Landkreis und Gemeinde verfolgen gemeinsames Ziel

200924 landkreis
© Landkreis Neunkirchen

Zum ersten Mal in der Geschichte tagten der Kreistag des Landkreises Neunkirchen und der Gemeinderat der Gemeinde Schiffweiler zusammen. Die Gremien hatten in der Vergangenheit immer wieder ein fundiertes Standortmanagement gefordert. Anfang des Jahres gaben das Land mit ihrer Gesellschaft IKS (Industriekultur Saar) und der Landkreis Neunkirchen eine Studie

zum Standortmanagement in Auftrag, die von dem Hamburger Unternehmen Erlebniskontor vorgestellt wurde.

In einem Statement betonte der als Aufsichtsratsvorsitzender für die IKS zuständige Staatssekretär Jan Benedyczuk den Stellenwert des Erlebnisortes Reden: „Am Standort hat sich in den vergangenen Jahren vieles gut entwickelt. Ein gemeinsames Standortmanagement zwischen Land, Kreis und Gemeinde ist die Grundlage für die Weiterentwicklung des Standortes, gerade in touristischer Hinsicht und der Auftakt für eine engere Kooperation zwischen allen Beteiligten für gemeinsame Ziele.“ Die Projektleiterin des Unternehmens Erlebniskontor Silke Petzold skizierte in ihrem Vortrag die Ziele der Standortentwicklung. So könne Reden als Destination für Naherholung und Tourismus weiterentwickelt werden. Dies ginge allerdings nur, wenn es gelänge, das Frequenzaufkommen und die Verweildauer vor Ort zu erhöhen, um damit weitere wirtschaftliche Effekte zu generieren. Durch ein gemeinsames Standortmanagement aller Partner könne das Standortprofil und das derzeitige Nutzungskonzept weiterentwickelt werden. Dafür müsse nach Ansicht Silke Petzolds die Infrastruktur erhalten und optimiert werden. Auch die Kommunikation aller Akteure vor Ort werde künftig durch ein gemeinsames Standortmanagement verbessert. Landrat Sören Meng lobte die Vorgehensweise der Agentur: „Im Vorfeld wurde mit allen Akteuren am Standort gesprochen und ihre Sicht auf den Erlebnisort festgehalten. Ziel eines gemeinsamen Managements muss die Vermarktung des Standorts und damit der Tourismusregion Landkreis Neunkirchen sein. Dies gelingt erfolgreich, wenn wir gemeinsam agieren.“ Dies bekräftigte auch Schiffweilers Bürgermeister Markus Fuchs: „Der Standort hat sich gut entwickelt und ist weit über die Grenzen der Gemeinde bekannt. Eine Stärkung des Erlebnisortes durch eine Vermarktung aus einer Hand kommt letztendlich auch der regionalen Wertschöpfung zugute.“

Nach dem Vortrag und eingehender Erörterung befürworteten sowohl die Mitglieder des Kreistages, als auch die Mitglieder des Gemeinderates mehrheitlich, dass ihre politischen Vertreter Landrat Sören Meng und Bürgermeister Markus Fuchs mit dem Land Verhandlungen aufnehmen, um eine jeweilige Beteiligung auszuloten. Letztendlich werden dann kostenrelevante Beteiligungen erneut in den Gremien beraten und beschlossen. In einem weiteren Tagesordnungspunkt bekräftigte der Kreistag die Bestrebungen am Erlebnisort Reden eine barrierefreie Erschließung unter Einbeziehung der bisherigen Wegeführung zu realisieren. Zuständigkeitsweise beauftragte der Gemeinderat ein Planungsbüro, um unter Beibehaltung der bereits vorhandenen Wege eine Erschließung zu prüfen. Allerdings solle, so die Gemeinde Schiffweiler, eine zusätzliche Erschließung mit einer Haldenbahn weiterhin verfolgt werden.