Gemeinsam auf dem Weg sein

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Interessante Einblicke in unsere pädagogischen Einrichtungen
 
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Die Josef-Figur im Flur,

ist das letzte Überbleibsel aus dem alten Kindergarten.
Sie stand vormals im Eingang in einer Nische.
Die bunte Weltkugel steht für die Vielfalt.

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Im Sonnenzimmer ist die gelbe Gruppe zu Hause.
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Die Wiesengruppe belegt das grüne Zimmer.
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Interkulturell:
Wir feiern gemeinsam ein Fest.
Foto: Kiga St. Marien
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Die Wassergruppe ist im blauen Zimmer untergebracht.
 
Die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher kann nicht hoch genug geschätzt werden. Sie begleiten unsere Kinder bei ihrer Entwicklung. Jeder Kindergarten, jeder Hort und jede Tagesstätte und Krippe in unserem Landkreis Neunkirchen ist uns sehr wichtig.

Der Kindergarten St. Marien, direkt im Zentrum von Neunkirchen gelegen, ist der älteste der Stadt. Bereits 1891 wurde die Einrichtung von Pastor Adolf Meyer gegründet. Zuerst war er in der Rollerstraße beheimatet, dann in der Ritzwiesstraße und seit 1914 in der Marienstraße. Die letzte Umgestaltung erhielt der Kindergarten 2002. Das Gebäude wurde nochmal vollkommen neu gebaut.
Auch die Leiterin ist schon sehr lange mit dabei. Hildegard Gerdung hat 1978 im Kindergarten angefangen. Von daher kennt sie teilweise die Eltern der Kinder, die inzwischen in die Einrichtung kommen, noch von früher. „Viele sind nun schon in der zweiten oder dritten Generation bei uns“, erzählt uns die Leiterin. „Mehr als 80 Prozent gehören zu Migrantenfamilien. Von daher sind Kulturvielfalt und Friedenerziehung bei uns so etwas wie zu einer Tradition geworden.“
St. Marien ist ein Ort der Begegnung. Die Familien stammen aus vielen Ländern und Kontinenten: wie zum Beispiel Marokko, Ägypten oder gar Thailand oder Brasilien. Die Vielfältigkeit der Kulturen, ihre Gebräuche und Sitten fließen in die Arbeit mit ein. Jeder kann von dem anderen lernen. Auf diese Weise entsteht eine neues Miteinander und ein besseres Verstehen anderer Völker. So wird die Vielfalt zu einem großen Schatz, an dem alle teilhaben können. Der Kindergarten hat auch schon gemeinsam eine Mosche besucht. Und so haben sie gemeinsam mit den muslimischen Familien das Fest nach Beendigung des Ramadan gefeiert.
„Als katholischer Kindergarten ist natürlich die Vermittlung der christlichen Werte bei uns auch von sehr großer Bedeutung. Bei vielen Gelegenheiten beten wir auch gemeinsam, zum Beispiel vor dem Mittagessen. Die Kinder erfahren, dass Lebensmittel nicht selbstverständlich sind, dass man dafür dankbar sein kann und mit der Nahrung achtsam umgehen muss. Im Gebet wenden wir uns an Gott und machen damit deutlich, dass da noch jemand ist, den wir ansprechen können. Die Kirchenfeste begehen wir gemeinsam – wobei den Eltern Andersgläubiger freigestellt ist, ob die Kinder mit dabei sind oder nicht.“
