Feuerwehr rettet Hund und Katze aus Brandwohnung

Zugriffe: 11
1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Bewertungen 0.00 (0 Abstimmungen)
190609 zimmerbrand

Beim Brand in der Kreisstraße konnte die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen Hund und Katze retten Foto: Christopher Benkert (Feuerwehr Neunkirchen)

Versöhnliches Ende eines Zimmerbrandes am Samstagabend in Neunkirchen

Versöhnliches Ende eines Zimmerbrandes am Samstagabend, 8. Juni in der Kleiststraße in der Neunkircher Innenstadt: Freiwillige Feuerwehrleute können aus einer brennenden Dachgeschosswohnung einen Hund und eine Katze zwar verletzt, aber lebend retten. Menschen kommen bei dem Brand in einem Mehrfamilienhaus nicht zu schaden.
Es ist Samstagabend 20:47 Uhr, als zum vierten Mal für diesen Tag Alarm für den Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt ausgelöst wird. Ein Feuer wird in der Kleiststraße gemeldet, Menschenleben sollen in Gefahr sein.

Vor nicht mal zwei Stunden haben Ministerpräsident Tobias Hans und Bürgermeister Jörg Aumann das Feuerwehrfest des Löschbezirks Neunkirchen-Innenstadt eröffnet, haben den Feuerwehrangehörigen für ihren unermüdlichen und bis an ihre Grenzen führenden Einsatz für das Gemeinwohl gedankt. Der Alarm unterbricht für die Feuerwehrangehörigen die lockere Stimmung auf ihrem Fest jäh. Schnell eilen sie von Getränke- und Essensständen, aus der Küche hinaus zu ihren Einsatzfahrzeugen. Wenige Augenblicke nach dem Alarm rückt der komplette Löschzug, drei Löschfahrzeuge und die Drehleiter, von der Feuerwache aus. Zeitgleich eilen in Wiebelskirchen die Feuerwehrleute zu ihrem Gerätehaus, um zur Unterstützung auszurücken.

In der Kleiststraße angekommen deutet zunächst nichts auf einen Brand hin. Nur ein leichter Brandgeruch liegt in der Luft. Rauch oder Flammen sind nicht auszumachen. Die Drehleiter wird in Stellung gebracht, um das Umfeld aus der Höhe heraus absuchen zu können. Und tatsächlich, der Feuerwehrmann im Drehleiterkorb wird fündig. Hinter dem Fenster einer Dachgeschosswohnung in einem Mehrfamilienhaus kann er Rauch ausmachen. Umgehend wird das Haus, in dem rund zwei Dutzend Menschen gemeldet sind, von Feuerwehr und Polizei geräumt. Ein Atemschutztrupp der Feuerwehr eilt mit Brechwerkzeug und Schlauch das Treppenhaus bis unters Dach hinauf. Gewaltsam brechen sie die Tür zur bereits komplett verrauchten Wohnung auf, dringen auf der Suche nach Menschen und dem Brandherd in die Wohnräume ein. Menschen können die Feuerwehrleute bei ihrer Suche nicht finden, die Wohnung ist zum Brandzeitpunkt zum Glück verwaist. Doch dann werden sie fündig: Zuerst finden sie einen kleinen Hund, dann auch eine Katze. Die verletzten Haustiere retten die Feuerwehrleute aus der Brandwohnung. Vor dem Haus versorgen Rettungsdienstmitarbeiter und Feuerwehrleute die beiden Tiere bestmöglich. Mit einem Streifenwagen der Polizei wird der verletzte Hund in eine nahe Tierklinik gebracht, das ebenfalls verletzte Kätzchen folgt wenig später in einem Feuerwehrauto. Das Feuer in der Wohnung ist unterdessen schnell gelöscht. Den Brand in einem der Zimmer der Dachgeschosswohnung haben die Feuerwehrleute bereits nach kurzer Zeit unter Kontrolle und gelöscht. Zwar wird die Wohnung im Dachgeschoss durch das Feuer unbewohnbar, die darunterliegenden Wohnungen werden durch Feuer, Rauch oder Löschwasser aber nicht in Mitleidenschaft gezogen und ihre Bewohner können später auch wieder zurückkehren.

Als mitunter problematisch erweist sich die große Zahl an Schaulustigen die sich rund um und auch teilweise in der Einsatzstelle selbst zusammenfindet. Viele Menschen kommen beispielsweise vor einer Gaststätte in der angrenzenden Brückenstraße zusammen, kommentieren teils lauthals und in wenig freundlichen Worten den Einsatz der Feuerwehr. Mitten auf der zwar gesperrten Kreuzung der Brücken- mit Willhelm- und Kleiststraße lassen sich Kinder zwischen Einsatzfahrzeugen und verlegten Schläuchen nieder, um einen möglichst direkten Blick auf die Einsatzstelle zu haben und auch Erwachsene tun ihnen das gleich. Als diese Kreuzung in der frühen Einsatzphase noch nicht gesperrt ist versuchen sich Autofahrer noch im Slalom zwischen den gerade eintreffenden oder rangierenden Einsatzfahrzeugen hindurch zu pressen. Das es auch anders gehen kann beweisen Anwohner aus der Kleiststraße. Als die Feuerwehr eintrifft geht direkt ein Mann auf die Feuerwehrleute zu, bietet an sein am Straßenrand geparktes Auto beiseite zu fahren, um Platz für die Drehleiter zu schaffen. Andere Anwohner leihen der Feuerwehr spontan eine Transportbox, um die verletzte Katze in die Tierklinik zu bringen.

Um 22 Uhr am späten Abend kann die Feuerwehr Neunkirchen ihren Einsatz in der Kleiststraße wieder beenden. Aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt, Wiebelskirchen und Wellesweiler waren rund 40 Feuerwehrangehörige mit zehn Einsatzfahrzeugen ausgerückt. Zwei Rettungswagen von Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und Feuerwehr, ein Notarzt sowie mehrere Streifenwagen der Polizei fahren die Einsatzstelle in der Kleiststraße an. Kurz vorher noch als Gäste auf dem Feuerwehrfest in der Innenstadt kommen auch Bürgermeister Jörg Aumann und Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack an die Einsatzstelle. Zur Brandursache nahm die Polizei noch am Abend Ermittlungen auf. Nach dem Einsatzende kehren die Feuerwehrangehörigen aus der Neunkircher-Innenstadt wieder auf ihr Fest zurück, nehmen wieder ihre Arbeit auf dem Fest auf. Dort waren während des Einsatzes Familienmitglieder, Freunde und Angehörige befreundeter Feuerwehren kurzerhand helfend eingesprungen.


Infos zur DSGVO
Erforderliche Cookies und Server-Log-Dateien

Hiermit stimme ich zu, dass die für die Nutzung dieser Webseite erforderlichen Cookies in meinem Browser gesetzt und die notwendigen Informationen in den Server-Logdateien gemäß Datenschutzerklärung gespeichert werden dürfen.

 

Google Analytics

Hiermit stimme ich zu, dass bestimmte Daten zwecks Tracking und Auswertung durch Google Analytics gemäß der Datenschutzerklärung erfasst und gespeichert werden dürfen.

 

Ohne diese Zustimmung ist die Nutzung dieser Webseite aus technischen Gründen nicht möglich.

 

  ich bin damit einverstanden!