Miteinander für das Leben lernen

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Interessante Einblicke in unsere pädagogischen Einrichtungen
 
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Das Außengelände bietet sehr viele,
tolle Spielmöglichkeiten.
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Von der Matschgrube
sind alle Kinder begeistert.
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Wasser kann ganz verschieden aussehen –
je nachdem woher es kommt.
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Die größeren Kinder helfen
den jüngeren und lernen dabei.
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Lernen macht Spaß – auch in zwei Sprachen:
Deutsch und Französisch.
 
Die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher kann nicht hoch genug geschätzt werden. Sie begleiten unsere Kinder bei ihrer Entwicklung. Jeder Kindergarten, jeder Hort und jede Tagesstätte und Krippe in unserem Landkreis Neunkirchen ist uns sehr wichtig.

Seit 1992 gibt es nun die städtische Kindertagesstätte in Furpach. Sie ist im alten Schulgebäude untergebracht, welches entsprechend umgebaut wurde. Durch ein Gartentor gelangt man zunächst auf das große Außengelände. Dort gibt es viele Spiel-, Kletter- und Experimentiermöglichkeiten.
Eine Besonderheit der Kita Furpach ist die Arbeit mit altersgemischten Gruppen von sechs Monaten bis sechs Jahren. Seit 2011 beteiligt sich die Einrichtung an der Bundesoffensive „Frühe Chancen – Sprache und Integration“, die vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend finanziert und pädagogisch gefördert wird. Im Zuge dieses Projektes wird die Einrichtung von einer zusätzlichen Sprachförderkraft unterstützt, die eine alltagsintegrierte sprachliche Bildung und Begleitung der Kinder anbietet. Das Betreuungs- und Bildungsangebot wird dadurch nachhaltig unterstützt und verbessert. Studien belegen: Je früher eine sprachliche Bildung beginnt, desto größer sind die Chancen auf dem späteren Bildungs- und Berufsweg.
Im Zuge dieses Projektes bietet die Sprachförderkraft monatlich einen Eltern-Kindnachmittag für die Familien der ein- bis dreijährigen Kinder an. Dieses bisher einrichtungsinterne Angebot soll nun ab Herbst 2013 nach außen geöffnet werden. Interessierte Eltern können sich gerne an die städtische Kindertagesstätte in Furpach wenden. Ansprechpartnerinnen sind Frau Schnell und Frau Thiel.
Neben der deutschen Sprache haben die Kinder die Gelegenheit mit einer weiteren Sprache in Berührung zu kommen. Eine französische Muttersprachlerin spricht mit den Kindern nur in ihrer Landessprache. „Viele Kinder können sie sehr schnell verstehen und sich mit ihr unterhalten“, erklärt die Leiterin Frau Schnell. „Und es bereitet den Kindern sehr viel Freude!“
Die Grundlage der pädagogischen Arbeit ist das Saarländische Bildungsprogramm und der Situationsansatz. Der Situationsansatz ist ein Konzept, das dazu einlädt, sich mit Kindern auf die Vielfältigkeit des Lebens einzulassen. „Dazu gehört auch das Lernen der Kinder in Alltagssituationen wie zum Beispiel: Wie funktioniert eine Waschmaschine, wie das Telefon? Was gehört zum Tischdecken dazu? Welche Pflege brauchen unsere Schildkröten?“
Auch das Arbeiten in Projekten, in denen Situationen und Themen aufgegriffen und bearbeitet werden, ist ein wichtiger Teilbereich. Die Kinder lernen auf diese Weise durch vielfältige Lernerfahrungen. „Durch die Altersmischung erkennen die Älteren, was die Jüngeren brauchen und die Jüngeren haben zugleich ein greifbares Vorbild“, erklärt die Leiterin. „Es ergeben sich regelrechte Kinderpatenschaften, die die Kinder untereinander aufbauen, indem sie sich um die Jüngeren kümmern und ihnen zum Beispiel beim Anziehen helfen oder sie füttern.“
Die Erzieherinnen arbeiten eng mit den Eltern in einer Erziehungspartnerschaft zusammen, was der Entwicklung der Kinder sehr zugute kommt. Dazu gehören regelmäßige gemeinsame Entwicklungsgespräche und die Einbeziehung der Eltern in alle Belange der Einrichtung. Diese Partizipation ist den Erzieherinnen der Kindertagsstätte Furpach auch in der Arbeit mit den Kindern wichtig. Die Kinder werden in die Entscheidungen, die ihre Belange betreffen, mit einbezogen. Sie legen fest, was am Kochtag eingekauft und gekocht wird, oder auch welche Regeln benötigt werden, damit das Zusammenleben funktioniert.
Der Bildungsbereich Körper, Bewegung und Gesundheit ist ein weiterer Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit. „Unser Ziel ist es, die Kinder fit zu machen. Sie sollen erfahren, was der Körper für ein gesundes Wachstum braucht und welche Lebensmittel dem Körper gut tun und welche nicht!“ Die Einrichtung bezieht ihre Lebensmittel hauptsächlich von saarländischen Biobauern wie dem Birkenhof, Bioland Denis und der Vollkorn­bäckerei Schales.
„Zur gesundheitlichen Förderung ist aus­reichende Bewegung bei den Kindern sehr wichtig“, erklärt die Leiterin. Außer den ­täglichen Bewegungsmöglichkeiten gibt es wöchentlich gruppenübergreifende Angebote wie die Fit Kids, die einfache Schrittkombinationen zu flotter ­Musik trainieren. Des Weiteren haben die Kinder die Möglichkeit an einem Training zum Erwerb des Minisportabzeichens teilzunehmen sowie am regelmäßigen Waldtag, an dem bis zu 30 Kinder teilnehmen. Dabei sein können die Kinder ab vier Jahren. Dank eines Sponsors kann seit 2012 ein Waldpädagoge die Arbeit der Erzieherinnen unterstützen. Auf diese Weise lernen die Kinder den Wald und die Tiere näher kennen. Sie können tolle Entdeckungen machen und gleichzeitig die Natur als Erholungs- und Bewegungsraum kennen und schätzen lernen.
Insgesamt arbeiten hier 17 pädagogische Fachkräfte nach dem Saarländischen Bildungsprogramm. Träger ist die Stadt Neunkirchen. 20 Kinder unter drei Jahren und 52 Kinder zwischen drei und sechs Jahren finden hier Platz. Die Kinder sind in altersgemischten Gruppen von sechs Monaten bis sechs Jahren untergebracht.
Insgesamt sind es vier Gruppen. Ein Ganztagesplatz kostet 218 Euro. Dazu kommen die Kosten für das tägliche Mittagessen, für Frühstück und Imbiss sowie ein Pflegebeitrag für die Kinder unter drei. Die Öffnungszeiten sind von 7.00 bis 18.00 Uhr.

Die Städtische Kindertagesstätte befindet sich in Furpach in der Sebachstraße 2b. Für weitere Informationen wenden Sie sich an die Leiterin Frau Schnell unter Telefon 06821-33640 oder per e-Mail unter kitafurpach@ neunkirchen.de.
 
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