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Wir blicken für Sie hinter die Kulissen… der Feuerwehr Neunkirchen
 
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Michael Breuer (links) und Rainer Mathias
besprechen die Einsatzpläne.
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Feuerwehrmann Sascha Müller
reinigt die Atemschutzmasken,
damit sie einsatzbereit sind.
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Der Fuhrpark der Neunkircher Feuerwehr
ist sehr gut ausgestattet.
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Früher wurden die Schläuche
von Hand geschrubbt,
heute hat man dafür eine Waschanlage.
Was würden wir nur tun, wenn wir unsere Freiwillige Feuerwehr nicht hätten? Die Männer und Frauen, die sich für uns in Gefahr begeben, im Notfall für uns da sind, leisten jährlich über 300 Einsätze im gesamten Stadtgebiet. Für diese Folge unserer Serie „Wieso, Weshalb, Warum überhaupt“ haben wir die Neunkircher Feuer- und Rettungswache in der Friedensstraße besucht.

Fast jeder der Neunkircher Stadtteile verfügt über seinen eigenen Löschbezirk der Freiwilligen Feuerwehr. Insgesamt sind, laut Stand vom 15. November 2011, 312 aktive Feuerwehrfrauen- und männer für unsere ­Sicherheit unterwegs. Selbst kleinere Ortsteile wie Sinnerthal und Ludwigsthal haben eigene Feuerwehrgerätehäuser, in denen sich die Angehörigen der Feuerwehr regelmäßig zur Aus- und Fortbildung in der Brandbekämpfung treffen. Der Feuerwache in der Innenstadt ist darüber hinaus noch eine Rettungswache angegliedert. Die Räumlichkeiten der Rettungswache in der Friedensstraße teilt sich die Feuerwehr mit den Rettungskräften des ASB.
Die Beschäftigten der Feuer- und Rettungswache der Stadt Neunkirchen haben neben ihrem Beruf als Rettungsassistent noch einen handwerklichen Beruf erlernt und gehören der Freiwilligen Feuerwehr an. Handwerkliche Kenntnisse sind besonders wichtig, da auch diese Fähigkeiten bei einem Einsatz oder den notwendigen Arbeiten in der Feuerwache gefragt sind. Sie werden turnusmäßig im Wechsel im Rettungsdienst oder im Feuerwehrdienst eingesetzt.
Bei einem Einsatz des Rettungsdienstes rücken im Rendez-vous-System immer zwei Fahrzeuge gleichzeitig aus: Das Notarzteinsatzfahrzeug und ein Rettungswagen. Sie treffen sich dann am Einsatzort. Dabei ist der Rettungswagen immer mit zwei Rettungsassistenten besetzt, einer fungiert als Fahrer und der zweite ist dann die Begleitperson, die den Notarzt unterstützt. Der ­Rettungswagen ist bei der Feuer- und Rettungswache stationiert, der Notarztwagen beim jeweiligen diensthabenden Krankenhaus. Auch hier fährt ein Rettungsassistent den Wagen. In Neunkirchen fahren die Männer der Rettung pro Fahrzeug etwa sieben Einsätze in 24 Stunden. Die Einsätze werden zentral von der Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg geleitet und von dort im Einsatzfall immer der nächste freie Rettungswagen alarmiert.
Die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen mit all ihren Löschbezirken ist sehr gut besetzt, in den kleineren Orten, wie Sinnerthal und Ludwigsthal ist die Mannschaft natürlich nicht so groß wie zum Beispiel in der Innenstadt oder in Wellesweiler. Der Leiter der Feuerwache Neunkirchen, Michael Breuer erklärt: „Die großen Industriegebiete in Wellesweiler haben doch ein größeres Spektrum an Einsätzen wie ein kleiner Ort ohne Industrie, in dem es nicht so viel Gefährdungspotenzial gibt.“ Im Jahr 2011 konnte die Neunkircher Feuerwehr insgesamt 25 Personen aus Gefahrensituationen retten. Die Einsätze der Feuerwehren sind unterschiedlichster Art, oftmals werden die Retter zu Kleinbränden gerufen, wie Containerbrände oder ähnliches. Großbrände gibt es zum Glück nicht so oft in unserer Stadt. Selbstverständlich helfen sich die Wehren auch untereinander. Neben Brandeinsätzen ist die Feuerwehr auch bei Verkehrsunfällen, Wohnungsöffnungen, Menschen- und Tierrettung im Einsatz. Im Jahr 2011 gab es zwölf Einsätze bei der Tierrettung. Rainer Mathias, der für die Feuerwehr zuständige Abteilungsleiter bei der Kreisstadt Neunkirchen, erzählt uns eine Begebenheit aus früheren Jahren: „Wir bekamen eine Rufmeldung aus der Steinwaldstraße in Neunkirchen. „Fuchs auf dem Schornstein“, da war guter Rat teuer. Tatsächlich war am Einsatzort ein Fuchs auf einem hohen Schornstein zu sehen. Mit viel Personal, dem Direktor des Zoos nebst Mitarbeiter und technischem Aufwand, hatte es die Feuerwehr an diesem schwierigen Standort und nach geraumer Zeit endlich geschafft zum Schornstein zu gelangen. Doch oben angekommen, war der Fuchs entschwunden.“ Manchmal gibt es halt auch Anlass zum Lächeln. Auch bei Wasserrohrbrüchen und Hochwasser ist unsere Feuerwehr für die Bürger im Einsatz. Rettungen müssen geübt sein und so finden in den Löschbezirken auch regelmäßig Übungen statt, damit wir uns auf unsere Wehr verlassen können. Die Neunkircher Feuerwehr ist sehr gut ausgestattet, der Fuhrpark ist für alle Eventualitäten gerüstet und die Männer und Frauen sind schon ein besonderer Menschenschlag, der unsere Hochachtung verdient hat, denn sein Leben für andere einsetzen, das ist nicht selbstverständlich.

Nähere Infos über die Feuerwehr des Landkreises Neunkirchen erhalten Sie unter www.kfv-neunkirchen.de. Suchen Sie eine sinnvolle Tätigkeit in ­Ihrer Freizeit? Dann schauen Sie doch einmal herein bei Ihrer Freiwilligen Feuerwehr in Ihrem Ort.
 
ot

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