Ehe für alle...

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Doch kein Auslaufmodell
 
In den letzten Jahren kam ich mir manchmal wie ein Mammut vor, dass in einer uralten, verschrobenen Institution lebt – der Ehe. Ich bin nämlich seit fast 33 Jahren verheiratet, mit demselben Mann. Glücklich. Zumindest in der Zusammenfassung. Denn wer ist schon immer glücklich? Alleine oder zusammen. In jeder Ehe gibt es Zeiten, die nicht so rosig sind wie die erste Verliebtheit. Dann stellt sich erst heraus, wie wichtig einem der andere ist! Unser Pfarrer sagte damals: „In guten und in schlechten Zeiten!“ Hört da nicht immer jeder hin oder warum ist die Scheidungsrate in den letzten Jahren so hoch? Oder will niemand mehr Kompromisse eingehen oder Rücksicht nehmen? Steht man selbst vielleicht oft zu sehr in seinem Lebensmittelpunkt? Dann kann es einem passieren, dass man irgendwann alleine dasteht – auch wenn es einem nicht gut geht. Unser Pfarrer sagte auch: „...bis dass der Tod euch scheidet.“ Sagt er das heute nicht mehr? Oder ist es einfach nicht mehr so wichtig? Sicher gibt es Situationen, in denen man sich besser trennt, aber sie überwiegen scheinbar, denn ich kenne nur wenige Paare, die so lange miteinander verheiratet sind.
Doch nun bekommt die Ehe ja scheinbar wieder eine völlig neue Bedeutung! Oder warum sonst sollten Schwule und Lesben so darauf dringen, dass auch sie eine gleichberechtigte Ehe eingehen dürfen. Verständlich, dass Paare auch eine Auskunft im schlimmen Krankheitsfall des/der Anderen haben wollen. Vielleicht spielen auch steuerrechtliche Gründe eine Rolle oder die Adoption eines Kindes oder ähnliches. Ich fände es nun hoch interessant, zu sehen, ob solche Ehen länger halten als herkömmliche. Ist man sich in diesem Fall vielleicht sogar sicherer, dass man ein Leben lang zusammen sein will, weil man darum gekämpft hat oder weil man sich einfach mehr damit auseinandersetzen musste? Ich wünsche allen Ehen ein langes glückliches Bestehen.
 
ts

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