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Kirkeler Tafeltour im Biosphärenreservat Bliesgau
 
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Wegweiser für die Tafeltour Kirkel:
Die Kochmütze
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Eindrucksvolle Ruine der Kirkeler Burg
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Auch Kletterfreunde
kommen voll auf ihre Kosten.
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Hunde freuen sich über natürliche
Agility-Hindernisse.
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Rast an dem alten Keltenort:
der Frauenbrunnen
Hobbyfotografen, Kletterfreunde, wanderfreudige Familien und auch erfahrene Hobbywanderer werden auf dieser sehr schönen Strecke, der Kirkeler Tafeltour, voll auf ihre Kosten kommen. Niemand wird am Ende sagen können, dass es öde und langweilig war!

Startpunkt zu dieser wirklich eindrucksvollen Tour ist der kleine Parkplatz am Fuß der Burg in Kirkel. Ein hölzernes Tor zeigt den Eingang zu einem Walderlebnis der besonderen Art. Unter den Füßen ein Meer aus Millionen von feinen Nadeln der Bäume, über sich das Dach des Laubwaldes und vor sich bizarre, mächtige und unheimlich erscheinende Felsen. Hier erinnern sich Erwachsene wieder an die Fabelgestalten früherer Geschichten und Kinder erleben einen spannenden Tag in einer Märchenwelt. Gleich zu Beginn steigt der Weg steil an, zahlreiche Wurzeln durchziehen den Pfad und plötzlich erscheint das unheimliche „Froschmaul“, die erste Felsenformation. Weiter geht’s, vorbei an gruselig aussehenden alten Bäumen und an mächtigen rötlichen Felswänden, die erscheinen, als ob jeden Moment mehrere Riesen angestampft kommen würden um dort ihr Lager aufzuschlagen. Der Weg ist teilweise recht schmal, aber trotzdem sehr gut begehbar. Mehrere Aussichtspunkte animieren immer wieder zum Stehen bleiben und Genießen. Es gibt den Platz der so genannten „Hollerburg“, hier soll eine Fluchtburg für die frühere Bevölkerung gestanden haben. Leider sind hier keine Mauerreste mehr erkennbar. Weiter geht’s, vorbei an kleinen Büschen, an denen zu passender Zeit Heidelbeeren genascht werden können, vorbei an lauschigen Rastplätzen für das Picknick aus dem Rucksack. Die Richtung des Weges weist uns zu jeder Zeit eine kleine schwarze Kochmütze auf weißen Schildern, die wirklich gut sichtbar angebracht sind. Die nächste größere Station ist der geheimnisvolle „Frauenbrunnen“. Schon die Kelten nutzten ihn zu ihrer Zeit als Kultstätte. Er besteht aus einem gewaltigen Buntsandstein-Felsen, aus dem langsam glasklares Wasser läuft. Die Quelle hierfür liegt gut versteckt in einer kleinen Höhle und ist von außen kaum einsehbar. Wenn man sich vorstellt, dass vor etwa 2000 Jahren weißgekleidete Druiden hier geheimnisvolle Formeln gemurmelt haben – die Rast an Tischen und Bänken in Front des Frauenbrunnens hat schon etwas Unheimliches! Hält man sich nun links des Weges, erreicht man über einige Stufen das Waldklassenzimmer. Hier gibt es sicher auch für Kinder einiges zu erfahren über die jetzigen Bewohner des Waldes und die verschiedenen Baumarten im saarländischen Forst. Weiter führt der Weg den Hang hinauf, zum „Rehbrünnchen“. Ein Hinweisschild zeigt uns dorthin – ein kleiner, versteckter Picknickplatz etwa 100 Meter abseits des Weges gelegen. Wir folgen nun dem Pfad bergauf, vorbei an zwei Windbrucharealen und über einige romantische Brückchen. Plötzlich tritt man dann aus dem Wald und dort ist sie: die mächtige und imposante Kirkeler Burg. Durch kleine Gässchen erreicht man sie schließlich und kann den Burgberg besteigen. Auch aus der Nähe betrachtet ist sie wunderschön. Rote Quader aus Buntsandstein bestimmen ihre Form und der Burgturm kann sogar bestiegen werden. Im Inneren des Turms ist es sehr dunkel, es gibt nur einige enge Fensterscharten und die Stufen hinauf sind sehr eng. Oben aber folgt die Belohnung: die Rundumaussicht begeistert völlig und entschädigt für die Schinderei des Aufstieges.
Fazit: eine rundum gelungene Wanderung für Körper und Seele. Die Strecke ist als mittelschwer eingestuft und misst etwa acht Kilometer, mit einem niedrigsten Punkt an 240 Metern und dem höchsten Punkt von 354 Metern. Einkehrmöglichkeiten bieten sich in der Burgklause und im Flammkuchenhaus. Anreisemöglichkeiten: mit der Bahn, Kirkel liegt an der Strecke Mannheim-Saarbrücken; mit dem Auto ab A8-Ausfahrt Kirkel, dann den Hinweisschildern zur Burg folgen.

Nähere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.kirkel.de. Kleiner Tipp: In den Sommermonaten findet der Kirkeler Burgsommer statt, der mit dem Mittelaltermarkt bereits im Mai eingeläutet wurde und allerlei kulturelle Ereignisse rund um die Burg bietet. Weitere Informationen dazu unter www.burgsommer.de.
 
sb

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