Neues Online-Buchungssystem

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Frauen soll die Terminverwaltung des Mammographie-Screenings vereinfacht werden

Am 1. September 2018 ging das Mammographie-Screening im Saarland mit dem Online-Buchungsverfahren (OBS) an den Start. Seit Dezember 2006 erhalten Frauen im Saarland im Alter zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre eine Einladung zur Brustkrebsfrüherkennung, dem Mammographie-Screening. Das Schreiben mit dem Angebot zur Untersuchung in einer der beiden stationären Einheiten oder im Mammobil enthält einen Terminvorschlag.

Die Frauen können entscheiden, ob sie dieses Angebot zur Brustkrebsfrüherkennung annehmen. Falls sie sich dafür entscheiden, können sie den Termin auch zeitlich verschieben oder einen anderen Untersuchungsstandort wählen. Das war bisher nur telefonisch über die Zentrale Stelle zu deren Dienstzeiten möglich. Unter dem Link saarland.mammotermin.de kann die Terminverwaltung nun online rund um die Uhr erfolgen. „Das Online-Verfahren bringt den Frauen eine hohe Flexibilität, wir erhoffen uns damit eine Steigerung der Teilnahmeraten an diesem wichtigen Krebsfrüherkennungs-Programm“ so Frau Ministerin Bachmann zur Einführung des Portals. Über das Online-Portal kann mit Hilfe des individuellen Codes, der künftig auf der Rückseite der Einladungen zu finden ist, der ursprünglich vorgesehene Termin so-wohl zeitlich als auch räumlich verschoben oder abgesagt werden. Frauen, die die Altersgrenze von 50 erreicht, aber noch keine Einladung erhalten haben, können damit auch ganz einfach und jederzeit einen Initiativtermin anstoßen. Via Mail erhält die Zentrale Stelle den Terminwunsch und nach Prüfung des Anspruchs mittels Meldedaten erfolgt umgehend eine Einladung. „Mit dem System erzielen wir eine ständige Erreichbarkeit des Programms, ein wichtiger Schritt in die Zukunft“ so der Vorsitzende des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung im Saarland, Dr. Gunter Hauptmann.

Brustkrebs ist nicht nur in Deutschland, sondern weltweit die häufigste Krebserkrankung der Frau. Bundesweit erkranken derzeit jährlich rund 69 000 Frauen neu an Brustkrebs und etwa 17 600 Frauen sterben pro Jahr an den Folgen dieser Erkrankung. Um die Brustkrebssterblichkeit in Deutschland zu senken, wurde 2005 ein von den Krankenkassen finanziertes, nach europäischen Leitlinien zertifiziertes Mammographie-Screening-Programm zur Brustkrebsfrüherkennung für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eingeführt, das seit Ende 2009 flächendeckend und wohnortnah in den Bundesländern angeboten wird.
„Auch im Saarland ist Brustkrebs nach wie vor die häufigste Krebsneuerkrankung und -todesursache bei Frauen. Die Daten des Krebsregisters zeigen, dass im Saar-land jährlich zwischen 800 und 900 Frauen neu an einem Mammakarzinom erkranken Etwas mehr als die Hälfte dieser Frauen ist zum Zeitpunkt der Erkrankung zwischen 50 und 69 Jahre alt. Im Jahr 2014 sind insgesamt 217 Frauen an den Folgen einer Brustkrebserkrankung verstorben. „Ich möchte daher alle teilnahmeberechtigten Frauen ermuntern, unsere Einladung zum Mammographie-Screening wahrzunehmen. Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen und desto schonendere Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung“ appelliert Gesundheitsministerin Bachmann an die Saarländerinnen.

Rund 140 000 Frauen haben derzeit im Saarland Anspruch zweijährlich an den Screening-Runden teilzunehmen.
Krebsfrüherkennung hat im Saarland eine gute Tradition und es ist erfreulich, dass die Hälfte der eingeladenen Frauen im Saarland bereits der Ersteinladung zum Mammographie-Screening gefolgt ist und darüber hinaus mehr als 70% nach Wiedereinladung kommen, so die übereinstimmende Äußerung aller am Programm Beteiligten.
„Generell lässt sich sagen, dass im Saarland bis April 2018 insgesamt 1728 Tumoren im Screening entdeckt wurden. Die im Screening entdeckten Tumoren weisen dabei in der Regel ein deutlich früheres Stadium auf als die, die außerhalb des Screenings entdeckt wurden – dies zeigt die Auswertung des Krebsregisters“, so Dr. Bitsch und Dr. Keller, die Programmverantwortlichen Ärzte für das Saarland. Der Anteil der kleinsten Tumoren (< 10 mm), die entdeckt wurden, lag 2017 bei 38 Prozent, 59% waren kleiner als 15 mm. Dank der frühen Entdeckung durch die digitalen Röntgenaufnahmen standen die Chancen in diesen Fällen gut, dass der Tumor dauerhaft entfernt, die Brust erhalten und gleichsam eine bessere Lebensqualität gewährleistet werden konnte“, erklären die beiden Ärzte.

Der Nationale Krebsplan, dessen Umsetzungsempfehlungen im Juni 2012 verabschiedet wurden, formuliert als prioritäre Ziele die Verbesserung der Krebsfrüher-kennung und der Krebsbekämpfung durch effektives zielgerichtetes und auf einander abgestimmtes Handeln aller Akteure. Der ausdrückliche Appell aller am Screening beteiligten Institutionen daher: Informieren Sie sich über die Chancen, die eine Teilnahme am Mammographie-Screening bietet und treffen Sie gut informiert Ihre Entscheidung im Hinblick auf Nutzen und Risiken. Das Programm verhindert keinen Brustkrebs, es hilft jedoch die Tumoren früher zu erkennen und damit Leiden bei einer weniger aggressiven Behandlung zu verhindern, so wie die Sterblichkeit zu reduzieren.

Wissenswertes zum Mammographie-Screening gibt es unter gut-informiert.de bzw. mammo-programm.de.


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