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Der Naturerlebnisweg Strietberg hat einiges zu bieten
 
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Geradeaus, an der Grenze von Schiffweiler nach Ottweiler, trifft man linker Hand auf den
„Gawwelische Bierebahm“ (gabeligen Birnenbaum).
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Eine Trockenmauer mit einer
beeindruckenden Eidechsenskulptur
aus rötlichem Sandstein.
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Wer seinen Kopf in die runde Aushöhlung des Sandsteins steckt und summt, wird die ­Vibrationen des eigenen Körpers spüren.
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Eine Schmetterlings­skulptur, geschaffen von Teilnehmern des Projektes „Kunstpunkte“
der Neuen Arbeit Saar.
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„Strieti” wacht an einer Bachquelle
(„Soldatebrünnche”) und einer Baumscheibe
über den Naturerlebnisweg.
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Das Wildbienenhotel
bietet bedrohten Arten Unterschlupf.
An sich ist der Wanderweg am Strietberg schon ein besonderes Naturerlebnis. Vor allem, wenn man sehr früh morgens oder an schönen Tagen kurz vor Sonnenuntergang dort unterwegs ist. Während der Woche und umso mehr an den Wochenenden ist dies ein gern genutzter befestigter Spazierweg, der durch eine sanft hügelige Feld- und Flurlandschaft führt.

Mit viel Liebe zum Detail sowie informativen Stationen haben die Gemeinde Schiffweiler und die NABU-Gruppe Schiffweiler dort ­einen spannenden Naturerlebnisweg konzipiert und ihn für Erwachsene und Kinder erlebbar gemacht.
Derzeit 54 Schau- und Informationstafeln greifen eine breite Themenfülle aus Natur und Umwelt auf. Zur Entspannung und zum Genießen der Landschaft stehen am Weges­rand mittlerweile acht Bänke und ein Tisch, nicht zu vergessen die beiden „Sinnesbänke“. Hier kann man die Seele so richtig baumeln lassen. Der Naturerlebnisweg ist insgesamt 2,3 Kilometer lang. Er beginnt und endet am unteren Ende der Bauernstraße Schiffweiler. Da die Wege asphaltiert sind, kann man sie das ganze Jahr über gut nutzen. Viele Spaziergänger kommen von der B41 aus. Dort gabelt sich der Weg in zwei Richtungen. Geradeaus, an der Grenze von Schiffweiler nach Ottweiler, trifft man linker Hand auf den „Gawwelische Bierebahm“ (gabeligen Birnenbaum). Er und seine Vorgänger kennzeichneten jahrhundertelang die Gemarkungsgrenze. Ein paar Meter weiter entblößt sich aus dem Dickicht heraus ein seltsames Objekt. Auf der Infotafel steht „Hörtrichter“. Gedacht ist die lustige Vorrichtung eigentlich zum Belauschen der ­Vögel, funktioniert aber auch bei Zweibeinern. Auf diesen ersten Metern gibt es schon allerhand zu entdecken. So finden sich am Wegesrand ein verlassenes Hornissennest, ein Wildbienenhotel, ein Ameisennest und ein Lesesteinhaufen. Der aufgeschichtete Steinhaufen stellt dar, wie „Unordnung“ in der Natur einen Vorteil für die Entwicklung der Artenvielfalt bietet. Wer hält das Gleichgewicht? Das kann man auf einem Balancierbalken testen. Ein großes Panoramabild bietet einen Überblick über die Landschaft mit 16 Orientierungspunkten und Fotos von neun interessanten Ausflugszielen.
Ein Hörerlebnis der besonderen Art ermöglicht ein „Summstein“. Wer seinen Kopf in die runde Aushöhlung des Sandsteins steckt und summt, wird die Vibrationen des eigenen Körpers spüren. Auf diese Weise werden Menschen sensibilisiert, die Umwelt mit allen Sinnen wahrzunehmen. In verschiedenen alten Kulturen wurden solche Steine vermutlich zur Heilung und Meditation genutzt. Etwas weiter auf der Höhe des 2010 gepflanzten und noch unvollendeten „Weidenhauses“ entdeckt man etwas zurück versetzt eine Trockenmauer mit einer beeindruckenden Eidechsenskulptur aus rötlichem Sandstein, geschaffen von Teilnehmern des Projektes „Kunstpunkte“ der Neuen Arbeit Saar. Wir können an dieser Stelle leider nicht alle Stationen aufzählen. Erwähnenswert ist jedoch noch die „lebende Sonnenuhr“. Was ist denn daran wohl lebendig? Statt eines Stabes stellt sich der Betrachter selbst in die Mitte, genau auf eine Datumslinie und kann dann am eigenen Schatten die Uhrzeit ablesen.
Weitere interessante Stationen sind eine Sprunggrube und ein Doppelreck, eine Kräuterspirale, eine Klangstation, eine Schmetterlingsskulptur, Quiztafeln, die Bachquelle „Strieti“ und vieles mehr. Gehen Sie doch einfach selbst einmal auf Erkundungstour.
Hören, schmecken, riechen, beobachten und so die Natur kennen lernen. All diese Möglichkeiten bietet der Naturerlebnispfad. Es lohnt sich immer wieder aufs Neue, denn jede Jahreszeit und jede Witterung hat hier ihren eigenen Reiz.

Eine genaue Wegbeschreibung mit Karte und weiteren Infos finden Sie unter www.nabu-schiffweiler.de.
 
ug

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