Anspruch...

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...und Wirklichkeit
 
Ich weiß ja nicht wie es Ihnen geht. Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass einiges nicht stimmt in unserer Gesellschaft. Mir wird in fast allen Bereichen des Lebens einfach der Unterschied zwischen Anspruch auf der einen Seite und der gelebten Wirklichkeit zu groß. Beispiele gefällig? Gerne, hier sind mal zwei und diese Liste ließe sich noch bedenkenlos fortsetzen – leider!

Beispiel 1: Der ADAC. Dass der Verein im Laufe seiner Geschichte viel Gutes für den mobilen Menschen getan hat, steht außer Zweifel. Dass das Gehabe eines Vereines nicht mit dem eines Konzerns zusammen geht, auf einem anderen Blatt. Aber es geht nun wirklich nicht, dass man im Brustton der Überzeugung schon aufgedecktes Fehlverhalten in das Reich der Phantasie abtut, nur um sich weiter selbst zu beweihräuchern und sich anschließend selbst zum Aufklärer machen will! Wo holen solche Menschen nur diese Frechheit her?

Beispiel 2: Die Schulpolitik in unserem netten kleinen Saarland. Auf der einen Seite wird von den verantwortlichen Kultuspolitikern gerne das hohe Lied der Bildung in ihren Sonntags- und oder Wahlkampfreden gesungen, auf der anderen Seite die täglichen Wahrheiten und Folgen. Mehr Bildung für alle, aber wer soll dies leisten? Lehrerstellen werden massiv abgebaut (klar, der Sparzwang), engagierte Menschen mit abgeschlossenem Studium werden massiv ausgebremst, Referendariatsstellen werden nicht besetzt. Andererseits wird das Thema der Inklusion auf das Tablett gebracht. Wo bitte sollen denn die zusätzlich benötigten Pädagogen herkommen? Was kommt als nächstes, wenn mal wieder die ­Ergebnisse der nächsten PISA-Studie schlecht ausfallen? Haben wir dann auch im Bildungssektor einen so genannten Fachkräftemangel? Ich bin mal gespannt, wie dann argumentiert wird!
 
rs

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