Unsere Natur hautnah und pur erleben

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Interessante Einblicke in unsere pädagogischen Einrichtungen
 
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Die Kinder beobachten die Weinbergschnecken
wie sie hungrig fressen.
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In der Kreativ-Ecke wird gemalt und gespielt.
Hier interagieren die Erzieherinnen Ursula Eberhard und Gerlinde Veit mit der ­Schneckenhandpuppe.
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Das Zimmer-Bistro ist eine gemütliche Wiesenecke.
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Die Kinder lieben den großen Spielplatz.
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Im Außengelände gibt es viele große Bäume
und ein buntes Kletterhaus.
Die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher kann nicht hoch genug geschätzt werden. Sie helfen unseren Kindern bei ihrer Entwicklung und entlasten die Eltern. Jeder Kindergarten, jeder Hort und jede Tagesstätte in unserem Landkreis Neunkirchen ist uns sehr wichtig. Aus diesem Grund lassen wir seit einigen Monaten die beliebte Serie wieder aufleben.

Wenn man zum städtischen Kindergarten Heinitz fährt, ist es als tauche man in eine andere Welt ein. Die Straße ist von Bäumen und Wiesen umgeben. Alles ist so friedvoll. Man hört noch die Natur pur – könnte man sagen. Die Grillen zirpen, die Vögel zwitschern. Der Kindergarten besitzt ein sehr großes Außengelände. Mit verschiedenen Spielgeräten, Klettermöglichkeiten und vielen Obstbäumen. Je nach Jahreszeit werden die Früchte und Pflanzen geerntet und mal zu Marmelade, Sirup oder anderen, leckeren Gerichten verwertet. Besonders die Apfelbäume sind beliebt. „Die Äpfel verarbeiten wir mit den Kindern zusammen in allen Variationen“, erklärte uns die Leiterin, Ursula Eberhard. „Alles hier soll errochen, erfühlt und wenn möglich auch erschmeckt werden.“ Demnächst soll eine weitere, tolle Bewegungsbaustelle fertig gestellt werden. Die angrenzende Parkanlage, der Sportplatz und das Freibad werden entsprechend der Wetterbedingungen genutzt. Es ist der ideale Ort, um Kind zu sein. Direkt hinter dem Kindergarten und an der Waldanlage ist der Hundeplatz. Hier konnten die Kinder schon vielerlei Tiere aus nächster Nähe beobachten: Hasen, Rehe, sogar ein Fuchs war am frühen Morgen dort umher geschlichen. „Einmal haben wir sogar die Fußspuren von Wildschweinen entdeckt“, meinte die Leiterin verträumt schmunzelnd.
1949 wurde die Einrichtung fertig gestellt und eingeweiht – als Kindergarten der Saargrube AG. Der Direktor hatte sich sogar persönlich darum gekümmert, dass die Einrichtung so modern und praktisch wie möglich war. 1960 wurde der Kindergarten dann von der Stadt übernommen und etliche Jahre später wurde vieles nach und nach runderneuert. Früher war es eine zweigruppige Einrichtung, heute ist es nur noch eine Gruppe. Die Regenbogengruppe kann bis zu 25 Kinder von drei bis sechs Jahren aufnehmen. Betreut werden sie von zwei Erzieherinnen, Gerlinde Veit und Ursula Eberhard, und einem Erzieher, Sascha Keller. „Die Kinder haben so tagtäglich die gleichen Bezugspersonen. Es gibt keinen Personalwechsel. Und durch die geringe Anzahl der Kinder ist auch eine direktere Betreuung und individuellere Förderung möglich.“
Wie alle Kindergärten arbeitet dieser natürlich auch nach dem saarländischen Bildungskonzept. Dazu gehören die Sprach-Projekte: „Hören, lauschen, lernen“, sowie die „magische Welt der Zahlen“ und Wahrnehmungsübungen. Zusätzlich aber wird hier das Thema Natur ganz groß geschrieben. „Die Kinder sammeln oft alle möglichen Tierchen ein, die sie auf dem Weg zu uns ins Haus finden. Wir behalten sie einige Zeit und füttern sie gemeinsam, dann werden sie wieder frei gelassen.“ Im Moment sind es fünf Weinbergschnecken und eine Raupe, die sich vor einigen Tagen verpuppt hat, und eine kleine Ameisenkolonie.
Um die Kinder optimal fit für die Schule zu machen, werden regelmäßig Ausflüge in das nahe Biotop und zum Weiher gemacht. Dazu gehören unter anderem auch Besuche in der Neunkircher Bücherei und der nahe gelegenen Bäckerei. Die Kinder dürfen zuschauen und sogar gemeinsam mit dem Bäcker backen. Ganz neu ist, dass sie auch einen Koch bei der Arbeit besuchen und mit ihm gemeinsam kochen dürfen. Die Pädagogen arbeiten zudem mit verschiedenen Vereinen, Handwerksbetrieben und Institutionen zusammen. Auf diese Weise können die Kinder einen direkten Bezug zu den unterschiedlichsten Berufen bekommen. Mit der Schule und interessierten Eltern erfolgt eine partnerschaftliche Kooperation. „Vor einigen Jahren hatten wir auch einen der Väter zu Gast, der als Künstler arbeitet. Die Kinder durften ihn sogar zuhause besuchen.“ Besonders beliebt waren die Besuche beim Wasserwart Siegfried Berwian. Er hat den Kindern in den letzten Jahren alles über die Tiere im Weiher und deren Lebensraum erzählt und gezeigt. „Wir durften auch etwas vom Froschlaich mitnehmen und im Kindergarten beobachten wie daraus Frösche wurden.“ Der Umgang mit der Natur ist sehr wichtig, besonders in unserer technisierten Gesellschaft. Er hilft den Kindern sich mit der Welt zu verbinden und sie besser zu verstehen. Auf diese Weise wird der natürliche Forscherinstinkt geweckt, der die Lernbereitschaft und das Gedächtnis fördert – es ist ein Lernen mit allen Sinnen.
Der Kindergarten ist von 7.30 bis 13.30 Uhr geöffnet. Ein Kindergartenplatz kostet 88 Euro, zuzüglich Essens- und Bastelgeld.

Der städtische Kindergarten Heinitz befindet sich in der Moselschacht­straße 4, Telefon 06821-21820 oder ­E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Ursula Eberhard ist die Leiterin der Einrichtung. Weitere interessante Informationen erhalten Sie im Internet unter www.neunkirchen.de.
 
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