Feuerwehr kann nun Löschschaumeinsatz besser trainieren

Zwei moderne Schaumtrainer zur Aus- und Fortbildung von Feuerwehrleuten konnten am Mittwochvormittag, 23. September der Landesfeuerwehrverband (LFV) Saarland und die Landesfeuerwehrschule freudig in Empfang nehmen. Auf dem Gelände der Feuerwehrschule in der Weißenburger Straße in Saarbrücken übergab die SAARLAND Versicherung die beiden von ihr gesponsorten Trainingsgeräte im Wert von 8.000 € im Rahmen einer kleinen, aber nicht minder eindrucksvollen Vorführung den saarländischen Feuerwehren. Schon ab der nächsten Woche kommen die beiden Schaumtrainer an der Landesfeuerwehrschule, die Feuerwehrleuten aus dem ganzen Saarland besuchen, zum Einsatz. Bei Bränden in der Industrie, von großen Mengen an Mineralölen oder aber auch beim klassischen Fahrzeugbrand ist Löschschaum oft das Mittel der Wahl der Feuerwehr, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Doch die Ausbildung von Feuerwehrleuten im Einsatz dieses wichtigen Löschmittels gestaltete sich in der Vergangenheit oft schwierig. Nicht nur das Schaummittel teuer ist, zu Übungszwecken darf Löschschaum zum Schutz der Umwelt nur auf speziell versiegelten Flächen eingesetzt werden und selbst dann ist auch häufig erst noch eine Rücksprache mit Ordnungsamt und Kläranlage nötig. Ganz zu schweigen davon, dass eine Ausbildung mit richtigem Feuer schlicht nicht darstellbar ist, müsste man dazu doch größere Mengen Kraftstoff in Brand setzten.

All diese Probleme können mit den neuen Schaumtrainern geschickt gelöst werden. An ihnen wird in einem verkleinerten Miniaturmaßstab geübt. Das große Schaumrohr wird zu einem kleinen Röhrchen, das fast schon Spielzeugoptik hat. „Statt mit einem original Feuerwehr-Schaumrohr mit einem Durchfluss von 400 l/min können wir am Schaumtrainer im kleinen Maßstab mit einer Abgabe von nur 1 l/min aus einem Miniatur-Schaumrohr üben“, erklärt LFV-Präsident Bernd Becker. Durch den kleinen Maßstab wird auch der Verbrauch an teurem Schaummittel signifikant reduziert und selbst das Löschen richtiger Mineralölbrände ist in Übungen problemlos möglich. Um ein richtiges Schaumrohr auszulasten wäre eine in Flammen stehende Fläche von über 100 m² nötig, beim Schaumtrainer genügt eine kompakte Metallwanne von nicht mal einem Quadratmeter in der raucharmes Spezialbenzin verbrannt wird. Die kleinen Restmengen an Benzin und Schaummittel lassen sich anschließend deutlich einfacher fachgerecht entsorgen. Bernd Becker bringt es auf den Punkt: „Dank der Schaumtrainer kann der für die Feuerwehren wichtige Schaumeinsatz zukünftig in einem sicheren Umfeld, kostengünstig und umweltschonend trainiert werden.“

Das dieses Training im Miniaturmaßstab nicht minder eindrucksvoll ist bewies die im Rahmen der Übergabe der Trainingsgeräte durchgeführte Vorführung unter der Anleitung von Florian Ramsl von der SAARLAND Versicherung. Eine lichterloh in Flammen stehende Wanne voller Spezialbenzin konnten zwei Feuerwehrleute mit den Mini-Schaumrohren des Trainingsgerätes ablöschen. Dabei konnten nicht nur zwei unterschiedlich voluminöse Schaumarten vorgeführt werden, sondern auch verschiedene Taktiken bei der Vornahme von Schaumrohre. Einfach lässt sich das erlernte aus dem Miniatur-Maßstab in den Originalmaßstab 1:1 übertragen und im richtigen Einsatz anwenden.

Im Anschluss an die kleine Übung konnten die beiden Schaumtrainer von René Seelbach von der SAARLAND Versicherung an den LFV Saarland, vertreten durch seinen Präsidenten Bernd Becker übergeben werden. Um die zwei wertvollen Trainingsgeräte möglichst effektiv in die Ausbildung der Feuerwehrleute im Saarland zu integrieren übergab Becker sie noch im gleichen Zug als Dauerleihgabe an die Landesfeuerwehrschule. Deren Leiter Andreas Klein nahm die Geräte mit Freude im Empfang und berichtete davon, dass sie schon in der kommenden Woche bei einer Fortbildung zum Einsatz kommen werden. Auch Landesbrandinspekteur Timo Meyer zeigte sich höchst erfreut über die Anschaffung der zwei Schaumtrainer, die nun ganz neue Ausbildungsmöglichkeiten eröffnen und das Schaummittelkonzept ideal ergänzen.