Dass dir der Hund das Liebste sei...

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Mancher Zeitgenosse sieht das wohl leider anders
 
Erschreckend und beängstigend, zumindest meist, musste ich neulich den Umgang von Züchtern mit den ihnen anvertrauten Hunden erleben. Eines wurde mir bei dem Anblick klar, nämlich dass der beste Freund des Menschen mitunter doch ein sehr bedauernswertes Geschöpf ist. Und ich spreche nicht von ausgesetzten, ungepflegten, armen Straßenhunden! Die Rede ist von hochgestylten, getrimmten und gescherten Hunden, die nicht Hund sein dürfen. Diese bedauernswerten „Prestigeobjekte“ werden mit Haarspray vollgesprüht, an kurzen Leinen der Hals lang gestreckt oder auch mal mit einem Schlag auf den Kopf die richtige Richtung zum Preisrichter gezeigt. Klar ist nicht jeder Züchter so, doch mit Erschrecken musste ich feststellen, dass es von dieser Sorte jede Menge gibt. Da steigen einem als Zuschauer die Tränen in die Augen, wenn ein liebender Hundeblick zu Frauchen oder Herrchen schweift und es kommt null Gefühl zurück. Im Gegenteil: Passt der Ausdruck nicht, steht ein Bein schief, liegt das Fell nicht richtig, gibt es Punktabzug und eine schlechte Bewertung und somit Liebesentzug für den Vierbeiner. Ich bin auch Frauchen von einem Rassehund, doch mein Hund darf Hund sein. Niemals würde ich ihn für eine Ausstellung in einen engen Käfig pressen, ihn dem Stress aussetzen, hungern und dursten lassen und ihn nicht einmal an einem anderen Hund riechen lassen. Für mich ist es ganz klar Tierquälerei, was auf so einer Ausstellung passiert. Tierliebe sieht für mich anders aus und als ich nach Hause kam, musste ich meinem Hund sagen, dass er ein glücklicher Hund ist, weil er Hund sein darf.
 
ot

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