Freie Wähler Neunkirchen bitten Kommune um Unterstützung für Schausteller
Die Absagen der Kirmes sowie Volksfeste trifft momentan die saarländische Schaustellerbranche mit rund 120 Schaustellern sehr stark, stärker als kaum eine andere Branche. Auch in Neunkirchen ist die Lage prekär. Die Pfingstkirmes in Wiebelskirchen fällt aus, die Neunkircher Kirmes Ende August ist nicht sicher und viele Volksfeste werden voraussichtlich ebenfalls abgesagt werden müssen. Die letzten Einnahmen der Schausteller stammen von den Weihnachtsmärkten 2019. Sie haben keine Einnahmen für einen Zeitraum mehr, der voraussichtlich über den 31. August hinausgehen wird. Das gefährdet Unternehmen und Arbeitsplätze.Den Schaustellern gehen die wichtigen Einnahmequellen verloren und benötigen daher dringend Hilfe, auch von ihrer Kommune.
Um Abhilfe zu schaffen, appellieren die FREIE WÄHLER Neunkirchen an die Stadtverwaltung Neunkirchen Schaustellern kostenlose Standplätze im Stadtgebiet oder auf Plätzen zur Verfügung zu stellen, um den Schaustellern in dieser Existenzgefährdenden Situation die Möglichkeit für Einnahmen zu geben. Selbstverständlich müssten sämtliche notwendigen Hygiene-Vorgaben und Abstandsregeln eingehalten werden, die aber umsetzbar sind. Als Beispiel kann man die Gemeinde Wadgassen nehmen, die als erste Kommune den Schaustellern drei Plätze kostenfrei zur Verfügung gestellt hat. Weiter appellieren wir in einem Schreiben an die Stadtverwaltung sowie an die Stadtratsfraktionen im kommenden Jahr die Standgebühren der Kirmes zu halbieren oder komplett zu erlassen, damit die Schausteller
entlastet werden und sich finanziell wieder aufbauen können. Es wäre auch vorstellbar die Neunkircher Kirmes in diesem Jahr in Absprache mit den Schaustellern um einen Monat in den September zu verschieben.

Die Volksfeste in Neunkirchen sind ein Traditionsgut, das wir bewahren sollten. Diese sind zudem ein Wirtschaftsfaktor. Deshalb muss die Politik von Bund und Land für Schausteller einen Rettungsschirm bereitstellen, damit die Existenz und das Kulturgut nicht in Brüche gehen.