Sperrmüll

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Schlaflose Nacht
 
Ich kann mich nun wirklich nur sehr schwer von Dingen trennen, denn ich denke, dass man fast alles noch zu irgendwas gebrauchen oder verwenden kann. Nun sammelt sich aber im Laufe von Jahren viel Aussortiertes an und auch der letzte, ansonsten ungenutzte Raum ist irgendwann voll. Also ließ ich mich im Rahmen einer Großrenovierung in unserem Haus zu einer Sperrmüllaktion überreden...
Bei meinem Anruf bei der Stadtverwaltung bekam ich einen Termin für 14 Tage später und genaue Instruktionen, was ich rausstellen darf. War mir ganz recht, die Sortierung war zwar sehr aufwändig und auch nicht so ganz nachvollziehbar, aber ich konnte noch überdenken, was nun wirklich wegkommt und an die Regeln halte ich mich auch gerne. Das sperrige alte Gut sollte am Tag zuvor rausgestellt werden. Da dies ein Sonntag war, verlegten wir – ich hatte zum Glück tolle Hilfe – diese Aktion auf den späten Nachmittag. Was dann in dieser Nacht folgte, war für mich nicht absehbar, sonst hätte ich mich mit einem Imbissangebot dazugestellt – das wäre bei den Mülltouristen bestimmt gut angekommen. Es ist ja vollkommen in Ordnung für mich, wenn sich Jeder wegnimmt, was er gebrauchen kann. Nachdenklich hat mich dann doch gemacht, WOFÜR noch so manch einer Verwendung findet. Aber, abgesehen von dem Lärm in der Nacht, war am nächsten Morgen alles, was von uns so sorgsam abgestellt wurde, durchwühlt und kreuz und quer verteilt. Es war eine echte Erleichterung für mich, als der Rest dann endlich um die Mittagszeit von dem städtischen Betriebshof abgeholt wurde. Bis dahin hatte ich einige nette Menschen kennengelernt, die noch das Ein oder Andere für sich fanden.
 
Mein Fazit: Nachts kommen die Vandalen, tagsüber die umgänglichen Leute!?
 
ts

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