Ab sofort eingeschränkter Zutritt zum Rathaus nur nach Termin

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Soziale Face-to-Face-Kontakte sind auf ein Minimum zu reduzieren

Der Zutritt zum Rathaus Neunkirchen wird ab sofort bis voraussichtlich Donnerstag, 9. April, nur eingeschränkt mit einem Termin möglich sein. Die Entscheidung Oberbürgermeister Jörg Aumanns korrespondiert mit Maßnahmen des Landes, die vorsehen soziale Face-to-Face-Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

„Aufgrund der Entwicklungen in Land und Region ist der Schritt notwendig, den Besucherverkehr im Rathaus zu steuern. Ich denke insbesondere an die Empfehlung, den direkten Kontakt zwischen Menschen auf das Nötigste zu reduzieren und die Erklärung von Grande Est zum Risikogebiet. Ich bitte alle Neunkircherinnen und Neunkircher um Verständnis für die Maßnahme. Es geht um unser aller Gesundheit. Wir sollten das Virus ernst nehmen, aber weiterhin nicht in Panik verfallen“, sagte Oberbürgermeister Aumann.

Kontakt ins Rathaus über die zentrale Rufnummer (06821) 202-0
Um das Ansteckungsrisiko für Bürgerinnen und Bürger und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten, bittet die Stadt darum, nicht notwendige Amtsgänge auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Bürgerinnen und Bürger sollten bereits zuhause prüfen, ob sich ihr Anliegen telefonisch oder per E-Mail bearbeiten lässt.

Im Zweifel wenden sich Bürgerinnen und Bürger an die zentrale Rufnummer der Stadtverwaltung unter Tel. (06821) 202-0. Von dort werden sie an das jeweilige Fachamt weitergeleitet. Dort erhalten die Bürgerinnen und Bürger weitere Auskunft, ob sich ihr Anliegen auch telefonisch bzw. per E-Mail klären lässt oder sie einen Termin mit dem Sachbearbeiter vereinbaren können. Bürgerinnen und Bürger mit offenkundigen Krankheitssymptomen dürfen das Rathaus aufgrund der aktuellen Situation nicht betreten.

Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung sind angehalten, die direkte Interaktion nach Möglichkeit auf das Notwendigste zu reduzieren. Vieles lässt sich verwaltungsintern telefonisch und per E-Mail erledigen. Die modernen Kommunikationsmittel sollten gerade jetzt verwendet werden.

Einschränkungen bei städtischen Dienstleistungen
In bestimmten Fällen müssen Bürgerinnen und Bürger auch mit Einschränkungen in den Dienstleistungen der Stadtverwaltung bis voraussichtlich 9. April rechnen. Oberbürgermeister Aumann bittet in diesen Fällen um Verständnis. Bei der Vielzahl kommunaler Aufgaben ist es notwendig, dass die Stadtverwaltung nun Prioritäten setzt und die wichtigen Aufgaben zurzeit Vorrang genießen.

Hintergrund der Einschränkungen sind vorbeugende Maßnahmen der Stadtverwaltung, um – auch wenn die Situation sich verschärfen sollte – den wichtigsten Kernbestand an Aufgaben erfüllen zu können. So arbeitet die Verwaltung zurzeit in wochenweisen Teams, um vorausschauend nicht alle Mitarbeiter in einer Abteilung gleichzeitig einem etwaigen Infektionsrisiko auszusetzen. Dies soll gewährleisten, dass auch in einem Infektionsfall der Dienstbetrieb aufrechterhalten werden kann.

Erste Maßnahmen im Rathaus begannen bereits vor Wochen
Innerhalb des Rathauses wurde frühzeitig darüber informiert, wie man sich vor einer Infektion schützen kann. Hierzu hat die Verwaltung Aushänge gemacht, um Ansteckungsrisiken zu minimieren, etwa Husten bzw. Nießen in die Armbeuge. Aber auch richtiges Händewaschen wurde bekannt gemacht. Ebenso wie Desinfektionsmittel im Rathaus aufgehängt wurden.

Neue Situation durch Risikogebiet Grande Est
Der Coronavirus hat seit vergangener Woche eine besondere Dynamik im Saarland erhalten, da Grande Est, also die französische Grenzregion – zum Risikogebiet erklärt wurde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisstadt, die aus einem Risikogebiet – und dazu zählt neben China, Südkorea, Iran und Italien nun auch Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne – einreisen, sollen 14 Tage nicht zum Dienst erscheinen.

Ebenso macht der Kontakt zu Stellen, an denen das Virus aufgetreten ist, eine Infektion wahrscheinlicher. Etwa wenn Mitarbeiter ein Kind an einer der saarländischen Schulen haben, an denen es Fälle gab. Grunderkrankungen (Herzkreislauf, Atemwege, Diabetes etc.) haben ebenfalls eine Relevanz für den Verlauf einer etwaigen Infektion. Zudem sind von der Schließung der Kindertagesstätten und Schulen auch städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. All dies führt dazu, dass sich die Personaldecke in den nächsten Wochen zunehmend anspannen könnte.

Weitere Informationen: www.neunkirchen.de/corona
Info-Telefon Coronavirus des Gesundheitsamts des Landkreises Neunkirchen: 06824 906-8838
Hotline Gesundheitsministerium Tel. 0681 501-4422 (Mo-Fr. 7-24 Uhr; Sa-So 9-15 Uhr)