Die erste Tour -

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Die Seele atmet auf
 

Es ist ein Gefühl, als sei man aus einem langen, langen Winterschlaf erwacht! Die Seele holt ganz tief Luft und wirkt federleicht. Freiheit. Loslassen von den kleinen und großen Alltagssorgen. Die Arbeit hinter sich lassen. Ein leichtes Vibrieren lockert die Muskulatur, Rückenschmerzen waren gestern. Der Wind weht um den Helm, manchmal ist man versucht, das Visier aufzustellen, um ihn hautnah zu spüren. Die Sonnenstrahlen wärmen schon, die Luft riecht nach Frühling. Kurve um Kurve wird man wieder sicherer auf dem Motorrad.
Es ist nicht so, dass ich nicht auch schöne Wintertage mit schnee- und eisfreien Straßen für eine kleine Tour nutzen würde, es ist aber alles kein Vergleich mit der ersten längeren Ausfahrt des Jahres. Viele Gleichgesinnte sind unterwegs – die linke Hand hebt sich dauernd zum Gruß. Der Blick muss öfter zum Tacho gehen, sonst gewinnt der Übermut. Das Glück droht fast überzuschwappen, wären da nicht wieder die Radfahrer, die sich zum Ziel gesetzt haben, auf der Mittellinie die schönsten Kurven für mich zu zerstören. Sie würden den Kürzeren ziehen, würde ich zum Überholen ansetzen, deshalb tu ich es nicht – aber es ist ihnen scheinbar nicht bewusst. Doch das sind zum Glück Einzelfälle – die Autofahrer, die einem die Vorfahrt nehmen, sind ganz klar in der Überzahl! Sie holen mich auf den Boden der Tatsachen zurück und lassen mich wachsam sein, denn eine Knautschzone hab ich nun mal nicht. Und trotzdem ist es einfach herrlich, mit dem Motorrad durch die Gegend zu fahren. Jetzt muss nur noch der Schnee in den Alpen verschwinden und mir den Weg nach Italien freimachen und meine Welt ist wieder in Ordnung!
In diesem Sinne wünsche ich allen Motorradfahrern eine schöne, sturzfreie Saison mit vielen Touren – und immer schön sitzen bleiben!

 
ts

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