Spielzeugfrei

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Weihachten anders...
 
Kennen/kannten Sie das?
Es ist kurz vor der Adventszeit. Ich stürze mich in den Geschäften auf sämtliche Spielzeugkataloge, die ich erhaschen kann. Zuhause suche ich in aller Ruhe aus, womit ich das Herz meiner Kleinen am meisten erfreuen kann. Prospekte werden zusätzlich gewälzt, um die günstigsten Preise nutzen zu können. Schließlich sind die Häuser und Fahrzeuge beliebter Puppen ebenso kostspielig wie die grässlichen Männlein und die gefühlt uralten, immer modernen Bausatzsysteme und alles andere, was die Kids sich wünschen. Natürlich darf ich nicht vergessen, für ausreichend Batterien zu sorgen, sonst gibt’s am Heiligen Abend lange Gesichter! Und natürlich muss ich auch vorher mal nachschauen, ob im Karton alles vorhanden ist und freue mich dabei schon selbst wie ein Kind. Unterm Tannenbaum steigt dann die Spannung und ich freue mich, wenn ich meinem Sprössling beim Aufbauen helfen darf. Herrlich, wenn die Kinder am ersten Weihnachtstag mit ihren neuen Spielzeugen hantieren, während ich für das Festtagsessen sorge...

Nun sind meine Kinder erwachsen und auch Nichte und Neffe sind dem Spielzeugalter mehr oder weniger entwachsen. Wenn ich mir heute die Prospekte ansehe, bedauere ich allerdings weniger, dass sich in meiner direkten Nähe keine Spielzeugfreudigen Kinder mehr befinden. Ich finde, es ist alles noch teurer geworden und auch der Kreativität bleibt heute beim Spielen nicht mehr so viel Platz. Aber ich vermisse das Aussuchen, das Aufbauen und das Mitspielen schon. Kürzlich ertappte mich meine Tochter, und auch ich selbst, dabei, dass ich beim Einkaufsbummel einen Spielzeugkatalog mitnehmen wollte. Wir mussten beide lachen und ich ließ ihn liegen, aber darin blättern hätte ich ja mal können...
 
ts