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Wir blicken hinter die Kulissen… des DRK Neunkirchen
 
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Von hier gibt es viel mehr als erste Hilfe: das DRK-Heim in der Neunkircher Schlossstraße
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Fahrzeuge werden auch gebraucht
für die vielfältigen Aufgaben der Rot Kreuzler.
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Hier laufen alle Fäden zusammen:
Horst Eckel (1. Vorsitzender) im Büro des DRK-Heimes
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Blutspendetermine sind sehr wichtig für alle!
Foto: Blutspendedienst
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Aus dem Jahre 1926:
die Sanitätskollone bei der Übung.
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Ein kleiner Ausschnitt aus
dem Angebot des DRK-Sparlädchens
 
Man kennt sie und man kennt sie doch nicht. Gemeint sind die Helfer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), die eigentlich immer zur Stelle sind, wenn sie gebraucht werden – sei es auf den Sportplätzen, bei Dorf- und Stadtfesten oder anderen Großveranstaltungen.

Das DRK ist vor Ort, ebenso bei größeren Feuerwehreinsätzen und bei allen anderen großen Hilfseinsätzen. Doch was steckt an Engagement dahinter, was machen die Helferinnen und Helfer noch alles? Eine ganze Menge: vom Blutspendedienst über Altenbetreuung, Selbsthilfegruppen bis hin zur Einrichtung für Bedürftige. Das DRK ist für andere da und leistet sehr viel im sozialen Bereich. Um dies einmal zu verdeutlichen, haben wir uns beim Neunkircher Ortsverein des Deutschen Roten Kreuz, der am 29. September 2013 sein 110-jähriges Jubiläum feiert, einmal umgeschaut.
Mehr als ein Jahrhundert, dies ist schon eine lange Zeit, auch für eine Hilfsorganisation. Das DRK Neunkirchen trat wohl erstmals so richtig ins Bewusstsein der Neunkircher Bürger bei der großen Gasometerexplosion im Jahr 1933. Kurz nach 18.00 Uhr explodierte der 72 Meter hohe Gasometer. Das Unglück forderte 68 Tote und etwa 190 Verletzte. Eine Sanitätskolonne des Roten Kreuzes hatte an diesem Tag einen Schulungsabend in der Nähe des Unglücks und war so bereits acht Minuten später mit 50 Mann am Unglücksort. Ohne diese schnelle Hilfe wäre es wahrscheinlich noch schlimmer ausgegangen. Heute sind die Einsätze im Allgemeinen weniger dramatisch, aber bei Sportfesten, den Heimspielen der Neunkircher Borussia oder beim Stadtfest sind die DRK-Helfer nicht wegzudenken und immer zur Stelle, wenn sie gebraucht werden.
Horst Eckel, der erste Vorsitzende des Neunkircher Ortsvereines – übrigens ist er erst der sechste, der dieses Amt in der 110-jährigen Geschichte begleitet – gab uns eine exklusive Führung durch die Räumlichkeiten und die weitläufigen Liegenschaften in der Schlossstraße, wo das DRK Neunkirchen seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts in der ehemaligen „Bergmannsschule“ seine Heimstatt gefunden hat.
„Es ist schon fast eine Mammutaufgabe, die Gebäude und das Gelände in Ordnung und gutem Zustand zu halten“, so der Hausherr bei einem Rundgang. „Auch hier geht ohne unsere engagierten Mitglieder nichts und eine Vielzahl von ehrenamtlichen Arbeitsstunden ist dazu notwendig!“ Besonders dann, wenn man bedenkt, dass vor zwei Jahren ein Großbrand, verursacht durch Brandstiftung, einen großen Teil der Gebäude zerstörte. „Damals habe auch ich gezweifelt, ob wir dass wieder schaffen. Aber durch den Einsatz unserer Mitglieder, Aktiven und zahlreicher Gönner und Förderer konnten wir auch dies meistern und darauf bin ich schon ein wenig stolz! Und auch darauf, dass der so genannte tägliche Betrieb bereits nach wenigen Tagen wieder aufgenommen werden konnte“, so Horst Eckel, der weiter von den vielfältigen Tätigkeitsfeldern des Neunkircher DRK erzählt.
