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Blick hinter die Kulissen... des Landesbetrieb für Straßenbau
 
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Hier residiert der Landesbetrieb
für Straßenbau.
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Klaus Kosok stand uns Rede und Antwort und informierte über die vielfältigen Aufgaben.
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Alle Arbeiten werden auf großen Schautafeln dokumentiert.
 
Wissen Sie, wo die Lindenallee 2a ist und vor allem was dort ist? Selbst alt eingesessene Neunkircher Bürger kommen bei dieser Frage schnell ins Grübeln. Dafür sind die Antworten umso interessanter. Das Gebäude ist von weitem sichtbar und im Kreuzungs­bereich der Lindenallee und der Königsbahnstraße gelegen und diente früher als Hauptverwaltung des Neunkircher Eisenwerks.

Und genau von diesem Ort aus wird der gesamte Straßenbau im Saarland geplant und überwacht, der Winterdienst organisiert und für die Unterhaltung und Instandsetzung dieser Straßen gesorgt.
Wir haben uns mal auf den Weg gemacht und wollten es genau wissen, wie das so geht und fanden in Klaus Kosok, Büroleiter des Direktors und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, den kompetenten Ansprechpartner. Hier einmal einige beeindruckende Zahlen zum saarländischen Verkehrswegenetz. Es umfasst mehr als 2.000 Kilometer Straße, 1.000 Kilometer Geh- und Radwege, 1.300 Bauwerke und mehr als 100 Lärmschutzwände oder Lärmschutzwälle. Wohlgemerkt nur im Bereich des Landesbetrieb für Straßenbau (LfS), zu dem die Autobahnen, die Bundesstraßen und die Landstraßen gehören. Dazu kommen noch die ganzen Kreis- und städtischen Straßen und Wege. Mit seinen acht Außenstellen (sechs Straßen- und Autobahnmeistereien und zwei Straßenmeistereien) ist der LfS insbesondere zuständig für die Planung, den Neubau und Umbau von Bundesfernstraßen (Bundesautobahnen und Bundesstraßen mit Ortsdurchfahrten) sowie Landstraßen. Außerdem gehört die Unterhaltung und Instandsetzung dieser Straßen zu seinen Hauptaufgaben. Hierzu zählen auch die Straßenausstattung wie beispielsweise Wegweisungen, Fahrbahnmarkierungen, Lichtsignalanlagen und Schutzplanken.
Eine ganze Menge an Arbeit also, die von der LfS-Zentrale in Neunkirchen aus gesteuert wird. Was jedem Verkehrsteilnehmer, insbesondere den Autofahrern natürlich direkt ins Auge fällt, das sind als erstes die Baustellen. Da wird oft erst einmal geschimpft, was das Zeug hält. „Müssen „Die“ hier schon wieder alles aufreisen!“ Ja, ich gebe es zu, auch ich gehöre hin und wieder zu denen, zumindest im ersten Augenblick. Notwendig ist es allemal und wenn wir alle mal ehrlich zu uns selbst sind, dann können wir bei entsprechender Information unsere täglichen Fahrten auch so planen, dass sich die Behinderungen erträglich gestalten lassen. Aber wie ist es doch so bequem immer dem gleichen Trott, sprich den bekannten Pfaden zu folgen. So, das musste in diesem Zusammenhang mal gesagt werden.
Die Damen und Herren des LfS tun jedenfalls ihr möglichstes um beispielsweise bei Autobahnbaustellen frühzeitig und umfassend zu informieren. Dies geschieht über alle Medien, Fernsehen, Radio und Tageszeitungen und die hervorragend gestaltete Internetseite, die immer auf dem neusten Stand ist. Hier wird detailliert über alle Maßnahmen informiert und es werden die passenden Empfehlungen gegeben. Hier ist auch die jeweilige Verkehrslage zu ersehen, die ständig aktualisiert wird. Wir sind in unserem Land ja in der glücklichen Lage, gerade auf unseren Autobahnen größeren Baumaßnamen auszuweichen. Schließlich haben wir im Saarland, bundesweit gesehen, die größte Dichte der Anschlussstellen!
Viele Mitbürger beschweren sich oft über die Dauer von Baumaßnamen auf den Fern- und Landstraßen. Manchmal sind dies nicht vorhersehbare Probleme, die auftreten können, oder es müssen zum Beispiel Arbeiten an Brückenbauwerken im Inneren von diesen durchgeführt werden. Will heißen, da ist eine Brücke gesperrt und keiner arbeitet, so sieht es aber nur aus. In Wirklichkeit wird unter dem Bauwerk oder gar in ihm gearbeitet. Das sieht zwar niemand, aber es ist sehr wichtig und erfordert viel Zeit.
Oder nehmen wir mal den Winterdienst. Auch hierzu mal einige Fakten, die verdeutlichen, was alles dazu gehört. Dieser Herausforderung stellen sich saarlandweit rund 200 Mitarbeiter/innen der Straßen- und Autobahnmeistereien Sulzbach, Theeltal, Dillingen, Merzig, Limbach, Rohrbach und der Straßenmeistereien St. Wendel und Lebach. Sie nehmen auf rund 240 Kilometer Autobahnen, 295 Kilometer Bundesstraßen und 1.433 Kilometer Landstraßen mit ihren 51 winterdiensttauglichen Fahrzeugen den Kampf gegen die Naturgewalten auf. Zur Unterstützung können sie dabei auf 40 Fahrzeuge privater Unternehmen zurückgreifen. In 23 Streuguthallen und 23 Sole-Tankstellen, die über das ganze Land verteilt sind, lagern bis zu 20.000 Tonnen Streusalz und rund 1,55 Millionen Liter Salzlösung. Als Streusalz wird Natriumchlorid gestreut, also das „Kochsalz“, das auch in der Küche für Speisen verwendet wird. Gestreut wird dies als so genanntes „Feuchtsalz“. Das heißt, dass das trockene Streusalz vor dem Streuen mit der Salzlösung angefeuchtet wird. Das ermöglicht eine gezieltere Ausbringung kleinerer Mengen, eine schnellere und bessere Wirkung bei geringeren Mengen. Aber auch mit vereinten Kräften lässt es sich manchmal nicht vermeiden, dass es bei starkem Schneefall oder plötzlicher Glätte zu Verkehrsbehinderungen kommt. Die Früherkennung der Wetterentwicklung spielt daher eine große Rolle. Hierzu wird eng mit dem Deutschen Wetterdienst zusammen gearbeitet, und die Mitarbeiter der Straßenmeistereien sind ab einer gewissen Temperatur- und Wetterentwicklung immer in Bereitschaft und führen Inspektionen der Fahrbahnen durch, neben den technischen Hilfen, die von festen Messstellen im ganzen Land kommen.
Es sind also jede Menge Aufgaben, die das Landesamt für Straßenbau in Neunkirchen zu bewältigen hat und zum Wohle aller durchführt. Daher: Nicht immer auf „Die“ schimpfen, wenn es mal stockt und die gewohnten Pfade mal kurzfristig verlassen werden müssen.
Denn alle Mitarbeiter des LfS sind auch Pendler, die täglich zu ihrem Arbeitsplatz und nach Hause fahren – wie alle anderen natürlich auch!

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Landesbetrieb für Straßen­bau unter www.saarland.de.
 
rs

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