zu bieten. Denn auch der Specht und andere Waldtiere möchten ab und zu etwas fressen. Ohne diese Biotophölzer, auch biologisches Gold genannt, würde wieder ein Lebensraum aus unseren Wäldern verschwinden.
Natürlich muss auch der Staatsforst Geld verdienen und somit wird das gefällte Holz an Industrie und Privatabnehmer verkauft. Rund 10.000 Festmeter Holz werden jährlich verkauft, davon werden zwei Drittel als Brennholz und für die Papierindustrie verwendet und ein Drittel geht in die Möbelproduktion. Nicht nur die Bediensteten des Saar Forstes sind für die Baumfällarbeiten zuständig, auch Unternehmer sind in unseren Wäldern tätig. Privatpersonen, die sich ihr gekauftes Holz im Wald abholen, finden ihr gekennzeichnetes Holz am Wegesrand, da die Arbeiten direkt im Wald zu gefährlich wären. Leider kommt es auch einmal vor, dass Diebe sich aufmachen, um die gefällten Bäume zu entwenden, erzählt uns Revierleiter Thomas Brill. „Da kann es schon vorkommen, dass ganze Wagenladungen fehlen!“
Doch nicht nur der Erhalt des Baumbestandes gehört zu den Aufgaben der Forstwirte, auch die Wegepflege und die Müllentsorgung gehören dazu. Und es ist nicht wenig Müll, der in unseren Wäldern entsorgt wird. Wir alle haben eine Verantwortung für unseren Wald und sollten ihn nicht als Müllabladeplatz missbrauchen, damit auch unsere Kinder und Enkel in den Genuss kommen durch einen schönen Wald zu spazieren.
Der Beruf des Forstwirtes ist mit Sicherheit ein schöner Beruf, wenn man die Natur liebt. Klar ist er anstrengend, dafür ist man an der frischen Luft und kann mit seinem Team etwas bewegen. Man arbeitet aktiv für die Umwelt, kann gemeinsam Dinge gestalten und selbstständig arbeiten. Vielleicht gehen Sie das nächste Mal etwas aufmerksamer durch unseren heimischen Wald und schauen sich um, was denn die fleißigen Forstwirte für den Erhalt des Lebensraumes Wald tun.

Nähere Infos über unseren Wald und die Arbeit des Staatsforstes finden Sie auf der Homepage des Ministeriums für Umwelt, Energie und Verkehr unter www.umwelt.saarland.de oder unter www.saarforst.de.
 
ot

Kommentar schreiben

Kommentar-Regeln

Es versteht sich, dass Beiträge mit sittenwidrigem oder rechtswidrigem Inhalt auf unserem Server nicht geduldet werden.
Sie verpflichten sich, keine Beiträge zu veröffentlichen, die gegen geltendes deutsches Recht verstoßen.
Wir erwarten, dass Sie einen höflichen und sachlichen Ton wählen.
In Kommentaren ist Lob ebenso willkommen wie scharfe, sachbezogene Kritik. Alle Kommentare von Schmähkritik werden jedoch nicht akzeptiert. Ebenso tolerieren wir keine Angriffe auf Personen in herabsetzender Form.
Weiterhin unerwünscht sind anstößige Bemerkungen, Fäkalsprache, sexistische Begriffe, rassistische Inhalte oder Anstoß erregende Formulierungen.
Eine anonyme Kommentierung wird von uns nicht veröffentlicht, stehen Sie zu dem was Sie meinen.

Wir behalten uns vor, Ihren Zugang zeitweilig oder auf Dauer zu sperren, wenn Sie die Regeln missachten.

Ihr Team vom Stadtmagazin "es Heftche"®


Sicherheitscode
Aktualisieren