Der Prophet im eigenen Land

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... oder: „Was zählt Kultur?“
 
Zugegeben die Vertreter öffentlicher Ämter haben es schwer. Gerade in den Sommermonaten sind sie besonders gefordert. Da gibt es jede Menge Feste und Verpflichtungen, bei denen sie präsent sein müssen, sollen oder wollen. Und dass nicht alle immer und überall präsent sind, ist wirklich zu verstehen, zumal die Wochenenden voller Termine sind. Aber es ist schon komisch, dass zu kulturellen Veranstaltungen eher wenige bis gar keine dieser öffentlichen Personen erscheinen...

Da gibt es doch einen Theaterverein, der mit viel Hingabe und Enthusiasmus ein Schauspiel auf die Bühne bringt, das vom Publikum bestens angenommen wird und auch bei der Kritik besteht, jedoch von den Repräsentanten des öffentlichen Lebens gemieden wird! ­Sicherlich dem Termindruck geschuldet – oder? Wo waren denn alle die, die in ihren Sonntagsreden gerne über die Wichtigkeit der Kultur referieren? Sollte es daran gelegen haben, dass es keinen Fassanstich gab? Oder etwa daran dass bei einem solchen Ereignis einmal andere im Rampenlicht standen? Sicherlich war es nur eine unglückliche Verknüpfung von Umständen, die dazu führte! Anderenfalls sollte man einmal über den Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit nachdenken, bevor man sich wieder bei passender Gelegenheit über die Wichtigkeit von Kultur und die doch so wichtige Arbeit der Kulturschaffenden auslässt. Oder müssen engagierte Theaterleute sich Spielstätten suchen, die weit genug von ihrer Vereinsheimat entfernt liegen, um wahrgenommen zu werden?

Ich wünsche mir, dass einmal darüber nachgedacht wird, bevor man von öffentlicher Seite wieder einmal das Wort ergreift!    
 
rs

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