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Wir besuchen die Bundespolizeiinspektion in Bexbach
 
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Eine solche Ausrüstung benötigt man bei der Bundespolizei: Peter Fuchs, Michael Timpen,

Dieter Schwan und Peter Schnur (von links)

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In der Leitstelle, dem „Herzen der Dienststelle“

werden die Einsätze koordiniert:

Polizei­oberkommissar Dieter Schwan,

Polizeidirektor Peter Fuchs und Peter Heckmann

(von links)

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Sprengstoffsuchhund Frisca sucht mit
Polizeihauptmeisterin Corinna Miaris
nach einem verdächtigen Gepäckstück.
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Polizeioberkommissar Peter Schnur zeigt uns wie man Ausweise auf ihre Echtheit überprüft.
 
In unserer Serie blicken wir für Sie hinter die Kulissen von großen Firmen und verschiedenen Institutionen in unserem Verbreitungsgebiet. Für diese Ausgabe besuchten wir die Bundespolizei im Saarland, deren Inspektion auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände, dem Saarpfalz-Park in Bexbach, beheimatet ist.

Mit der Aufstellung des Bundesgrenzschutzes 1951 konnte die Arbeit zum Schutz der Grenzen beginnen, im Laufe der Zeit änderten sich nicht nur die Aufgaben, sondern auch der Name dieser wichtigen Institution. Mit dem Schengener Abkommen 1985, der Wiedervereinigung 1990 und der Übernahme der Bahnpolizei und der Luftsicherheit wurden die neuen Aufgabenbereiche übernommen und 2005 folgte die Namensän­derung von dem Bundesgrenzschutz zur Bundespolizei. Im Jahr 2008 wurde diese dann neu organisiert. Peter Fuchs, Polizeidirektor, leitet seit 2005 zunächst das Bun­despolizeiamt, mit der Umbenennung in die Bundespolizeiinspektion 2008 ist er nun verantwortlich für die 295 Polizeivollzugs­beamte der Inspektion.
Die Bundespolizei im Saarland untersteht der Bundespolizeidirektion Koblenz. Die Bundespolizeiinspektion Bexbach ist eine der wenigen Inspektionen, die alle drei Kernaufgaben der Bundespolizei wahrnimmt. Dies sind im Einzelnen: Grenzpolizei, Bahnpolizei und Luftsicherheit. Die grenzpolizeilichen Aufgaben werden in einer Tiefe von 30 Kilometern parallel zur Grenze auf einer Länge mit 160 Kilometer zu Frankreich und rund zehn Kilometer zu Luxemburg wahrgenommen. Vorwiegend sind die Beamten in der intelligenten Fahndungsarbeit tätig. Dies geht von der illegalen Einreise über die polizeiliche Überwachung der Grenzen, die Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs bis zur Abwehr von Gefahren, die die Sicherheit der Grenzen beeinträchtigen. Im Jahr 2012 konnte die Bundespolizeiinspektion Bexbach 1751 Fahndungserfolge erzielen und 745 unerlaubte Einreisen aufdecken. Die illegale Einreise findet mittlerweile mit grenzüberschreitenden Zügen aus Paris statt. In enger Zusammenarbeit mit den französischen Kollegen werden seit drei Jahren deutsch-französische Bahnstreifen bis nach Paris eingesetzt.
Doch nicht nur die Kontrollen von Personen obliegen der Bundespolizei. Die bahnpolizeilichen Aufgaben beinhalten auch die An-und Abreise von gewaltbereiten Fußballfans, die Kriminalitätsbekämpfung bei beispielsweise Metalldiebstählen oder Sachbeschädigungen auf Bahngeländen. Der Einsatz ist gefragt bei Bahnunfällen und eine ganz wichtige Angelegenheit ist die Präventionsarbeit. „Bahnanlagen sind keine Spielplätze“, betont Polizeidirektor Peter Fuchs. Der Einsatzraum im Saarland beträgt 415 Kilometer Streckenlänge und 85 Verkehrsstationen. Auch bei Demonstrationen wird die Hilfe der Bundespolizei gebraucht. Nicht unerwähnt und ebenso wichtig sind die Aufgaben im Bereich der Luftsicherheit, die die Bun­despolizeiinspektion Bexbach auf dem Flughafen in Ensheim wahrnimmt.
Der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Bexbach führt komplexe Ermittlungsverfahren durch, so zum Bespiel banden- und gewerbsmäßige Tatbegehung, stark organisierte/planmäßige Begehung von Straftaten und die Relevanz der Ermittlungen für Politik, Medien und Öffentlichkeit. Die mobile Fahndungseinheit, unterstützt den Ermittlungsdienst durch besondere verdeckte Maßnahmen, sowohl präventiv, also vorbeugend, wie auch repressiv.
Der kriminaltechnische Dienst ist, wie der Name schon erklärt, für die kriminaltechnischen Untersuchungen zuständig, hierzu gehört die Urkundenprüfung, wie die Passkontrolle bei der Vermutung einen gefälschten Ausweis vor sich zu haben, sowie die erkennungsdienstlichen Merkmale, wie zum Beispiel Fingerabdrücke und ähnliches zu überprüfen. Die Kriminaltechnik bietet ein breites Spektrum an interessanten Arbeitsgebieten, wie die Ermittlung von Straftaten und Auswertung der Beweismittel.
Die Bundespolizei arbeitet eng mit der Landespolizei, der Feuerwehr, THW und auch internationalen Stellen zusammen. In regelmäßigen Treffen wird sich ausgetauscht und so die gemeinsame Zusammenarbeit optimiert. In der Drei-M-Kooperation, lokal im Dreiländereck Frankreich-Luxemburg-Deutschland, findet eine monatliche Besprechung statt.

Die Bundespolizei ist ein wichtiger Aspekt für unser aller Sicherheit und dies nicht nur in akuten Situationen, sondern auch und vor allem in der sehr wichtigen Präventivarbeit. Nähere Informationen finden Sie im Internet unter www.bundespolizei.de.   
 
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