Verlust der Werte

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 An kleinen Dingen erfreuen
 
Vor geraumer Zeit war ich zu Besuch im Freilichtmuseum in Bad Sobernheim. Dort ist zu sehen wie die Menschen in den letzten fünf Jahrhunderten gelebt haben. Kleine Zimmer, minimalistisch eingerichtet, der Nachttopf unter dem Bett, keine Heizung, im Winter Eisblumen auf den Fensterscheiben.

Eben Leben auf engstem Raum und Arbeit, Arbeit, Arbeit, um die Familie zu ernähren und einigermaßen gut über die Runden zu kommen. Wir können uns so etwas heute gar nicht mehr vorstellen. Aber was hatten uns diese Menschen voraus? Sie waren mit dem Wenigen zufrieden, hatten andere Werte. Das Wohl der Familie, die Hilfsbereitschaft der Nachbarn, das war das, woraus die Menschen die Kraft schöpften, was ihnen Zufriedenheit gab. Sind wir heute glücklicher? Wissen wir wie es unseren Nachbarn geht? Oftmals nicht. Wie könnte es sonst möglich sein, dass Menschen erst nach Tagen tot in ihrer Wohnung gefunden werden? Uns sind die Werte verloren gegangen. Wir können uns nicht mehr an den kleinen Dingen, die uns das Leben schenkt, erfreuen. Urlaub in fernen Ländern, mindestens ein Auto, technisch auf dem neuesten Stand: Das sind alles Dinge, die für uns selbstverständlich geworden sind. Warum soll ich mit meinem Nachbarn reden, wenn ich mich bequem in meinen Hightech-Massagesessel setzen und von meinem hypermodernen Fernsehgerät unterhalten lassen kann?
Ich glaube, wir alle müssen umdenken. Laden Sie, liebe Leser, am Wochenende Ihre Nachbarschaft einmal zu einem Abendessen ein. Sprechen Sie miteinander, spielen Sie zusammen, zeigen Sie den Nachbarn, dass Sie an ihnen interessiert sind. Sie werden feststellen, dass Alle glücklich nach Hause gehen. Und Sie werden zu Ihrem Partner sagen: „Heut’ war so ein schöner Tag.“ Wetten, dass?   
 
rs

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