Wespe: Frederik Nimmersatt, Pinselkäfer: Moritz Hölzlein, Erdeichel-Widderchen: Bärbel Rotfleck, Rosenkäfer: Mario Duftfroh

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Das Magische Wiesenreich – die Natur besser verstehen
 
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Wespe: Frederik Nimmersatt
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Pinselkäfer: Moritz Hölzlein
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Erdeichel-Widderchen: Bärbel Rotfleck
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Rosenkäfer: Mario Duftfroh
In dieser neunen, interessanten und sehr lehrreichen Serie, bingt Ihnen unsere Redakteurin vom Stadtmagazin „es Heftche“ für Neunkirchen und Umgebung, die Künstlerin Andrea Dejon (www.andrea-dejon.de), das Leben aus dem Wiesenreich etwas näher.

Wer gelernt hat, besser mit sich selbst und seinen Gefühlen umzugehen, geht auch mit aufmerksamerem Blick durch die Welt: Es sind die kleinen Lebewesen, die unsere Welt im Gleichgewicht halten. Sie sind so verschieden wie wir Menschen und helfen der Natur mit ihren einzigartigen Fähigkeiten.

Eine Blumenwiese beherbergt unzählige Lebewesen. Sowohl in der Erde, als auch über der Erde. Wir Menschen beachten sie kaum, weil diese Wesen nicht gerade groß sind. Aber sie sind für unsere Welt unglaublich wichtig.
Wespen, Bienen und Ameisen sind uns allen schon sehr vertraut und bekannt, doch wer weiß schon wie viele verschiedene Arten es bei uns gibt und dass nicht alle in einem Staatensystem, sprich Kolonie, leben. Manche sind Einzelgänger und leben nur wenige Wochen, manche bauen sich ein Nest in luftigen Höhen, andere graben Löcher in den Erdboden.
Und wenn man sich diese Tierchen genauer anschaut, bemerkt man auch, dass sie eine ganz besondere Zeichnung auf dem Körper tragen und dass jedes Volk eine etwas andere Maserung hat. Auch könnte man sagen, dass die einzelnen Wespenarten ganz unterschiedliche Charaktereigenschaften haben. Manche sind friedlich, andere aggressiver – vor allem, wenn sie viel Zucker oder Honig bekommen haben. Deshalb sollte man sich auch vor den Wespen vorsehen, die im Sommer in der Nähe von Mülleimern herumfliegen oder wenn man ein zuckerhaltiges Getränk oder ein Eis hat. Denn dieser Geruch animiert die Tierchen zum Kämpfen. Nach dem Motto: „Das da muss ich haben!“ Und auch wenn man unruhig wird und nach ­ihnen schlägt, dann „erklären“ wir ihnen regelrecht den Krieg.
In den nächsten Monaten möchten wir Ihnen einige der Wiesenbewohner genauer vorstellen. Wie sie aussehen, was sie tun und welche „Superkräfte“ sie haben. Und damit Sie sich so richtig mit einem dieser Wiesenhelden identifizieren können, haben unsere Illustrationen einige „menschliche Züge“ bekommen. Welcher Wiesenheld wären Sie?

Wespe: Frederik Nimmersatt
Die Wespen haben immer Hunger. Sie können innerhalb einer Stunde das Mehrfache ihrer eigenen Körpergröße fressen. Ihre Verdauung läuft dabei auf Hochtouren. Innerhalb einiger Minuten haben diese Tierchen zum Beispiel ein Apfelstückchen verdaut – im Größenvergleich zu uns, wäre das ein kleiner Brotleib.


Die Larve des Pinselkäfers sorgt dafür, dass alte Baumstämme zu nahrhaftem Humus umgearbeitet werden können. Wenn er sich dann nach zwei Jahren verpuppt und dann als Käfer erneut das Licht der Welt erblickt, trägt er auf seinen Flügeln die Streifen einer Hummel – zur Tarnung, um sich besser vor Fressfeinden zu schützen.

Erdeichel-Widderchen: Bärbel Rotfleck
Hierbei handelt es sich um einen Falter, der bereits selten geworden ist. Er hat das besondere Talent sich in unterschiedlichen Lebensräumen wohl zu fühlen. Als Raupe setzt sich diese Schmetterlingsart zur Wehr, in dem sie blausäurehaltige „Spucke" (Sekret) erzeugt. Wegen seiner roten Flecken trägt er den Spitznamen „Blutströpfchen“. Mit dieser Färbung zeigt er seinen Feinden auch „Achtung, ich bin giftig!“

Rosenkäfer: Mario Duftfroh
Er liebt alle wohlriechenden Blüten, besonders Heckenrosen und Holunder. Ihn bringt nichts so schnell aus der Ruhe – weder ein angriffslustiges Insekt noch eine Menschenhand. Als Engerling lebt er gerne im Kompost und schafft daraus tollen Erdboden, in dem sich die Regenwürmer richtig wohl fühlen. Er lebt dort zwei Jahre und baut sich dann aus dem umgebenden Material und „körpereigenem“ Leim einen eiförmigen Kokon. In manchen Gegenden kommt er schon seltener vor. Vielleicht weil er oftmals mit dem Engerling des Mai- oder Junikäfer verwechselt wird.

Interessante Informationen dazu erhalten Sie auch im Internet unter www.natur-in-nrw.de/HTML/fertigeprofile.html. 
 
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Illustrationen © by Andrea Dejon

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