Neunkirchen wird UTOPOLIS – Modellstandort

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"Soziale Stadt – Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier"

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und die Staatsministerin für Kultur und Medien bauen die Förderung von Kulturprojekten unter dem Dach der Strategie "Soziale Stadt – Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier" weiter aus: Vier neue Standorte in Flensburg, Lübbenau, Neunkirchen und Dresden werden ab sofort in diesem Rahmen gefördert. In vierjährigen Entwicklungsprozessen, beginnend im Herbst 2019 bis September 2023 und gefördert mit insgesamt je 443.000 Euro, erproben die soziokulturellen Zentren unter der Fragestellung, wie Kunst und Kultur für das Zusammenleben der Gesellschaft in den Stadtteilen genutzt werden können, neue kreative Beteiligungsformate.

Das Kreativzentrum Kutscherhaus in Neunkirchen liegt neben der Stummschen Reithalle eingebettet ins Alte Hüttenareal und wurde im Sommer 2018 nach aufwändiger Sanierung aus Mitteln der Städtebauförderung, dem Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ / (Zuwendungsanteil Bund 75%; Land 15%) im Fördergebiet „Soziale Stadt“ eröffnet. Insgesamt sieben Kreativen stellt die Stadt Neunkirchen hier Büros mietfrei zur Verfügung. Im Gegenzug hierzu verpflichten sich die Nutzer für das Quartier Neunkirchen und seine Bewohner ein oder mehrere soziokulturelle Projekte zu entwickeln. Unter der Leitung der Integrationsmanagerin für Kunst und Kreativwirtschaft, Edda Petri entstanden hier – im Rahmen des bisherigen Förderprogrammes - bis jetzt sowohl regelmäßige Workshopformate wie der „Kutscherhaus-Musik-Treff“ (alle 14 Tage , Montags in der Reithalle von 17.30Uhr bis 19Uhr) und das „theaterbasierte Bewerber-Training“ für Schulabgänger und Arbeitsuchende, als auch Reihen wie die Symposiumsreihe ‚ImPuls Neunkirchen‘ in der Gebläsehalle und ein Urban Art Festival mit Graffiti-Wall, Rap-Workshop und Hip-Hop-Open Air Konzert. – Alle Kutscherhaus –Angebote waren und sind kostenlos und somit niederschwellig und partizipativ.

Das Bundesförderprogramm UTOPOLIS ermöglicht es nun, über den antragstellenden „Kutscherhaus – Verein“, diese Aktivitäten erheblich auszubauen und weiterzuentwickeln. Titel der Maßnahme ist „LIGHT UP! Neunkirchen“. Ziel ist eine Verstetigung im Anschluss an die vierjährige Förderzeit. Die 30 Std.- Stelle der Netzwerkmanagerin, zuständig für Projektkoordination/ Dokumentation/ Entwicklung teilen sich Edda Petri und Dana Almatt. (Die Syrerin Dana Almatt kam vor vier Jahren als Geflüchtete ins Saarland)
Ein Fokus von UTOPOLIS liegt auf der Ermittlung geeigneter künstlerischer Methoden, um eine vielfältige Nachbarschaft zu erreichen und gerade auch Bewohnerinnen und Bewohner, die zuvor nur wenige Berührungspunkte mit Kunst und Kultur hatten, zur aktiven Mitgestaltung ihres Wohn- und Lebensumfeldes anzuregen. Dabei spielt die Vernetzung mit Initiativen und Institutionen vor Ort eine große Rolle – mit dem Quartiersmanagement ebenso wie mit sozialen Vereinen, kommunaler Verwaltung oder auch Wirtschaftsunternehmen. Begleitet wird das Programm von der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V., welche den Modellvorhaben fachlich und administrativ zur Seite steht.
Alle Ergebnisse und Erfahrungen werden gebündelt über die Website www.utopolis.online als Toolbox zur Verfügung gestellt. Nachmachen ist ausdrücklich erwünscht!