Hilfe über Grenzen hinweg

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Symbolbild: Die Patienten aus Frankreich werden gegenwärtig im Neubau der Inneren Medizin IMED behandelt. (Foto: Christian Schütz / UKS)

Universitätsklinikum des Saarlandes versorgt fünf Covid-19-Patienten aus Frankreich

Am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg werden seit heute insgesamt fünf französische Patienten behandelt, die am neuartigen Coronavirus erkrankt sind. Drei wurden gestern bereits nach Homburg transportiert, zwei wurden heute in das Universitätsklinikum gebracht. Alle Patienten werden auf der Lungen-Intensivstation versorgt. Mit zwei Intensivtransport-Hubschraubern und Krankentransportwagen wurden die beatmeten Patienten aus Metz nach Homburg transportiert. In der französischen Nachbarregion Grand Est arbeiten die Gesundheitseinrichtungen aufgrund der hohen Covid-19-Fallzahlen schon an ihrer Belastungsgrenze.

Das Universitätsklinikum des Saarlandes hat die Patienten aus dem Nachbarland übernommen, um Frankreich in dieser angespannten Situation zu unterstützen.
In Homburg kümmern sich primär die Lungen-Spezialisten um diese Gruppe von Patienten. Doch auch für einen Anstieg der Zahlen in der Region hat sich das UKS vorbereitet: Ist eine Station voll belegt, werden schwerkranke Covid-19-positive Patienten auf weiteren Stationen behandelt. „Wir haben bereits Anfang Februar die ersten Präventiv-Maßnahmen gestartet“, erklärt Prof. Dr. Wolfgang Reith, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKS. „Seitdem haben sich viele neue Ansätze ergeben – beispielsweise Organisationskonzepte zum Schutz der stark gefährdeten Patientinnen und Patienten, auf die wir uns in der jetzigen Phase besonders konzentrieren.“ Dabei lobt Reith vor allem das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Es herrscht ein großer Zusammenhalt am UKS, alle arbeiten gemeinsam an Konzepten und setzen die notwendigen Maßnahmen um. Mein Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen vor Ort.“
Die Spezialisten der Lungenheilkunde richten ihren Fokus derweil auf die Patienten aus Frankreich, um diesen eine bestmögliche intensivmedizinische Versorgung zu bieten. Der Blick auf die Nachbarregion macht immer wieder deutlich, dass das neuartige Coronavirus eine ernstzunehmende Gefahr für unser Gesundheitssystem darstellt. Nur mit Solidarität wird diese Situation zu meistern sein. „Wir müssen diese Probleme zusammen angehen. Unsere Gesellschaft muss in dieser Zeit immer auch die Menschen im Blick haben, für die eine Covid-19-Erkrankung eine große gesundheitliche Gefahr bedeutet. Daher sollten sich alle an die Vorsichtsmaßnahmen und Vorgaben halten, um die Infektionen einzudämmen.“ Nur so haben wir eine Chance, die schweren Krankheitsverläufe zu versorgen.