Günstiges Parken

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Ausweise für Anwohnerbereiche

Die Kreisstadt Neunkirchen verfügt über ein sehr großes Parkplatzangebot: Rund 5.800 öffentliche Parkplätze, hinzu kommen 3.000 privat betriebene Parkplätze bzw. -häuser. Rund 900 städtische Stellplätze sind kostenpflichtig. Für Anwohner gibt es beim Ordnungsamt spezielle Parkausweise. Diese kosten für Bewohner mit alleinigem bzw. Hauptwohnsitz 20 Euro und für Bewohner mit Zweitwohnsitz 30 Euro pro Jahr. Verbunden ist damit jedoch keine Garantie eines Parkplatzes innerhalb des Bereiches.

Der Neunkircher Oberbürgermeister Jörg Aumann hält den Vorschlag des Hauptgeschäftsführers des Deutschen Städtetages (DST), Helmut Dedy, die Gebühren für Anwohnerparken auf 200 Euro pro Jahr zu erhöhen, für nicht auf alle Kommunen übertragbar: „In großen Ballungsräumen mag das
eine sinnvolle Maßnahme sein, für Städte unserer Größenordnung ist es kein zielführendes Instrument.“ Würden die Gebühren für die Parkausweise drastisch erhöht, so wäre davon auszugehen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner auf nicht gebührenpflichtige Parkplätze ausweichen, um die Gebühren zu sparen. In Folge müsste in Neunkirchen also wesentlich mehr Parkraum gebührenpflichtig werden, um die gewünschten Effekte bezüglich Verkehrsreduzierung und Umweltschutz zu erzielen. Dies widerspricht allerdings der Belebung der Innenstädte, die u.a. stark von der Kundenfrequenz abhängig ist und unmittelbar mit einem guten und preiswerten Parkraumangebot verknüpft ist. „Eine Verkehrswende wie sie der Deutsche Städte- und Gemeindetag durch eine deutliche Gebührenerhöhung erreichen will, sehen wir für unsere Stadt nicht. Das mag für große Städte mit deutlich größerem Parkdruck gelten, für das Saarland wohl eher nicht. Wir starten die Städtische Klima-Offensive und setzen beispielsweise mehr auf den Ausbau eines Radwegekonzeptes, das wir derzeit erstellen. Grundsätzlich jedoch ist die Idee gut, da sie eine gewisse Lenkungswirkung erzeugen kann“, so Oberbürgermeister Jörg Aumann.