Wir sind alle eine große Familie

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Interessante Einblicke in pädagogische Einrichtungen
 
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Die Kinder malen in der Kunstwerkstatt tolle Kunstwerke.
Die Leiterin des Kurses ist sehr stolz
auf die Arbeit der Kinder.
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Der kleine Garten wird von den Kindern
gut gehegt und gepflegt.
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In der Forscherwerkstatt dürfen die Kinder
experimentieren und viele Dinge ausprobieren.
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Die Kinder üben das Verhalten im Straßen­verkehr
und lernen die Verkehrsschilder.
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Eva Christian, Nadine Korth und Patrick Bickel (von links) besprechen mögliche Aktionen im Teamgespräch.
Die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher kann nicht hoch genug geschätzt werden. Sie helfen unseren Kindern bei ihrer Entwicklung und entlasten die Eltern. Jeder Kindergarten, jeder Hort und jede Tagesstätte in unserem Landkreis Neunkirchen ist uns sehr wichtig. Aus diesem Grund haben wir vor einiger Zeit die beliebte Serie wieder aufleben lassen.

In der Innenstadt von Neunkirchen liegt der katholische Kindergarten Herz Jesu. Trotz der zentralen Lage ist es dort angenehm ruhig und man sieht sich beim Betreten des Geländes direkt von Natur umgeben. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde 1929 erbaut. Im Laufe der Zeit wurde das „Annaheim“ immer wieder umgebaut und erneuert. Die letzte Modernisierung der Kita wurde dann 1997 durchgeführt.
Der Kindergarten strahlt eine gemütliche, familiäre Atmosphäre aus – es ist als käme man in eine schöne, große und kuschelige Wohnung. Und genau dieses Gefühl schätzen die Eltern sehr. Denn für sie ist es wichtig, dass die Einrichtung mit zwei Gruppen überschaubar ist und dass sich die Kinder richtig heimisch fühlen können.
Die Erzieherinnen arbeiten situations- und handlungsorientiert mit Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren in teiloffener Gruppenarbeit. Dadurch sind alle Räume den Kindern frei zugänglich und können für selbstbestimmte Aktivitäten oder die Angebote genutzt werden. Dazu gehören die Interessengruppen, wie Philosophieren mit Kindern, Französisch, die Kunstwerkstatt oder der Forscherraum. Hier können die Kinder mithilfe von Lupen, Mikroskopen, Waagen und Ferngläsern verschiedenste Dinge messen, schätzen und neu erfahren – mit all ihren Sinnen. Draußen im Hof befindet sich auch ein kleiner Nutzgarten. Hier erleben die Kinder wie der Salat und die Kräuter, die sie angepflanzt haben, wachsen und wie daraus schließlich ein leckeres Essen zubereitet wird. „Wir kochen das Mittagessen selbst“, erzählt uns Monika Westenburger, „die Kinder helfen mit bei der Erstellung des Speiseplans und natürlich auch beim Kochen. Auf diese Weise lernen die Kinder eine Vielzahl an Nahrungsmitteln kennen und schon früh, wie man sich ausgewogen ernährt.“
Besonders beliebt bei den Kindern ist die eigene Kinderzeitung. Hier dürfen die Kleinen „mal ganz groß“ ihre Ideen heraus bringen. Gemeinsam wird überlegt, was alles in das „Regenbogen-Blatt“ hinein soll, welche Texte, Fotos und Bilder. So wurde zum Beispiel einmal eine Saurierseite gestaltet, bei der ein Kind die dazupassenden Illustrationen gemalt hat. Die Kinder sind auch immer mal wieder live in der Druckerei dabei und können so erleben, wie aus ihrer Arbeit eine neue Kinderzeitung entsteht.
Viele Dinge passieren im Kindergarten Herz Jesu, zum Beispiel das eigen initiierte Kindermusical „Schneewittchen und die sieben Zwerge“, Stadterkundungen, Walderlebnistage, der Besuch von kulturellen Veranstaltungen und vieles mehr.
Wie alle Kindergärten arbeitet Herz Jesu natürlich auch nach dem saarländischen Bildungskonzept und, als katholische Einrichtung, nach dem Rahmenleitbild des Bistums Trier. „In unserer Einrichtung fordert die kulturell vielfältige Gemeinschaft die Kinder zur Auseinandersetzung mit grundlegenden Werten und Normen heraus. Wir ermutigen und bestärken die Kinder in ihrem Tun, motivieren sie, setzen aber auch Grenzen. Wir alle sind Lernende und können viel voneinander lernen!“, erklärt die Leiterin. „Ungeachtet der Herkunftsfamilie erhalten alle Kinder die gleichen Bildungschancen. Ausgehend von den Stärken der Kinder werden besondere Fähigkeiten gefördert und individuelle Förderbedarfe berücksichtigt.“
Damit dies gelingt, arbeiten die Erzieherinnen zum Wohl der Kinder eng mit den drei Kinderarztpraxen in der näheren Umgebung zusammen. Außerdem ist der Kindergarten in das Grundschulprojekt „Sprungbrett“ und in das Projekt „Signal – Sprachförderung von Kindern“ involviert. Beides sind Projekte auf Landesebene.
Im Kindergarten selbst wird zurzeit das erste und einzige Modellprojekt im Saarland „Erkennung und Förderung von Kindern mit Entwicklungsvorsprüngen in einem Sozialen Brennpunktgebiet“ durchgeführt. Projektträger ist das Ministerium für Bildung und Kultur. „Unsere Erfahrung aus der Projektarbeit zeigt, dass der Umgang mit Kindern mit Entwicklungsvorsprüngen eine große Herausforderung darstellt. Insgesamt lässt sich sagen, dass es sich jedoch lohnt, denn die Arbeit im Modellprojekt wirkte sich bei allen Kindern positiv auf die kognitive, soziale und emotionale Entwicklung aus.“
Im Kindergarten Herz Jesu arbeiten drei Ganztags- und zwei Teilzeitkräfte. Außerdem sind Plätze für ein Vorpraktikum oder andere Praktika vorhanden. Bei Interesse sollte man sich schon ein Jahr vorher anmelden.
Im Kindergarten ist Platz für maximal 50 Kinder. Der Kindergarten bietet je nach Bedarf drei verschiedene Betreuungsformen in der Zeit von 7.15 bis 16.15 Uhr an. Ein Kindergartenplatz kostet 93 Euro, ein Tagesplatz 135 Euro, zuzüglich Essens- und Bastelgeld.

Der katholische Kindergarten Herz ­Jesu befindet sich in der Norduferstraße 8 in Neunkirchen, Telefon 06821-12212, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Monika Westenburger ist die Leiterin der Einrichtung. Weitere Infos erhalten Sie im Internet unter www.kindergarten-herzjesu.de.
 
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