Zugriffe: 2467
1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Bewertungen 0.00 (0 Abstimmungen)
Wir blicken für Sie hinter die Kulissen... des Kraftwerks Bexbach Anzeige
 
wieso_01  
Das Kraftwerk in Bexbach ist seit 1983 in Betrieb.
Foto: STEAG Power Saar GmbH
wieso_02
In der Schaltzentrale werden alle Vorgänge
im Kraftwerk überwacht.
wieso_03
Die Augen von Ralf Sprunck, Praktikant
Daniel Nieder und Matthias Ganz (von links)
sind auf die Bildschirme gerichtet.
wieso_04
Im Informationszentrum kann man
alles über das Kraftwerk und
seine Funktionsweise erfahren.
wieso_05
Günter Leger, Gesamtschwerbehinderten­vertreter
von STEAG Power Saar,
zeigt das Modell des Kraftwerkes
mit der einst geplanten Erweiterung.
wieso_06
In den großen Kohlemühlen wird die Kohle
zur Verbrennung vorbereitet.
 
Für diese Serie blicken wir für Sie ­hinter die Kulissen großer Institutionen. Wir alle benötigen im täglichen Leben Strom. Doch wo kommt er her und wo wird unser Strom erzeugt? Dieser Frage sind wir einmal nachgegangen und haben das Kraftwerk in Bexbach besucht.

Schon von der Ferne sieht man den großen Kamin und den Kühlturm des Kohlekraftwerks Bexbach über die Landschaft ragen. Wie groß das Betriebsgelände ist, sieht man allerdings erst, wenn man es betritt. Betreiber des Kraftwerkes ist die STEAG Power Saar GmbH mit Sitz in Saarbrücken. Der Hauptanteilseigner am Kraftwerk ist die EnBW Kraftwerke AG.
Schon seit 1953 wird in Bexbach Strom erzeugt. Mit dem Bau des heutigen Kohlekraftwerks, der 1980 begann und 1983 mit der Inbetriebnahme des Kraftwerks endete, startete eine neue Ära in der Stromerzeugung am Standort. Mit einer Bruttoleistung von 780 Megawatt ist das Steinkohlekraftwerk Bexbach das leistungsstärkste Kraftwerk an der Saar. Der dort erzeugte Strom wird in das Höchstspannungsnetz von Amprion eingespeist.
Doch wie wird der Strom erzeugt? Kurz gesagt wird die Steinkohle, die heute leider nicht mehr aus dem Saarland kommt, sondern importiert wird, in Strom umgewandelt. Von ihrem Lagerplatz aus wird die Kohle vollautomatisch über die Bekohlungsanlage zu den Kohlemühlen befördert, wo sie gemahlen, getrocknet und anschließend in den Kessel geblasen wird. Durch die Verbrennung der Kohle und der dadurch entstehenden Wärme wird Wasser erhitzt. Der Dampf treibt dann eine Turbine an, das nennt man mechanische Energie. Der angeschlossene Generator wandelt diese Energie dann in Strom um. Natürlich fallen bei der Verbrennung der Kohle auch Reststoffe und Rauchgase an. Die Rauchgase werden in den Rauchgasreinigungsanlagen entstickt, entstaubt und entschwefelt. Übrig bleiben Filterasche und Gips, beides wird einer Wiederverwertung zugeführt. Auch das anfallende Wasser unterliegt einer steten Kontrolle des Umweltamtes, wie alle Vorgänge im Kohlekraftwerk. Umweltschutz wird bei den Betreibern sehr groß geschrieben, denn wir ­haben nur diese eine Welt. Das Wasser zur Kühlung bezieht das Kraftwerk aus der Blies. Aus dem Stausee in Nonnweiler wird dort Wasser eingespeist, um den Pegel in der Blies möglichst konstant zu halten. Ein ­großer Teil wird nach der Reinigung auch ­wieder der Blies zugeführt, hier werden die Umweltschutzkontrollen stets genauestens durchgeführt.
Im Kraftwerk Bexbach wird Sicherheit sehr groß geschrieben, so verfügt das Werk über eine bestens ausgerüstete Feuerwehrstation, einen eigenen Sicherheitsbeauftragten und einen Werksschutz. In Bexbach arbeiten etwa 145 Mitarbeiter, die rund um die Uhr im Einsatz sind. Pro Schicht werden zehn bis 14 Fachleute eingesetzt, die den ganzen Betrieb im Auge behalten. In der großen Warte werden alle Vorgänge via Bildschirm überwacht und die geringste Störung angezeigt. So kann immer sofort reagiert werden, um einem eventuellen Ausfall entgegen zu wirken.
Das Kraftwerk Bexbach bildet in verschiedenen Berufen aus. Praktikanten der Schulen oder Universitäten können sich gerne um einen Platz hier bewerben. Auch Besucherführungen durch das Kraftwerk sind möglich. Gerne können sich Vereine, Schulklassen oder Institutionen melden um eine Führung zu vereinbaren. Einen besonderen Service können Schulen nutzen: In Vorbereitung auf die Besichtigungen erläutern Mitarbeiter moderne Kraftwerkstechnik zum Beispiel im Physik- oder Technologieunterricht.
Die Tierwelt fühlt sich wohl am Kraftwerk, so sind auf dem Kesselhaus des Kraftwerkes Wanderfalken beheimatet, die sich sichtlich wohl fühlen in ihrem Zuhause. Bereits seit 1993 „wohnen“ Wanderfalken am Kraftwerk und seit dieser Zeit haben schon mehr als 20 Jungvögel von dort ihren Flug in die Welt gestartet. Strom brauchen wir alle und der muss erzeugt werden. Das Kraftwerk Bexbach und seine Betreiber stehen für eine sichere und umweltgerechte Erzeugung des Stroms und ermöglichen Ihnen auch gerne einen Einblick in die Arbeit vor Ort.

Informationen über das Kraftwerk Bexbach in der Grubenstraße in 66450 Bexbach und die STEAG Power Saar GmbH in der Trierer Straße 4 in 66111 Saarbrücken finden Sie im Internet unter www.steag-powersaar.com.
 
ot

Kommentar schreiben

Kommentar-Regeln

Es versteht sich, dass Beiträge mit sittenwidrigem oder rechtswidrigem Inhalt auf unserem Server nicht geduldet werden.
Sie verpflichten sich, keine Beiträge zu veröffentlichen, die gegen geltendes deutsches Recht verstoßen.
Wir erwarten, dass Sie einen höflichen und sachlichen Ton wählen.
In Kommentaren ist Lob ebenso willkommen wie scharfe, sachbezogene Kritik. Alle Kommentare von Schmähkritik werden jedoch nicht akzeptiert. Ebenso tolerieren wir keine Angriffe auf Personen in herabsetzender Form.
Weiterhin unerwünscht sind anstößige Bemerkungen, Fäkalsprache, sexistische Begriffe, rassistische Inhalte oder Anstoß erregende Formulierungen.
Eine anonyme Kommentierung wird von uns nicht veröffentlicht, stehen Sie zu dem was Sie meinen.

Wir behalten uns vor, Ihren Zugang zeitweilig oder auf Dauer zu sperren, wenn Sie die Regeln missachten.

Ihr Team vom Stadtmagazin "es Heftche"®


Sicherheitscode
Aktualisieren