Neuer Krankenhausplan

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Bis 2025 ist die stationäre Versorgungs- und Behandlungsstruktur im Saarland gesichert

Strukturwandel wird eingeleitet – Bedarfsorientierter Bettenaufwuchs auf 6.902 Betten – Erhöhung der Ausbildungsplätze um 20% und damit Sicherung des Nachwuchses in den Gesundheitsberufen

Der saarländische Ministerrat hat am 19. Juni 2018 den Krankenhausplan für das Saarland 2018-2025 beschlossen.

„Mit diesem Krankenhausplan werden wir im Saarland eine bedarfsgerechte, leistungsfähige, wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Krankenhausversorgung für die saarländische Bevölkerung weiterhin sicherstellen, insbesondere auch für die Menschen im nördlichen Saarland, nachdem der Krankenhausstandort in Wadern schließen musste“, so Ministerin Monika Bachmann.

Erstmals wird es an den 22 saarländischen Krankenhäusern wieder zu einem Bettenaufwuchs im Saarland kommen: „Im Laufe des Planungszeitraumes werden wir die vollstationären Kapazitäten um 536 Betten auf 6.902 Betten und die teilstationären Kapazitäten um 64 Plätze auf 490 Plätze erhöhen. Dieser Bettenaufwuchs ist auch bedarfsgerecht, anders als dies die Kostenträger behaupten. In vielen Bereichen haben wir nur das nachvollzogen, was die Krankenhäuser im Jahr 2016 schon als Leistungen erbracht haben. Daher bedarf auch die Darstellung zu Abteilungsschließungen und Neueröffnungen einer klarstellenden Aussage“, so Bachmann und Kolling.
Am Evangelischen Stadtkrankenhaus Saarbrücken wurde die Hauptfachabteilung Innere Medizin von 49 Betten auf 52 Betten erweitert und lediglich die Belegabteilung mit einem Bett geschlossen. Auch am Klinikum Merzig, am Kreiskrankenhaus St. Ingbert und am Diakonie Klinikum Neunkirchen sind nur die Belegabteilungen in der Frauenheilkunde bzw. Frauenheilkunde und Geburtshilfe geschlossen worden. Dort wurden keine bzw. an einem Standort nahezu keine Leistungen erbracht. Im Klinikum Merzig sind daher auch weiterhin in der Hauptfachabteilung Frauenheilkunde und Geburtshilfe die bedarfsnotwendigen Planbetten (15) vorhanden.

Auch die Schließung der Belegabteilung Haut- und Geschlechtskrankheiten am CaritasKlinikum Saarbrücken mit 4 Betten, die Schließung der Belegabteilung Urologie am Klinikum Merzig mit 2 Betten, die Schließung der Belegabteilung HNO-Heilkunde am Marienkrankenhaus St. Wendel mit 2 Betten erfolgte ebenso aus den o.g. Erwägungen. Die Tagesklinik Sonstige Fachbereiche mit zwei Plätzen am Knappschaftskrankenhaus Püttlingen sowie mit einem Platz am CaritasKlinikum Saarbrücken wurden geschlossen, weil dort keine Leistungen erbracht wurden.
„Die Krankenhausplanung ist daher ihrem Auftrag nach Strukturbereinigung nachgekommen, und hat kleinere Belegabteilungen geschlossen zugunsten von größeren Hauptfachabteilungen mit dem Ziel einer Verbesserung der Qualität“, betonen Ministerin Bachmann und Staatssekretär Kolling.

Die Neueröffnung der neurologischen Hauptfachabteilung mit 20 Planbetten im Jahr 2019 und dann 30 Planbetten im Jahr 2020 am Marienkrankenhaus St. Wendel hat ebenfalls eine Verbesserung der qualitativen Versorgung der Bevölkerung im Nord-Ost Saarland zum Hintergrund. Damit werden die zunehmende Anzahl von Patientinnen und Patienten mit neurologischen Erkrankungen eine heimatnahe Versorgung erhalten. Gleiches gilt für die neue Hauptfachabteilung Geriatrie am Caritas Krankenhaus in Lebach. Wir ermöglichen dadurch den Menschen im Nordsaarland eine heimatnahe Versorgung im Alter. Diese beiden Krankenhäuser bilden gemeinsam mit dem Klinikum Merzig, dem Marienkrankenhaus St. Josef Losheim und der Marienhausklinik in Hermeskeil die sogenannte Versorgungsraute, mit der die medizinische Versorgung der Bevölkerung im Nordsaarland gesichert wird, da bislang ein Träger für eine Nordsaarlandklinik nicht gefunden werden konnte.

Alle Saarländerinnen und Saarländer sollen eine qualitativ hochwertige Krankenhausversorgung haben, darauf lege ich größten Wert, so die Ministerin.

Deshalb werden auch mit Schließung des Krankenhausstandortes Dillingen im Laufe des Jahres 2019 die neurologische Hauptfachabteilung und die internistische Hauptfachabteilung an den Standort des Marienhausklinikums St. Elisabeth Saarlouis verlagert. Somit werden am Standort Saarlouis der Marienhauskliniken die ärztlichen Kompetenzen gebündelt und die Planbetten um 88 auf 473 Planbetten erhöht.

In Saarlouis werden dann gemeinsam mit dem Krankenhaus Saarlouis vom DRK zwei neurologische Hauptfachabteilungen mit insgesamt 70 Betten vorgehalten. Nach derzeitigen Erkenntnissen besteht im Westsaarland ein entsprechender Versorgungsbedarf. Im Zuge der Evaluation des Krankenhausplanes in den Jahren 2020/2021 wird geprüft werden, ob dies weiterhin bedarfsgerecht ist.

Bachmann: „Mit diesem neuen Krankenhausplan wird der Versorgung von Kindern- und Jugendlichen genauso Rechnung getragen, wie der Versorgung einer immer älter werdenden Bevölkerung sowie der Versorgung behinderter Menschen.“

Weiterhin wird für Menschen, die einen speziellen Versorgungsbedarf haben, erstmals eine Weaning-Station am Marienkrankenhaus St. Wendel und eine Wachkomaeinheit am Universitätsklinikum des Saarlandes eingerichtet.

Wir brauchen fortlaufend eine intelligente Fort- und Weiterentwicklung der Krankenhausstrukturen und dafür braucht man Mut zur Veränderung. Diese Entwicklung muss mit ausreichend Investitionsmittel flankiert werden.

„Wie in der Haushaltsklausur der Regierungsfraktionen am letzten Wochenende beschlossen, will sich die Landesregierung trotz Schuldenbremse diesen Herausforderungen stellen und die Investitionsmittel in den nächsten Haushalten kontinuierlich erhöhen“, so Bachmann und Kolling abschließend.


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