Saarländische Karnevalsjugend fordert ein Offenlassen der Hallen in den Sommerferien

Die saarländische Karnevalsjugend (VSK-Jugend) fordert Kommunen und Politik dazu auf, den Vereinen die Hallen auch in den Sommerferien zur Verfügung zu stellen, um den gerade erst anlaufenden Trainingsbetrieb aufrecht erhalten zu können. Gerade im Tanz- und Gardesport ist ein richtiges Training nur in Hallen oder mit tanzbaren Böden möglich.

„Unsere Vereine brauchen jetzt die Unterstützung der Politik, um die über Jahrzehnte hinweg aufgebaute Kinder- und Jugendarbeit im Sinne unseres Brauchtums wieder weiterführen zu können.", betont Fabienne Eli, Vorsitzende der saarländischen Karnevalsjugend. Sie ergänzt weiter: „Kinder und Jugendliche mussten besonders unter der Pandemie leiden, die aktuelle Verordnung lässt einen Trainingsbetrieb zu, nun

muss schnellst möglichst die notwendige Infrastruktur geschaffen werden, um einen Regelbetrieb zu ermöglichen."

Die über 12.000 Kinder und Jugendliche, welche in der VSK-Jugend organisiert sind möchten wieder trainieren und ihre Freunde sehen. Das war zum Teil über ein Jahr nicht oder nur online möglich. Auch die saarländischen Karnevalsvereine stoßen an ihre Grenzen. Tänze müssen einstudiert, die Motivation und das Zusammengehörigkeitsgefühl wieder gestärkt werden. Die jüngsten Generationen konnten bisher nicht angesprochen werden, was die Vereine langfristig vor große Herausforderungen stellen wird. Der Vorstand der Karnevalsjugend betont wie notwendig ein sofortiges Handeln ist. Das Schließen von Hallen während der anstehenden Sommerferien sei schlichtweg eine Katastrophe und eine Geringschätzung der Vereinsarbeit die das Dorfgeschehen maßgeblich mitprägt.

Ein weiteres Problem ist, dass Hallen beispielsweise durch Testzentren belegt sind oder aufgrund der Corona-Pandemie nicht für den Trainingsbetrieb geeignet erscheinen. Auch hier fordert die VSK-Jugend ein unmittelbares Handeln. Denkbar sei, dass Kommunen große Veranstaltungssäle, Zelte in abgesperrten Bereichen wie beispielsweise auf Schulhöfen oder leerstehende Hallen mit entsprechenden Bühnen bestücken und den Vereinen zur Verfügung stellen. „Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur zu bedenken, dass insbesondere im Gardetanz nicht jeder Untergrund für einen sicheren Trainingsbetrieb geeignet ist. Als saarländische Karnevalsjugend stehen wir dem Land und Kommunen aber gerne mit Rat und Tat zur Seite um eine schnelle und geeignete Lösung für unsere Vereine zu finden." so Fabienne Eli abschließend.

Zum Hintergrund: Die saarländische Karnevalsjugend, kurz VSK-Jugend vertritt über 12.000 Kinder und Jugendliche aus 180 Vereinen und somit über 700 Gruppen. Der 16-köpfige Jugendvorstand mit einem Durchschnittsalter von 24 Jahren ist eigenständiger Teil des VSK (Verband saarländischer Karnevalsvereine) und vertritt die Interessen der Mitgliedsvereine. Die VSK-Jugend ist im Vorstand des Landesjugendrings und im Landesjugendhilfeausschuss vertreten.