Man arbeitet hier sehr eng mit den Familien zusammen, hilft sich gegenseitig – ob es nun darum geht, den Elternabend zu gestalten oder das Pfarrfest zu organisieren. Und sollte es doch einmal ein Sprachproblem geben, so findet sich sehr schnell ein Übersetzer. Das kann ein Elternteil sein, aber auch die Kinder versuchen sich schon sehr früh damit. So gibt es zum Beispiel auch spezielle Kleingruppen, in denen Deutsch vermittelt wird. Neben den Erzieherinnen kommt jeden Dienstag noch Marie-Luise Hammes ehrenamtlich in die Einrichtung, um mit den Kindern zu arbeiten. Herr Hübscher, Diplom-Psychologe AWO, vom Sozialraumteam Neunkirchen Innenstadt, besucht donnerstags die Einrichtung und bietet Beratung und Unterstützung für Familien an. Vom Ministerium für Bildung wird der Kindergarten beim Projekt „SIGNALe setzen“ durch Karin Welter betreut. Hierin geht es um die Sprachförderung und die Integration der Kinder im Kreis Neunkirchen. Von Montag bis Donnerstag ist sie in der Einrichtung vor Ort. Als einer von vier Kindergärten wird hier auch das Projekt „SPRUNG-Brett“ durchgeführt. Es wird von der europäischen Union, sowie der Stadt Neun­kirchen und dem Caritas-Verband finanziert. Jeden Dienstag kommt Thomas Mörsdorf in die Einrichtung und vermittelt als Bindeglied zwischen Kindergarten und der nahegelegenen Parkschule. Bei den Projekttagen für die Schulkinder werden unter anderem Ausflüge mit dem Zug in das „kleine Theater“ nach Saarbrücken gemacht oder spezielle Ausstellungen besucht. Auch Waldspaziergänge und Schwimmen ­gehören mit dazu. Und damit alles gut im Gedächtnis bleibt, basteln die Kinder dazu spezielle Mappen und erarbeiten gemeinsam Übungen.
Auch die Zusammenarbeit zwischen Alt und Jung ist sehr wichtig. Gemeinsam mit den Senioren gehen die Kinder in den Singkreis. In Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen findet dies im daneben liegenden Gebäude der Familienbildungsstätte statt unter der Leitung von Sabine Bernarding. Besonders freuten sich die Kinder auf den Auftritt am 6. Februar 2013. Dort durften sie auf der Bühne bei der Frauenfastnacht ihr Können vor der ganzen Gemeinde zeigen. Ansonsten gibt es natürlich noch weitere Mitmachprojekte: das gemeinsame Gestalten der Zimmer, Aufführungen in der Gemeinde, die Vorbereitung von Festen, zu denen gemeinsam gebacken oder auch mal Pralinen gemacht werden. Und das Arbeiten mit den Musikinstrumenten macht den Kindern ebenfalls sehr viel Spaß. Der Kindergarten ist auf zwei Stockwerke aufgeteilt. Oben befindet sich der große Mehrzweckraum, der mal als Turnraum, mal als Ruheraum genutzt wird beziehungsweise für die Elternarbeit. Dazu kommen die Küche und der Essbereich. Auch zwei Computer mit speziellen Lernprogrammen sind vor Ort. Und wenn eine Veranstaltung im Kindergarten ansteht, können die Kinder die Bühne im Pfarrsaal benutzen, zu dem es eine direkte Zutrittsmöglichkeit gibt.
Teilweise um das Haus gelegen, liegt das Außengelände. Neben einem Holzhaus zum Klettern gibt es zwei Rutschen, ein Karussell, eine Vogelnestschaukel und einige Wipptiere. Im Sommer sind zum Spielen besonders der Jasminbusch und der Schmetterlingsbaum beliebt. Und eine große Platane ziert neben weiteren Bäumen den Klettertreppenbereich.
Insgesamt arbeiten hier acht pädagogische Fachkräfte nach dem Saarländischen Bildungsprogramm. Insgesamt 75 Kinder in drei Gruppen im Alter von drei bis sechs Jahren finden hier Platz. Der Kindergarten ist von 7.30 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 16.00 Uhr geöffnet – Mittwochnachmittags ist allerdings geschlossen. Der Preis beträgt hier 93 Euro. Die Tagesstättenplätze gibt es zum Preis von 135 Euro bei einer Öffnungszeit von 7.30 bis 16.30 Uhr, Freitag ist nur bis 16.00 Uhr geöffnet.

Der Kindergarten St. Marien befindet sich in Neunkirchen in der Marienstraße 5. Die Leiterin Hildegard Gerdung können Sie unter Tel. 06821-22560 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichen.   
 
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