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Das Magische Wiesenreich – die Natur besser verstehen
 
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Gelbe Wiesenameise: Melanie Graslieb
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Rote Waldameise: Marlene Waldgut
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Biene: Niko Sonnenfroh
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Erdhummel: Sonja Brummel
In dieser neunen, interessanten und sehr lehrreichen Serie, bingt Ihnen unsere Redakteurin vom Stadtmagazin „es Heftche“ für Neunkirchen und Umgebung, die Künstlerin Andrea Dejon (www.andrea-dejon.de), das Leben aus dem Wiesenreich etwas näher.

Bereits in unserer Juni-Ausgabe konnten Sie einige der „Wiesenhelden“ näher kennen lernen. Wir setzen diese interessante und lehrreiche Serie aus der Insektenwelt nun fort, denn nur was wir kennen, können wir auch mögen oder verstehen.

Die bekanntesten Helfer sind die Ameisen. Sie bilden immer Staaten aus. Eine Ameise könnte niemals allein überleben. Es gibt zehntausende von verschiedensten Arten. Man könnte die Ameisen als das Weltenvolk bezeichnen. Denn in den unterschiedlichsten Gebieten sind sie zuhause. Sie gehen vielfältige Verbindungen ein: Mal arbeiten sie mit Bäumen zusammen – sie verteidigen sie gegen Ungeziefer und erhalten dafür Kost und Logis. Mal gehen sie der Tätigkeit eines Schäfers nach, indem sie sich Blattläuse- oder Buckelzirpenherden halten. Dafür suchen die Ameisen immer das beste „Weideland“ aus und tragen ihre Herde sogar dorthin. Und wenn Gefahr droht braucht nur eines ihrer Tierchen Alarm zu schlagen und schon werden aus den friedvollen „Viehzüchtern“ richtige „Krieger“. Es gibt Ameisenarten, die sind Jäger und welche, die sind Sammler. Die kennen wir Menschen ganz besonders gut. Denn alles, was ihnen schmackhaft erscheint wird, wird von ihnen einfach huckepack gestemmt und ohne zu fragen mitgenommen. Manche sind auch Farmer. Sie züchten in ihren Bauten spezielle Pilze. Diese Pilzart ist inzwischen vollkommen von den Ameisen abhängig und könnte ohne ihre Pflege und Hilfe nicht mehr eigenständig überleben. Andere wiederum sind Weber und formen aus den Seidenfäden, die ihre Larven produzieren, und Blättern oberirdische Nester. Allerdings gibt es auch Ameisenarten, die sind sehr unsozial. Sie unterjochen andere Völker oder rauben deren Larven und Puppen, die sie dann zu ihren Sklaven machen. Die Ameisen sind ein sehr altes Volk. Sie haben sogar die Dinosaurier ganz persönlich kennen gelernt. Vor etwa 100 Millionen Jahren! Ameisen sind auch echte Superhelden. Sie können etwa das 50-fache ihres eigenen Gewichts stemmen und haben einen unglaublichen Organisations- und Orientierungssinn. Sie können toll klettern und würden selbst auf dem Eis nicht ausrutschen. Auch helfen sie mit bei der Blütenbefruchtung und Pflanzenvermehrung.

Gelbe Wiesenameise: Melanie Graslieb
Meist ist sie gelb oder bernsteinfarben. Sie ist recht klein, nur zwei bis vier Millimeter. Sie errichtet Erdnester unter Steinen oder baut recht große Nesthügel, die sie mit Gras überwachsen lässt. Im Gegensatz zu anderen Ameisen, lebt sie sehr versteckt und es gibt auch kaum Ausgänge in ihrem Nest. Was sie braucht, „baut“ sie selbst an, das heißt: Sie züchtet Wurzelläuse und „melkt“ diese – frisst die Ausscheidungen, den sogenannten Honigtau.

Rote Waldameise: Marlene Waldgut
Diese Ameisenart gehört zu den auffälligsten in Europa und kann bis zu einem Zentimeter groß werden. Sie gehört zu den emsigsten Waldhelfern und macht regelrecht Jagd auf Ungeziefer wie zum Beispiel den Borkenkäfer, der für große Waldschäden sorgt. Sie kann sehr gut sehen – besonders das Männchen dieser Gattung. Leider sind diese Ameisen mittlerweile bedroht, da der Mensch sehr in ihren Lebensraum eingreift.

Biene: Niko Sonnenfroh
Emsig sammeln die Bienen Nektar und Pollen, und sorgen auf diese Weise dafür, dass die Bäume Früchte tragen können oder aus einer Blüte ein Kürbis oder eine Zucchini werden kann. Die bekanntesten Arten leben als Kolonie in einem Nest. Sie „unterhalten“ sich mit Hilfe eines Tanzes, produzieren den bekannten Honig und Wachs, der zu duftenden Kerzen gerollt wird. Sie haben einen tollen Sinn für Geometrie. Es gibt aber auch viele Einzelgänger unter ihnen, die ganz allein zu recht kommen. Die Holzbiene, zum Beispiel, hat ein so starkes Mundwerkzeug, dass sie richtige Löcher und Gänge ins Holz beißen kann. Um sich zu wehren, haben nur die Weibchen einen Stachel. Doch wenn sie zustechen, müssen sie sterben. Leider gibt es immer weniger Bienenarten. Das liegt zum Teil auch daran, dass es keine so große Artenvielfalt von Wildblumen mehr gibt.

Erdhummel: Sonja Brummel
Die Hummeln sind mit den Bienen recht nah verwandt. Von daher haben sie auch fast die gleichen Talente. Die Erd- oder Gartenhummel lebt in der Erde. Die Königin hat die Fähigkeit eines Töpfermeisters. Sie kann aus dem Wachs, das sie produziert, eine Art großen Topf formen. Außerdem ist sie recht „wetterfest“. Im Gegensatz zu den Bienen fliegen Hummeln selbst bei Regen oder wenn es draußen kühl ist. Obwohl ihr Flug recht unbeholfen wirkt, sind sie gute Flieger. Selbst der Flug auf den Mount Everest wäre für sie ein Spaziergang – nur das Tanzen ist nicht ihr Ding und das richtige Nektarsammeln für jede Blütenart müssen sie mühselig erlernen. Im Gegensatz zur Biene sind sie eher Gemüts-Insekte: Man muss sie schon sehr ärgern (sprich sie anfassen), damit man gestochen wird.

Auch im Internet unter www.bund.net/themen_und_projekte kann man unter der Rubrik Artenschutz, Thema Insekten-Hautflügler oder www.insektoid.info noch einiges Wissenswerte nachlesen. Auch über ihre „Verwandten“ die Wespen und Bienen.   
 
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Illustrationen made Andrea Dejon

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