Neue Gesichter unter bewährter Führung / Thomas W. Schmitt als Landesvorsitzender im Amt bestätigt
210825 lsu saar
Neu gewählter Landesvorstand LSU Saar & Gäste der Frauen Union Saarvordere Reihe 2. von links: Der wiedergewählte Landesvorsitzende Thomas W. Schmitt Bildquelle: LSU Saar

Am Dienstag, 24. August wurde der Vorstand des Landesverbands Saarland der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) im Rahmen einer Landesmitgliederversammlung neugewählt. Der 36-jährige Thomas W. Schmitt aus Neunkirchen wurde einstimmig im Amt des Landesvorsitzenden bestätigt. Schmitt war erstmals zum Jahresbeginn 2019 in das Amt des

Landesvorsitzenden gewählt worden und hat den Landesverband mit seinen ebenfalls in ihren Ämtern bestätigten Stellvertretern Konrad Bauer und Henning Fries in den letzten zweieinhalb Jahren angeführt. Christian Gebhardt-Eich ist als Landesschatzmeister weiterhin für die finanziellen Angelegenheiten des Landesverbands zuständig. Sein Mann Stefan Eich wurde erneut als Beisitzer gewählt, der künftig auch weiter in der Funktion des Landesgeschäftsführers operative Aufgaben des Verbands übernehmen soll. Zudem wählten die Mitglieder weitere Beisitzer, darunter Svenja Welsch, Kathrin Brandt und Denis Kern die erneut im Vorstandsteam mitarbeiten. Weitere Beisitzer und Neu im Vorstand sind Tobias Flick, Karl Terrollion, Torsten Käufer, Sandra Garn sowie Kathrin Schmidt, die als Pressesprecherin künftig die Pressearbeit des Landesverbands organisieren wird. Mit nunmehr dreizehn statt zuvor noch acht Vorstandsmitgliedern sowie zwei weiteren Frauen stellt die LSU Saar ihr Führungsteam damit insgesamt breiter auf.

"Der Anspruch mit dem ich zusammen mit meinem Vorstandsteam 2019 angetreten bin, war es vor allem gute Kontakte und einen steten Dialog mit den Organisationen, Verbänden und Anlaufstellen für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transidente und intergeschlechtliche Menschen in unserem Bundesland zu führen, um so auch Impulse für die inhaltliche Arbeit zu gewinnen, uns zu positionieren und eigenständig Themen zu entwickeln und voranzubringen. Ich denke das ist uns mit zahlreichen Vor-Ort-Terminen, Gesprächen und daraus konkret an die Landespolitik gerichteten Forderungen mehr als gut gelungen. Gerade auch im engen Austausch mit der CDU-Landtagsfraktion konnten wir ganz konkrete Punkte wie die diskriminierungsfreie Blutspende für homosexuelle Männer, die Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsbildung beim Thema Aids und HIV sowie die Förderung von Akzeptanz und Vielfalt unter anderem im Rahmen des dafür erarbeiteten Landesaktionsplans über parlamentarische Initiativen im saarländischen Landtag mit voranbringen.", resümiert Schmitt die letzten zweieinhalb Jahre. Schmitt betont, dass der Landesvorstand bei den für die LSU wichtigen Themen mit genau dieser stark auf Themen, Inhalte und auf das tatsächliche politische Vorankommen konzentrierten Arbeit weitermachen will und bringt es auf den Punkt: "Am Ende zählt, was wir für die Menschen, für die wir unsere Arbeit machen, konkret bewegen und erreichen konnten. Darauf allein kommt es an!"

So hat die Landesmitgliederversammlung mit Blick auf die Zeit nach der Landtagswahl im März 2022 ein Positionspapier zur LSBTI-Politik im Saarland beschlossen, welches der neugewählten Vorstand auch als Arbeitsprogramm für die kommenden Jahre verstanden wissen will. Stolz ist die LSU, dass saarländische CDU-Politiker auch LSBTI-politisch in letzter Zeit viel bewegt haben. Vor einem Monat, am 23. Juli trat das von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer initiierte Rehabilitationsgesetz zur Entschädigung von Soldatinnen und Soldaten in Kraft, die bei der Bundeswehr aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität im Dienst benachteiligt wurden. Außerdem setzt sich Ministerpräsident Tobias Hans bereits seit langem für die Stärkung von Regenbogenfamilien ein und befürwortet den ausdrücklichen Diskriminierungsschutz für LSBTI in Artikel 3 des Grundgesetzes.