Chefs gibt’s…!

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– Aus dem Arbeitsleben
 
Bekannt ist ja der Spruch: „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.“ Aber eigentlich könnte man auch sagen: „Wenn einer viele Chefs erlebt, dann gibt’s was zu erzählen!“

Also, in meinem bisher 30-jährigen Arbeitsleben durfte ich schon Einiges erleben. Da gibt’s zum Beispiel die Chefs, die ihren Angestellten selber vorleben, was sie auch von ihnen erwarten. Sie loben ihre Mitarbeiter für gute Arbeit, äußern negative Kritik nicht unfair im Beisein der Kollegen, arbeiten selber zügig und korrekt, kurzum – sind einfach gute „Teamer“. Hier macht das Arbeiten Spaß! Man fühlt sich wohl und bringt seine Arbeitskraft motiviert ein. Aber leider gibt es auch solche Chefs, die von sich denken sie wären Gott und die Angestellten seien Sklaven – das sind die Übelsten. Hier dürfen zum Beispiel die Auszubildenden nicht zur Schule gehen, wenn es grad nicht ins Arbeitskonzept passt. Selbstständiges Denken der Mitarbeiter, zum Wohle des Arbeitsumfeldes, wird belächelt und Kollegen werden gegeneinander ausgespielt. Überstunden werden unter Androhung von Kündigung ersatzlos gestrichen und Hygiene ist ein Thema, das man gern mal außer Acht lässt. Hier macht das Arbeiten dann so richtig Freude! Morgend­liche Bauchschmerzen vor Arbeitsantritt redet man sich als „angestaute Winde“ ein und man versichert sich täglich, ob der Vorrat an Papiertaschentüchern in der Handtasche auch ausreicht, um nach Tränengüssen und verlaufener Wimperntusche nicht als Vampir zu erscheinen. Schade!
Eine „gute Ernte“ erfordert auch harte und gute Vorarbeit. Respekt wäre da eine Basis des Ganzen!
Ich bin sehr froh, dass ich jetzt einen Chef gefunden habe, der zum Club der „Teamer“ gehört und Angestellte wie Menschen behandelt. Da hab ich wohl Glück gehabt!
 
sb