Jung und Alt haben Vieles gemeinsam

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Interessante Einblicke in unsere pädagogischen Einrichtungen
 
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„Es ist ein hohes Maß an Verantwortung“,
­erklärte die Leiterin Bärbel Sommer,
„aber es ist auch toll, wenn man die Kinder
in einer Phase, in der sie prägbar sind,
begleiten darf.“
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Aus den Wiesenblumen kann man
wunderschöne Haarkrönchen
und Halsketten herstellen.
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Gemütlich essen die Kinder mit den Erzieherinnen
im Restaurant zu Mittag.
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Es gibt einen Rollenspielbereich, ein Atelier,
verschiedene Gruppenzimmer,
einen Bewegungsraum und ein großes
Außengelände mit Spielplatz.
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Die Erzieherinnen Cornelia Holderried-Götz,
Karin Sturm, Gabi Dehne, Bärbel Sommer
und Ulrike Mathieu-Kratz
Die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher kann nicht hoch genug geschätzt werden. Sie helfen unseren Kindern bei ihrer Entwicklung und entlasten die Eltern. Jeder Kindergarten, jeder Hort und jede Tagesstätte in unserem Landkreis Neunkirchen ist uns sehr wichtig. Aus diesem Grund haben wir die beliebte Serie wieder aufleben lassen.

1932 wurde die evangelische Kindertageseinrichtung „Hand in Hand“ erbaut und damals von Diakonissen geführt. Zum ersten Mal wurde sie 1974 umgebaut und zuletzt bekam sie 2007 ein neues, modernes Gewand. Inzwischen gehört die Einrichtung zum Verbund der evangelischen Kinder­tageseinrichtungen im Saarland. Die Leiterin Bärbel Sommer war selbst als Kind in dieser Einrichtung und fühlt sich hier nach wie vor sehr wohl. Es ist einfach ein Ort, der voller Liebe steckt.
Die Erzieherinnen arbeiten eng mit verschiedenen Institutionen zusammen. Auf diese Weise erleben die Kinder, dass alle, die augenscheinlich anders sind als sie, genauso wie sie selbst, Menschen mit der Sehnsucht nach Geborgenheit und der Lust zum Spielen sind. Zum einen gehört dazu das Dauerprojekt „Alt und Jung begegnen sich“ in Zusammenarbeit mit dem Altenheim St. Vincenz auf der Scheib. Die Schulkinder dürfen mit den Bewohnern einen ganzen Vormittag verbringen, mit ihnen spielen, erzählen oder Fantasiereisen machen. „Es ist ungeheuer spannend für die Kinder, wenn sie dort zu Besuch sind. Zuerst sind sie noch etwas zurückhaltend, doch dann merkt man wie die Bindung von Besuch zu Besuch wächst“, erzählt uns Bärbel Sommer. „Einige sind sogar die richtigen Urgroßeltern der Kleinen.“ Auch die Heimbewohner freuen sich immer sehr darauf. Die Aktionen stehen auf dem Veranstaltungskalender. Inzwischen besuchen die Heimbewohner auch regelmäßig den Kindergarten. Und wenn es machbar ist, machen zu Weihnachten alle Kinder mit. Zum anderen arbeitet die Einrichtung auch eng mit der Arbeitsstelle für Integration der Lebenshilfe zusammen. Hierdurch erleben die Kinder auch Gleichaltrige mit einer Behinderung oder einem Handicap und lernen diese in ihr Spiel mit einzubeziehen. „Normal ist für die Kinder das Anderssein“, ergänzte die Leiterin.
Außerdem gibt es auch noch das Kooperationsjahr mit der Grundschule Steinwald. Der Lehrer Tobias Klee gestaltet hierbei, einmal die Woche, mit den Kindern und Mitarbeiterinnen diese wichtige Übergangsphase. Ernährung und Nahrungszubereitung sind ein anderer Schwerpunkt. So dürfen die Kleinen mit auf den Markt zum Einkaufen gehen oder das Korn für das selbst gebackene Brot mit Hilfe der Getreidemühle verarbeiten – besonders beliebt ist das Abwiegen und das Quetschen der Haferflocken. „Das Lieblingsgericht der Kinder sind Backofenkartoffeln mit Kräuterdipp und Gurkensalat.“ Die ­Leiterin musste schmunzeln: „Einmal gab es geschälte Salzkartoffeln und die Kinder haben gefragt: Wo sind denn die Kartoffeln? Sie haben sie ohne die Schale gar nicht gleich erkannt.“
Wie alle Kindergärten arbeitet sie nach dem saarländischen Bildungsrichtlinien, außerdem sind die Gruppenstrukturen offen, so dass die Kinder je nach Wunsch auch die Gruppe und die Räumlichkeiten wechseln dürfen. Insgesamt sind es drei Kindergartengruppen: Sonne, Mond und Sterne und die Krippekinder sind die Sternschnuppen.
„Wir haben hier circa 60 Familien aus 17 verschiedenen Nationen – von Südafrika bis in die Taiga Russlands. Umso mehr ist es wichtig, dass die Kinder einen Ort haben, an dem sie Stabilität und auch Bindungssicherheit vorfinden.“
Als evangelischer Kindergarten sind die Feiertage des christlichen Jahreskreises ebenfalls ein wichtiges Standbein für die Entwicklung der Kinder. Das letzte große Projekt war an Ostern. Zuerst wurde die Pauluskirche besucht, um die wunderschönen Buntglasfenster anzuschauen. Anschließend sollten die Kinder den Kreuzweg auf Leinwand bannen. Die Krippekinder durften hierbei die Grundierung machen und die größeren ­haben dann die Bilder fertig gemalt. Diese wurden dann zur Feier in der Kirche auf ein, in Kreuzform ausgebreitetes, schwarzes Tuch gelegt. „Die Gemälde der Kinder kamen so gut an, dass sie noch mal auf dem Neun­kircher Stadtfest in der Christuskirche ausgestellt wurden. Unter dem Thema „Wege“ – hierfür haben wir die Kinder auch befragt, was sie als Künstler zu ihrem eigenen Bild gerne sagen würden und dieser Inhalt wurde dann als Text neben das einzelne Bild geschrieben.“
Insgesamt stehen 60 Plätze in der Einrichtung zur Verfügung für Kinder von acht Wochen bis zum Schuleintritt. In der Einrichtung arbeiten neun pädagogische Fachkräfte sowie eine Köchin. Des Weiteren gibt es eine ­Praktikantin im Anerkennungsjahr und eine ­Vorpraktikantenstelle.
Die Einrichtung ist bei Regelplätzen von 7.30 bis 13.30 Uhr geöffnet und kostet 90 Euro; Tagesplätze und Krippeplätze stehen von 7.00 bis 17.00 Uhr zur Verfügung, der Betrag beläuft sich dann auf 145 Euro beziehungsweise auf 265 Euro zuzüglich Essens- und Frühstücksgeld.

Die evangelische Kindertageseinrichtung „Hand in Hand“ befindet sich im Beerwaldweg 9, Telefon 06821-88300, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Bärbel Sommer ist die Leiterin der Einrichtung. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.evangelisch-in-neunkirchen.de. Hier finden Sie unter dem Link: Kindergärten und die Einrichtung „Hand in Hand“.
 
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