Ministerin Monika Bachmann nimmt an der 6. Bundeskonferenz der Straßenkinder teil
„Momentan sind in Deutschland rund 37.000 junge Menschen unter 27 Jahren wohnungs- oder obdachlos. Dahinter stecken oftmals schwere Schicksalsschläge, die sie in solch eine Situation gebracht hat. Wir dürfen nicht wegsehen, wir müssen unser Möglichstes tun, um die Jugendlichen auf ihrem Weg zurück in die Gesellschaft zu begleiten“, so Sozialministerin Monika Bachmann. Im Zuge dessen spendet das Sozialministerium jährlich 50.000 Euro an den „SOS Jugenddienst.“ Der Projektträger ist Ansprechpartner für wohnungslose Jugendliche und junge Erwachsene im gesamten Saarland.

Die sechste Bundeskonferenz der Straßenkinder hatte es sich zum Ziel gesetzt mit
Verantwortlichen aller Länder und des Bundes in einen Dialog zu treten, um die Situation der betroffenen Jugendlichen zu verbessern. „Dieses Jahr ist die Bundeskonferenz der Straßenkinder wichtiger denn je. Es ist unsere Pflicht auf die Situation von obdachlosen jungen Menschen aufmerksam zu machen, deren Situation sich durch die Corona-Krise weiter verschlimmert hat“, erläutert Bachmann.

Angesichts der aktuellen Lage bedarf es einer schnellen Lösung. Dabei wurden verschiedene Optionen und Konzepte abgewogen, um den Jugendlichen zumindest vorrübergehend Obdach gewähren zu können. Auf diesem Wege können Infektionsschutz, aber auch der Schutz vor Gewalt und Missbrauch sichergestellt werden. Ferner ist das Ziel ihnen auf der Suche nach einem langfristigen Zuhause beizustehen, und sie bestmöglich bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu unterstützen.

Die Krise wird aber auch als eine Chance gesehen. Für sogenannte „Systemsprenger“, also Klientinnen und Klienten, die sich nicht ins Hilfesystem zu integrieren scheinen, könnten zum Beispiel sichere Unterbringungsmöglichkeiten in Form von Jugendnothäusern etabliert werden.