Eine Million Euro zur Schaffung von 30 neuen Ausbildungsplätzen und 70 neuen Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung

Zugriffe: 27
1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Bewertungen 0.00 (0 Abstimmungen)

Sozialministerium, Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit und Landkreistag unterzeichnen Kooperationsvereinbarungen

Sozialministerin Monika Bachmann hat am heutigen Donnerstag zusammen mit Heidrun Schulz, der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, und Patrik Lauer, dem Vorsitzenden des Saarländischen Landkreistages, die Kooperationsvereinbarungen zur Schaffung von Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen unterzeichnet.

„Unser Ziel muss es sein, möglichst vielen Menschen mit Behinderungen eine Chance auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu geben. Daher führt unser Ministerium gemeinsam mit der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland und dem Landkreistag das neue Förderprogramm durch. In gemeinsamer Verantwortung für die inklusive gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen sollen damit die Voraussetzungen für die nachhaltige Verbesserung der Beschäftigungssituation schwerbehinderter Menschen im Saarland geschaffen werden“, erklärt Sozialministerin Monika Bachmann.

„In den letzten Jahren ist die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen gestiegen. Dennoch ist es für diesen Personenkreis unverändert schwieriger, eine Arbeitsstelle zu finden. Menschen mit einer Schwerbehinderung sind erkennbar länger ohne Beschäftigung als Arbeitslose ohne Schwerbehinderung. Im Jahr 2019 waren schwerbehinderte Arbeitslose durchschnittlich 350 Tage arbeitslos, nicht-schwerbehinderte Arbeitslose dagegen nur 240 Tage“, so Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit. „Dies ist für uns Anlass, weiterhin an dieser Situation gemeinsam zu arbeiten. Menschen mit Behinderungen sind oft sehr gut qualifiziert und leistungsstark. Sie sind für Unternehmen wertvolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Auch für Patrick Lauer verspricht die Vereinbarung neue Chancen für Menschen mit Behinderung: ,,Wir sehen in den Instrumenten der Kooperationsvereinbarung eine sehr sinnvolle Möglichkeit, Menschen mit gesundheitlichen Handicaps eine berufliche Perspektive zu eröffnen und unterstützen daher die Umsetzung nachhaltig."

Für die Umsetzung des Programms stellt das Inklusionsamt beim Landesamt für Soziales Mittel aus dem Sondervermögen Ausgleichsabgabe in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung, die zusätzlich zum bestehenden Förderinstrumentarium der Arbeitsverwaltung für die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben bereitstehen.

Insgesamt sollen im Saarland mindestens 30 neue Ausbildungsplätze für junge Menschen mit Behinderung sowie mindestens 70 neue Arbeitsplätze für schwerbehinderte arbeitslose oder arbeitsuchende Menschen in Betrieben und Dienststellen des allgemeinen Arbeitsmarktes geschaffen werden.
Mit diesem Programm, das bis zum 31. Dezember 2022 laufen wird, leisten die Beteiligten einen wesentlichen Beitrag, um die Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention auf berufliche und gesellschaftliche Inklusion im Saarland zu erfüllen.