Da wären die regelmäßigen Blutspendetermine im DRK-Gebäude und auch schon mal, gemeinsam mit der Blutspendezentrale West aus Bad Kreuznach, auf dem Neunkircher Stummplatz. Denn Blutspenden ist und bleibt ein wichtiges Anliegen des DRK in seiner Gesamtheit. Wussten sie zum Beispiel, dass bundesweit täglich 15.000 Blutspenden benötigt werden? Gerade bei uns im Saarland herrscht zurzeit ein besonderer Mangel an Blutkonserven. Davon betroffen sind die Blutgruppen 0 Rhesus negativ und A Rhesus negativ, wie das Blutspende-Bündnis Saarland aus Gesundheitsministerium und Blutspendediensten mitteilte. Ein Grund mehr für die Aktiven des DRK Neunkirchen sich hier besonders ins Zeug zu legen, denn heute oder morgen kann es jeden von uns treffen. Übrigens: Der nächste Blutspendetermin im DRK-Heim in der Schlossstraße ist am 24. September 2013. Das Team der ehrenamtlichen Helfer freut sich auch hier auf reges Erscheinen!
Neben den regelmäßigen Gruppen- und Ausbildungsstunden der rund 40 aktiven Mitglieder des Ortsvereines stehen die Räumlichkeiten verschiedenen Selbsthilfegruppen zur Verfügung. Hier wird tätige Hilfe zur Selbsthilfe geboten, Vorträge von Experten gehalten und praktische Hilfe vermittelt. Kurzum: Niemand wird alleine gelassen und bekommt die Hilfe, die notwendig ist. Ebenfalls ein Leitgedanke des Deutschen Roten Kreuzes, sei es in der Apoplex-Gruppe, die sich der Menschen annimmt, die einen Schlaganfall erlitten haben, oder der MS (Multiple Sklerose)-Gruppe oder seit neustem dem Deutschen Schwerhörigenbund, Alle haben einen Ort im DRK-Heim, wo Betroffene Rat und Hilfe bekommen.
Zu einem Aktivposten hat sich im Verlauf der letzten Jahre das DRK-„Sparlädchen“ entwickelt. „Angefangen hat dies alles einmal als „Kleiderkammer“ wo Bedürftige sich mit gespendeten Kleidern eindecken konnten“, so der DRK-Vorsitzende Horst Eckel, „im Laufe der Zeit hat sich unser Angebot aber um ein Vielfaches erweitert, so dass wir den Namen „Sparlädchen“ ins Spiel brachten.“ Es ist mehr als erstaunlich, was alles im Sortiment ist und wenn man die Zahlen dazu hört. Das Angebot reicht von Damen-, Kinder- und Herrenbekleidung über Schuhe, Elektroartikel bis hin zu Kleinmöbeln. Eben all dass, was die Bürger spenden und in der Schlossstraße beim DRK vorbei bringen. Nach Absprache können auch größere Mengen von den ehrenamtlichen Helfern bei den Spendern abgeholt werden. Alles wird sortiert, begutachtet und kommt dann im „Sparlädchen“ wieder zum Verkauf und dies zu Preisen von 50 Cent bis zu 2,50 Euro für Kleider und Schuhe. Kleinmöbel kosten je nach Zustand etwas mehr. All dies gibt es für den häuslichen Bedarf und wird an sozial Benachteiligte abgegeben. Unter der Egide von Elfriede Haßtenteufel und Alice Willie, zwei sehr engagierte Hausfrauen im Dienste der guten Sache, ist das „Sparlädchen“ täglich von 9.00 bis 14.00 Uhr und freitags zusätzlich in der Zeit von 19.00 bis 20.00 Uhr geöffnet.

Nähere Infos über alle Aktivitäten des Neunkircher Ortsvereines des Deutschen Roten Kreuzes gibt es im Internet unter www.drk-ov-neunkirchen.de oder telefonisch unter der Rufnummer 06821-88000 oder direkt vor Ort in der Schlossstraße 50-52. Die Helferinnen und Helfer des DRK freuen sich über jeden Besuch, auch und vor allem an den Feierlichkeiten zum 110. Jubiläum am 29. September 2013 in der Zeit von 9.00 bis 18.00 Uhr.
 
rs

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