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Das Magische Wiesenreich – die Natur besser verstehen  
 
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Karin NinjaschrittKrabbenspinne
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Manuel WeichfußWasserläufer
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Merlina KampfstarkTönnchåçen-Wegwespe
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Theodor von Ton –
weißer Bär oder auch Tigermotte genannt
Auch in diesem Jahr bringt Ihnen unsere Redakteurin Andrea Dejon das Leben aus dem „Wiesenreich“ wieder etwas näher. Denn: Was man kennt, schützt man auch. Wenn Sie zurückliegende Folgen verpasst haben, finden Sie diese im Internet unter www.es-heftche.de.

Schon seit Menschen Geschichten ersinnen, gibt es Superhelden, die übermenschliche Fähigkeiten besitzen und im Kampf gegen Gut und Böse unglaublich gute Kämpfer sind. Zu den besten Kampfspezialisten bei uns Menschen gehören die Ninja-Kämpfer. Sie agieren stets im Verborgenen und man sagt ihnen nach, dass sie sogar über das Wasser laufen könnten. Bei unseren Wiesenhelden gibt es ebenfalls einige, die man wegen ihrer Fähigkeiten als perfekte Ninja-Spezialisten bezeichnen könnte.

Karin NinjaschrittKrabbenspinne
Sie ist ein richtiger Meister in der Tarnung und Täuschung. Je nach Farbhintergrund nimmt sie die entsprechende Farbe an: mal rot, mal gelb, mal grün. Somit lebt sie perfekt im Verborgenen. Sie ist als Lauerjägerin unterwegs. Zwar könnte sie wie die anderen Webspinnen auch ein Netz anfertigen, aber das Spinnen ist nicht so ihr Ding. Sie mag es umherzustreifen und sich die besten Beutestücke auszusuchen. Egel, ob im unteren Stockwerk des Wiesenreiches oder hoch oben im „Hochhaus“ einer Königskerze. Denn auch in ihrer Kletterkunst ist sie beinah ungeschlagen. Könnten wir wie sie springen, wären Entfernungen von zwanzig bis dreißig Metern kein Problem. Wer sie im Wiesenreich finden und sehen will, muss allerdings sehr genau hinschauen. Sie wird maximal einen Zentimeter groß.

Manuel WeichfußWasserläufer
Man müsste über das Wasser laufen können, dann gäbe es keinerlei Grenzen mehr. Dies könnte sich ein Wasserläufer möglicherweise gedacht haben, als er nicht nur die Wiese, sondern auch die Wasseroberfläche erobert hat. Er ist so leicht und seine Füße sind so zartgliedrig, dass ihn das Wasser trägt. Und auch wenn man es ihm nicht ansieht, so gehört er doch zur Familie der Wanzen! Allerdings besitzt Manuel nur vier Beine, das dritte Beinpaar wurde zu kleinen Fangarmen umfunktioniert.
Wasserläufer können sehr gut sehen, aber nicht jeder von ihnen besitzt Flügel und manche nur ganz verkümmerte Flügelchen. Dafür können sie jedoch regelrecht wie Eiskunstläufer übers Wasser gleiten. Im Schnitt können sie eine Geschwindigkeit von 1,5 Meter pro Sekunde erreichen, und dass obwohl sie nur ein oder zwei Zentimeter lang sind. In „Menscheneinheiten“ umgerechnet, sprinten sie also circa 150 Meter pro Sekunde.
Aber nicht alle Wasserläufer leben in einem Wiesenreich auf kleinen Tümpeln. Manche von ihnen lieben das Meer, die einen in Strandnähe, die anderen mögen die Gefahren und Abenteuer der hohen See – und gleiten daher weitab von jeglichem Land über die Wellen dahin.

Merlina Kampfstark – Tönnchen-Wegwespe
Wer glaubt, eine Spinne habe im Wiesenreich keinen Gegner, der kennt nicht die Stämme der Wegwespen. Sie sind unter den Wiesenhelden nahezu ungeschlagen, wenn es um die Perfektion des Kampfes geht. Ihre Beine sind sehr lang und dünn, aber dennoch ungemein stark. Sie wagt sich sogar den Kampf gegen eine Spinne aufzunehmen, die mehr als zehnmal so groß wie sie selbst ist. Und sie besitzt so viel Kraft, dass sie diese für sie riesige Spinne eine senkrechte Wand hochzuziehen vermag. Die meisten Stämme ähneln großen Ameisen mit Flügeln, manche haben aber auch die typische gelb-schwarze Wespenfärbung, andere sind rot und schwarz gestreift.
Aber nicht nur im Kampf sie gut. Sie haben auch ein vielseitiges Bautalent. Je nach Stammeszugehörigkeit bauen sie für ihren Nachwuchs sogar sehr extravagante Lehmbauten.

Theodor von Ton –
eißer Bär oder auch Tigermotte genannt
Sie sehen kuschelig weich und süß wie Bärchen aus. Alle Stämme aus der Schmetterlingsfamilie dieser Art tragen das Wort Bär in ihrem Namen. Doch sollte man sich vom Aussehen nicht täuschen lassen. Denn sie können sich selbst gegen eine Fledermaus verteidigen. Zwar nicht im Kampf, dafür aber mit ihrer Stimme. Sie stoßen einen so grellen Ultraschallton aus, dass es die Fledermaus regelrecht aus ihrem Flug wirft. Und der Braune Bär kann mit seiner Art der Flügelbewegung sogar die Echolotung einer Fledermaus außer Gefecht setzen. Fühlt sich die Tigermotte beobachtet, lässt sie ihr „Flugmäntelchen“ seitlich runterhängen und zeigt damit dem Angreifer ihren gelben Rücken, der an eine Hornisse erinnert. Falls aber doch ein Räuber sie in sein Maul oder in seinen Schnabel bekommt, spuckt er sie sofort wieder aus. Denn das Gift, das die Tigermotte sich als Raupe angefressen hat, schmeckt den Jägern überhaupt nicht.
Die Flügelspannweite beträgt zwischen fünf und sechs Zentimetern. Doch kann die Tigermotte ihre Flügel an den Seiten regelrecht zusammenfalten. Auf diese Weise wirken die Flügel schmal und dünn und sie kann sich somit auch in Nischen zwängen, in die kein anderer Schmetterling hinein käme.
Der Gelbe Bär sieht der weißen Tigermotte zum Verwechseln ähnlich, nur sieht das Weiß bei ihm aus wie vergilbtes Papier. Er besitzt keine Giftstoffe, die ihn vorm Gefressenwerden schützen können, aber da er ein paar Wochen nach dem Weißen Bären schlüpft, halten die Fressfeinde ihn für eine echte und somit ungenießbare Tigermotte. Er schützt sich also, indem er einen anderen Schmetterlingsstamm imitiert.
Die Bärenspinner-Schmetterlingsfamilie ist unglaublich vielgestaltig und vielseitig. Besonders schön und farbenfroh ist der Braune Bär, leider ist er sehr stark gefährdet und steht auf der Roten Liste gefährdeter Tier­arten. Manche dieser ganz besonderen Nachtfalter arbeiten sogar als „Mediziner“. Von daher sollten Sie sich unbedingt mal mehr dieser „Bärchen“ ansehen.

Auf dieser Webseite finden Sie ganz tolle Fotos und Infos: www.schmetterling-raupe.de – einfach die Liste der Bärenspinner anklicken.   
 
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