Glück gehabt

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Schlimmer geht immer
 
Seinen Schutzengel sollte man bei einer Motorradtour sowieso immer mit an Bord haben. Aber ich habe schon oft erlebt, dass einem durch Dinge, die einem auf den ersten Blick unangenehm sind und einen aufhalten, auch schlimmere Umstände erspart bleiben…
Einige dieser Erlebnisse hatte ich auch in meinem letzten, traumhaft schönen Urlaub, der mich durch die schönsten Gegenden Deutschlands, Österreichs und Norditaliens führte. Zurück in deutschen Lande wollte ich das zu dem Zeitpunkt herrliche Wetter noch für eine kleine Tour nutzen – doch schon bald fuhren große, grelle Blitze durch den erschreckend dunklen Nachmittagshimmel des ansonsten wunderschönen Allgäu. Also verzichteten wir – der beste Ehemann der Welt und ich – schweren Herzens auf die frische Kuhmilch auf dem Riedbergpass und fuhren mit unseren Motorrädern auf dem schnellsten Weg in Richtung unseres Quartiers. Aber wir kamen nicht weit, da setzte auch schon starker Regen ein. Nachdem wir uns des Öfteren unterstellten und in der Hoffnung auf Wetterbesserung immer wieder ein paar Kilometer weiter fuhren, fanden wir – patschnass – für eine Stunde Unterschlupf in einer Kneipe, wo wir einige nette Menschen kennen lernten. Das Sommergewitter verzog sich genauso schnell, wie es gekommen war und so fuhren wir zurück zu unserer Pension in der Nähe Sonthofens. Dort erfuhren wir dann mit großen Augen, was uns alles erspart geblieben war: Schon im Tal waren die Anwohner damit beschäftigt, das Wasser aus ihren Kellern zu schaffen. Am Berg wurde bereits fleißig das Geröll weggekehrt und oben angekommen, war alles weiß. Die Einschläge der Hagelkörner auf vielen Autos waren unübersehbar. Und wieder hatten uns die Umstände unterwegs, die wie wir als besonders widrig ansahen, vor Schlimmeren am Ziel bewahrt…
 
ts

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