Zimmerbrand in Neunkircher Dachgeschosswohnung fordert Todesopfer

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Drei Polizeibeamte erlitten bei Rettungsversuch leichte Verletzungen

Ein Todesopfer fordert am späten Mittwochabend, 25. Juli ein Zimmerbrand im Dachgeschoss eines Wohn- und Geschäftshauses in der Neunkircher Bahnhofstraße. Beim Versuch noch Menschen aus der Brandwohnung zu retten ziehen sich drei Polizeibeamte leichte Verletzungen zu. Die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen kann den auf ein Zimmer begrenzten Brand schnell bekämpfen und eine weitere Ausbreitung verhindern. Vorerst ist das viergeschossige Gebäude nicht mehr bewohnbar, alle Bewohner konnten aber anderweitig unterkommen.

Gegen 22:45 Uhr wird spät am Mittwochabend Alarm für die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen ausgelöst. In einer Dachgeschosswohnung in der oberen Bahnhofstraße brennt es, es ist unklar ob sich in der Wohnung noch Menschen aufhalten, so die Alarmmeldung für die Helfer. In schneller Folge rücken Einsatzfahrzeuge aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt und Wiebelskirchen mit dem Ziel Bahnhofstraße aus. Noch vor dem ersten Löschfahrzeug trifft ein Streifenwagen der Polizei vor Ort ein. Aus einem der Dachfenster des viergeschossigen Wohn- und Geschäftshauses dringt deutlich sichtbar Brandrauch, Feuerschein ist wahrnehmbar und kurz darauf schlagen auch Flammen aus dem Fenster. Die Polizeibeamten zögern nicht lange, eilen das Treppenhaus hinauf und versuchen noch Menschen aus der Brandwohnung zu retten. Doch im Dachgeschoss schlagen ihnen Rauch und Hitze entgegen, sie müssen kehrt machen. Auf dem Weg nach unten beginnen sie damit das Haus zu evakuieren.

Zeitgleich trifft die Feuerwehr in der Bahnhofstraße ein. Dicht nacheinander gehen zwei Atemschutztrupps zur Menschenrettung und zur Brandbekämpfung in das Dachgeschoss vor. Weitere Feuerwehrtrupps unterstützen die Polizei bei der Evakuierung der nicht vom Brand betroffenen Wohnungen in dem Haus. Die vor dem Haus in Stellung gegangene Drehleiter der Feuerwehr Neunkirchen wird in der frühen Einsatzphase auch zur Menschenrettung genutzt. Deswegen wird von der Feuerwehr Ottweiler eine zweite Drehleiter angefordert, um parallel auch aus der Höhe heraus in der Brandbekämpfung wirken zu können. Am Ende bringen Feuerwehrleute und Polizisten 14 Menschen unverletzt ins sichere Freie. Die drei zuerst eingetroffenen Polizisten müssen sich aber mit leichten Verletzungen behandeln lassen und werden mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Um sicherzugehen, dass auch wirklich alle Bewohner das Haus verlassen haben werden alle Wohnungen kontrolliert. Auch dazu wird die Drehleiter der Neunkircher Wehr genutzt. Mit deren Korb fahren Feuerwehrangehörige zur Kontrolle jedes einzelne Fenster zur Bahnhofstraße an.

Schnell ist den vier durch Atemschutzgeräte geschützten Feuerwehrangehörigen klar das sie bei diesem Brand keine Menschenleben mehr retten können. In der Brandwohnung finden sie einen Toten auf, für den jede Hilfe zu spät kommt. Das Feuer hingegen können sie schnell unter Kontrolle bringen und löschen, es an der Ausbreitung auf weitere Teile des Dachgeschosses hindern. Zwei Strahlrohre nehmen sie gegen das Feuer vor, verlegen dafür lange Schlauchleitungen durch das hohe Treppenhaus. Von den beiden eingesetzten Drehleitern aus wird von außen das komplette Dach kontrolliert, um eine Ausbreitung des Feuers auf die Dachkonstruktion gänzlich ausschließen zu können und auch um bei der Brandbekämpfung im Gebäude zu unterstützen.

Nach der erfolgreichen Brandbekämpfung müssen in der Brandwohnung von der Feuerwehr Nachlöscharbeiten durchgeführt werden, um auch letzte Glutnester im Brandschutt aufzudecken und zu löschen. Parallel dazu wird mit mehreren vor der Haustür aufgestellten Überdrucklüftern der Brandrauch aus dem Haus durch hinaus gedrückt. Dennoch bleibt das Haus vorerst unbewohnbar. Für alle Hausbewohner können aber noch in der Nacht Notunterkünfte organisiert werden. Darum kümmert sich neben einer Mitarbeiterin des Rathauses auch Bürgermeister Jörg Aumann. Er ist genauso wie Landrat Sören Meng persönlich an die Einsatzstelle gekommen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Zur Unterstützung der Einsatzleitung unter Wehrführer Stefan Enderlein kommen mit Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack und Kreisbrandmeister Michael Schuh und Landesbrandinspekteur Timo Meyer auch hochrangige Führungskräfte auf Kreis- und Landesebene in die Bahnhofstraße.

Bis spät in die Nacht hinein dauert der Einsatz in der Bahnhofstraße an, erst nach der Bergung des Leichnams können die letzten Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr gegen 2:30 Uhr abrücken. Noch im laufenden Feuerwehreinsatz nahm die Polizei ihre Ermittlungen zur Brandursache auf. In der Spitze befanden sich rund 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr in der Bahnhofstraße im Einsatz. Aus der Neunkircher Wehr waren die Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt, Wiebelskirchen, Münchwies und Wellesweiler vor Ort. Die Feuerwehr Ottweiler unterstützte die Feuerwehr der Kreisstadt mit ihrer Drehleiter bei den Löscharbeiten in der Bahnhofstraße. Auch Polizei und Rettungsdienst befanden sich mit zahlreichen Kräften im Einsatz.


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