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Ein ZauberWarten aufs Christkind
 
Ich erinnere mich noch gut: Ich öffnete am Morgen das letzte Türchen am Adventskalender. Im Laufe des Vormittags wurde das Wohnzimmer hermetisch abgeriegelt – die Erwachsenen waren vollauf beschäftigt und taten total geheimnisvoll, als stünden sie dem Christkind in bestem Einvernehmen persönlich zur Seite, weil es alleine die ganze Arbeit bis zum Heiligen Abend nicht schaffen könne. Wir Kinder mussten geduldig und brav sein, was uns angesichts der großen Erwartungen besonders schwer fiel. Also zankten wir auch hin und wiedermit dem Ergebnis, dass wir den Geschenkeentzug angedroht bekamen! Am Nachmittag zogen Alle die besten Kleider an, um gemeinsam zum Gottesdienst zu gehen. Dieser hatte schon für uns Kinder einen gewissen Zauber inneaber er zog sich „wie Gummi“, denn unser Pfarrer nutzte die Gunst der Stunde und der voll besetzten Kirche, um uns eine ausführliche Predigt angedeihen zu lassen, und wir warteten auf die Bescherung! Mit dem Lied „Oh, du fröhliche“ wurde schon früher Weihnachten eingeläutet und es drückte mir auch damals schon ein Tränchen der Rührung ins Auge, was späterim pubertierenden Alter – äußerst peinlich war! Dann, wieder zu Hause angekommen, klingelte schon bald das Glöckchen, das wir nie anfassen durften. Es war endlich Bescherung unter dem schönsten Tannenbaum der Welt. Wir freuten uns beim Geschenkeauspacken über Puppenwagen, Autowaschstraßen und Legos… und machten uns über das Festessen her. Spät abends vor dem Einschlafen dachte ich oft noch an das Christkind, das sich für uns soviel Arbeit gemacht hatte. Auch heute noch schluchze ich leicht beim „Oh, du fröhliche“-Singen und meine inzwischen erwachsenen Kinder grinsen sich dann an. Der Heilige Abend hatte halt schon immer einen Zauber inneich möchte ihn mir bewahren!
 
ts

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