Der Traum vom Fliegen 3. Teil

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Der Traum vom Fliegen
 
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Alby kriecht von Blatt zu Blatt
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Aus der kleinen Raupe wurde ein
wunderschöner Schmetterling
 
So, nun geht’s in den Endspurt mit den Ferien und dann fängt wieder der geregelte Alltag an. Früh aufstehen, Schule, Hausaufgaben, lernen,... Halt, da fehlt doch was! Richtig, die Freizeit! In dieser könnt ihr wunderbar draußen rumtoben oder, zum Beispiel bei schlechtem Wetter den letzten Teil unserer Geschichte lesen oder rätseln.
 
Alby, die Raupe, möchte gerne fliegen. Deshalb versucht sie sich ein gutes Flugdrachenblatt zu bauen. Doch dieser Traum verärgert den neidischen Wurmelux. Er mag keine Flieger. Deshalb erzählt er allen, dass die Raupe verrückt wäre und dass das ansteckend sei...
Alby hat schon einige Flugversuche hinter sich. Leider ist sie stets abgestürzt und hat dabei ihr Flugblatt verloren, so dass sie sich immer wieder ein neues bauen muss.
Doch in letzter Zeit hat sie das Gefühl, von den anderen Wiesenbewohnern merkwürdig angeschaut zu werden, oder sie stecken die Köpfe zusammen und tuscheln so merkwürdig.
„Ich gebe meinen Traum nicht auf!“, denkt sie sich. „Ich mache weiter!“
Eine Träne kullert aus ihren Augen. „Schnief, aber es wäre schon schöner, wenn ich meinen Traum mit den Anderen teilen könnte.“
Eines Morgens, als Alby wieder einmal erwacht, fühlt sie sich irgendwie müde. Es fehlt ihr, mit einem Anderen reden zu können. Langsam kriecht Alby von Blatt zu Blatt und schaut sich um. „Wo sind denn nur alle?“, denkt sie und krabbelt auf die Erde. Da sieht sie gerade einige Erdkrabbler. Sie spürt, dass diese sie auch sehen. Vorsichtig hebt Alby die Hand und winkt ihnen zu. Doch im gleichen Moment ducken sich die Erdkrabbler und verschwinden. Alby sucht weiter. Jeder Erdkrabbler, den sie kurz sieht, versteckt sich sofort vor ihr oder läuft weg. Selbst die Flieger machen einen großen Bogen um sie. ­Alby setzt sich auf ein Blatt und beginnt bitterlich zu weinen. Sie versteht die Welt nicht mehr. Was hat sie den Anderen nur getan?
Ganz in der Nähe krabbelt gerade Amelie lang. Das Weinen macht sie neugierig. „Wer ist denn da so traurig?“ Vorsichtig lugt sie zwischen zwei Blättern heraus und erschrickt. Das ist ja Alby. Und deren Verrücktheit soll sehr ansteckend sein. Doch als Amelie Alby so weinen sieht, erwacht ihr Mitleid.
„Hm“, denkt sie, „ich bin ihr ja schon einmal begegnet und bin nicht verrückt geworden. Ob das alles nur Gerede ist? Vielleicht hat ja auch nur jemand schlecht über sie gesprochen.“
Amelie krabbelt nachdenklich weiter. Kurz darauf begegnen ihr Gerd und Leonard. Auch sie sind der Raupe schon mal begegnet. Genauer gesagt, der Tausendfüßler und die Ameise haben sich über ihr merkwürdiges Verhalten geärgert, aber mehr ist nicht passiert.
„Da muss wohl irgendwer ein Gerücht in die Welt gesetzt haben!“ erklärt Amelie. Leonard kratzt sich am Kopf. Als Ameise kommt er viel auf der Wiese herum. „Und ich glaube, ich weiß auch, wer das getan hat.“
„Wer denn?“
„Dieser alte Griesgram Wurmelux!“
Die drei beschließen, den alten Wurm aufzusuchen und ihn zur Rede zu stellen. Dieser lugt gerade neben einem Stein aus der Erde heraus. Seine Haut ist irgendwie noch grauer geworden. Er brabbelt wütend vor sich hin. „Ach, schon wieder ist so eine elende Raupe aus ihrem Kokon geschlüpft und hat sich als Flieger in den Himmel erhoben! Ich hoffe nur, diese Alby wird ihren Traum niemals erreichen.“
„Also hast du diese Lügen erzählt!“ ruft Amelie wütend. Der alte Wurmelux erschrickt und vergräbt sich sogleich wieder in der Erde. Seit diesem Tag hat ihn keiner mehr gesehen.
Die kleine Raupe Alby jedoch bekam Amelie, Gerd und Leonard als Freunde. Sie hatten gemeinsam noch viel Spaß, obwohl sie so verschieden waren. Auch sprach sich die Wahrheit herum, dass so mancher Erdkrabbler durchaus zu einem Flieger werden kann, und wie wichtig es ist, an seinen Traum zu glauben.
Tja, und dann eines Tages wurde aus der kleinen Raupe Alby wirklich ein Schwalbenschwanz-Schmetterling.
 
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